Bandscheibe

Bandscheibenbehandlung ohne Operation (HWS, BWS, LWS)

Die Behandlung aller Arten von Rückenschmerzen sowie von Bandscheibenvorfällen stellt einen Schwerpunkt unserer Tätigkeit dar. Seit über Jahren entwickeln wir für unsere Patienten die Methoden und Techniken immer weiter.

Unsere Therapieempfehlungen folgen dabei immer dem Grundsatz, zunächst alle konservativen (nicht operativen) Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Zwei dieser Therapien, die wir seit Jahren erfolgreich einsetzen, möchten wir Ihnen vorstellen.

Wirbelsäulenschmerztherapie nach PASHA®

Ein Bandscheibenvorfall, eine Wirbelkanalverengung oder auch eine Bandscheibenoperation können extrem quälende und hartnäckige chronische Nervenschmerzen (Neuraligien) in Rücken oder Beinen verursachen. Sie mindern die Lebensqualität erheblich und beeinträchtigen den Alltag unserer Patienten. Wir setzen nach umfassender Anamnese ein hochmodernes, schonendes schmerztherapeutisches Verfahren nach PASHA® ein. Das Verfahren wird auch als Nervenmodulation bezeichnet.

Unter örtlicher Betäubung wird die PASHA®-Elektrode über eine Kanüle direkt in den Epiduralraum vorgeschoben. Der Eingriff erfolgt unter Röntgenkontrolle. Durch Anschluss des Katheters an einen Hochfrequenzgenerator können nun stufenweise Stimulationen durchgeführt werden, um die Schmerzquelle bzw. die die betroffene Nervenwurzel genau zu orten. Anschließend erfolgt die gepulste Radio-Frequenz-Behandlung der schmerzauslösenden Nervenwurzel. Eine Schädigung des Nervengewebes ist ausgeschlossen. Falls notwendig können, zur schnelleren Schmerzlinderung, anschließend noch entzündungshemmende und abschwellende Medikamente eingebracht werden. Laut aktueller Studien wird dem Verfahren in 70-80% aller Fälle eine langfristige Schmerzreduktion und sogar Schmerzfreiheit erreicht.

Für den Eingriff ist ein kurzer stationärer Aufenthalt von zwei bis vier Tagen erforderlich.

Wirbelsäulenschmerztherapie nach PASHA®

Wirbelsäulenkathetertherapie nach Prof. Racz

Der texanische Anästhesist und Schmerztherapeut Prof. Gabor Racz entwickelte 1982 den sogenannten Racz-Katheter. Bei dieser Art der Wirbelsäulenschmerztherapie wird ein dünner Katheter gezielt durch den Wirbelkanal an die betroffene Nervenwurzel plaziert. Die Anlage des Katheters ist schmerzfrei ohne Narkose möglich.

Über den Katheter werden schmerz- und entzündungshemmende Medikamente injiziert. Es kommt zur Abschwellung und Entwässerung des Gewebes und die Nervenwurzel wird entlastet.

Wirbelsäulenkathetertherapie nach Prof. Racz

Epiduroskopie

Wenn die Möglichkeit besteht, dass Schmerzen durch Verwachsungen oder Verklebungen nach Operationen an der Wirbelsäule verursacht werden, führen wir eine Epiduroskopie durch. Für die rückenmarksnahe Diagnostik und Therapie stellt die endoskopische Untersuchung des Epidualralraumes, die Epiduroskopie, ein ausgezeichnetes, ergänzendes bildgebendes Verfahren dar. Wir führen eine sehr kleine Kamera in den Wirbelkanal ein und sehen über den Monitor krankhafte Zustände wie Verwachsungen, entzündliche Prozesse, Fibrosen und Veränderungen des Wirbelkanals.

Der Eingriff ist sehr schonend, er kann ambulant oder auch stationär in leichter Dämmerschlafnarkose durchgeführt werden. Nach Durchführung der Epiduroskopie werden gezielt die Medikamente eingespritzt, Katheter können unter Sicht gelegt und Verwachsungen aufgelöst werden.