Pressemitteilungen

Medizin erzielt große Fortschritte in der Behandlung von Multipler Sklerose
  • Am 1. April um 9 h Informationsveranstaltung im St. Josef-Hospital

Bochum, 14. März 2017. „Die Krankheit, die niemals schläft“ wird die Multiple Sklerose (MS) genannt. Das Immunsystem wendet sich dabei gegen den eigenen Körper. Die Ursache dieser entzündlichen Erkrankung ist bis heute nicht gefunden, doch die Medizin hat erhebliche Fortschritte erzielt. Unter MS leiden in Deutschland rund 200.000 Patienten. Ihre Zahl steigt. Im Rahmen des Welt-MS-Tages 2017 lädt die Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital (Direktor: Prof. Ralf Gold) in Zusammenarbeit mit dem Landesverband NRW der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und des krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (BMBF gefördert) alle Interessierten, vor allem Patienten und ihre Angehörigen, zu einer Informationsveranstaltung ein:

1. April 2017, ab 9 Uhr im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

Die Teilnahme ist kostenfrei. Experten aus Neurologie und Radiologie informieren in gut verständlichen Vorträgen über die wichtigsten Aspekte der Krankheit. Dazu zählen die neuesten Forschungsergebnisse und Therapien. Medikamente und Ernährungsfragen kommen ebenso zur Sprache wie Risikofaktoren, das Verständnis des eigenen MRT-Befunds und die Behandlung von begleitenden Beschwerden.

Wichtig für MS-Patienten ist auch regelmäßige Bewegung. Ein erfahrener Therapeut der RuhrSportReha wird dazu praktische Übungen anbieten und Tipps geben. Zu jedem Thema gibt es die Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen, sei es nach dem jeweiligen Vortrag oder in kleinerem Rahmen an Expertentischen. 

Ähnlich wie Rheuma, verläuft Multiple Sklerose häufig in Schüben. In der MS-Behandlung gehört die Neurologische Universitätsklinik im St. Josef-Hospital Bochum zu den führenden ihrer Art in Deutschland und darüber hinaus. „Die MS-Medizin ist außerordentlich stark in Bewegung“, betont Prof. Gold. „Inzwischen gelingt es uns, die Schübe bei den meisten Patienten vollständig zu unterdrücken und eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen.“

Durch neue Substanzen, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden, haben die Ärzte heute deutlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung als früher. Weitere noch nicht zugelassene Präparate befinden sich in einem weit fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Ein zusätzlicher wichtiger Faktor ist die richtige Ernährung (bestimmte Fettsäuren, Vitamine u.a.). Groß angelegte Studien haben gezeigt, dass sie für MS-Patienten hohe Bedeutung hat.

Mediziner einigen sich auf neue Leitlinie zur Therapie von nichtspezifischem Rückenschmerz
  • Prof. Tobias Schulte gehörte zu den Autoren als Vertreter der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft
  • Bewegung wird empfohlen, Bettruhe gilt als schädlich

Bochum, 8. März 2017. Millionen Menschen leiden vorübergehend oder längerfristig unter Rückenschmerzen. Sie gehören zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten und sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. Meist ist die Ursache nicht eindeutig auszumachen. Fachleute sprechen deshalb von nicht-spezifischem Kreuzschmerz. Wichtig für Patienten: Die Nationale Versorgungs-Leitlinie dazu ist komplett überarbeitet worden und liegt seit wenigen Tagen vor.

Zu den Autoren gehörte als Vertreter der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) Prof. Dr. Tobias Schulte, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik im St. Josef-Hospital Bochum (Katholisches Klinikum Bochum). Experten aus 28 Fachgesellschaften und Organisationen arbeiteten zwei Jahre lang interdisziplinär an der neuen Leitlinie. Sie dient nun als Richtschnur für alle Mediziner in Deutschland, die Rückenprobleme behandeln.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, die verschiedenen Ansichten und Interessen in Einklang zu bringen“, so Prof. Schulte. Die 90 Empfehlungen haben den Rang einer sogenannten S3-Leitlinie und repräsentieren den neuesten Wissensstand der Medizin. Im Rahmen einer aufwändigen systematischen Recherche wurde die relevante wissenschaftliche Literatur komplett analysiert.

Für besonders wichtig hält Prof. Schulte, dass körperliche Bewegung und aktivierende Behandlungen stark empfohlen, Bettruhe und Passivität fördernde Maßnahmen dagegen kritisch betrachtet werden und sogar als schädlich gelten. Falls Patienten auch nach sechs Wochen trotz Therapie keine Besserung erfahren, werden Multimodale Konzepte empfohlen, die Bewegungs-, Schmerz-, Verhaltens- und Psychotherapien kombinieren. „Die multimodale Schmerztherapie stellt einen besonderen Pfeiler in der Schmerztherapie dar und ist deutlich effektiver als eine eingleisige Behandlung. Das bestätigen sowohl Studien als auch die tägliche Arbeit an unseren beiden Standorten St. Josef-Hospital und der Klinik Blankenstein, an denen wir in unserer eigenen Klinik multimodale Schmerztherapie regelmäßig durchführen“, betont Prof. Schulte.

Bildgebende Verfahren wie MRT, CT oder Röntgen sind wichtig, sollten aber nicht zu früh und voreilig eingesetzt werden, sondern nur bei begründetem Verdacht auf eine spezifische Ursache der Schmerzen. Ferner wird in der Leitlinie bekräftigt, dass die Psyche und das soziale Umfeld Kreuzschmerzen beeinflussen können. Im Unterschied zu nichtspezifischem Kreuzschmerz, bei dem die Ursache nicht klar erkennbar ist, gibt es auch den spezifischen Kreuzschmerz. Auch hier ist eine neue Leitlinie in Arbeit, an der Prof. Schulte mitarbeitet.

Die komplette Leitlinie ist abrufbar auf der Internetseite des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) unter: http://www.leitlinien.de/nvl/kreuzschmerz.

Deutsche Elite der Fußchirurgie trifft sich in Bochum
  • Jahrestagung der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk am 24./25. März in Bochum
  • Viel Bewegung in den Behandlungsmöglichkeiten

Bochum, 7. März 2017. Mehrere hunderttausend Patienten unterziehen sich pro Jahr in Deutschland einer fußchirurgischen Behandlung. Angeborene und erworbene Fehlstellungen bei Kindern und Erwachsenen, Knorpeltherapie, Diabetischer Fuß, Ballenzehe (Hallux valgus), Überbein, Sportverletzungen, Einlagenversorgung und vieles mehr: Das medizinische und therapeutische Spektrum ist groß.

Die hochrangige und stark wissenschaftlich geprägte Tagung wendet sich an klinisch und ambulant tätige Fachbesucher. Sie findet zum ersten Mal im Ruhrgebiet statt. Erwartet werden rund 400 Gäste. Partnerregion ist in diesem Jahr Skandinavien. Tagungspräsidenten sind Dr. Frank Schemmann (Ratingen) und Dr. Tanja Kostuj, Geschäftsführende Oberärztin und Spezialistin für Fußchirurgie in der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des St. Josef-Hospitals Bochum. „Die Fußchirurgie ist sehr innovativ und entsprechend stark in Bewegung“, betont sie. So sind heute strahlungsarme 3D-Röntgenaufnahmen für Fuß und Sprunggelenk unter Belastung möglich.

Weitere Beispiele sind synthetische Stoffe sowie die Transplantation von Blutstammzellen aus dem eigenen Knochenmark, mit denen Knorpelschäden in dem belasteten Fußgelenk bis zu einem gewissen Grad behandelt werden können.

Eine besondere Herausforderung stellt nach wie vor der Diabetische Fuß dar. Für diese komplexe Behandlung ist die enge fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Diabetologen, Fußchirurgen, Gefäßchirurgen, Neurologen und Radiologen notwendig.

Die Ärzte haben heute deutlich mehr Möglichkeiten als früher. Dies gilt für die operative Therapie und gleichermaßen für die konservative Behandlung. Selbst Versteifungen von Fußgelenken können so schonend vollzogen werden, dass der Patient in vielen Fällen kaum bewegungseingeschränkt ist oder sogar noch seinem Sport nachgehen kann.

Während Knie- und Hüftgelenkprothesen heutzutage weit verbreitet sind, werden künstliche Sprunggelenke bisher eher selten eingesetzt. Die Ergebnisse sind aber in vielen Fällen sehr gut, betont Dr. Kostuj. Hohe Erwartungen setzt sie in ein erweitertes Sprunggelenkregister, in dem alle operativen Korrekturmaßnahmen– von der Einsteifung über die Prothese bis zur Umstellungsosteotomie – dokumentiert werden und vor allem die Zufriedenheit des Patienten abbilden. Auf dem Kongress werden zu den Prothesen die ersten 10-Jahres-Ergebnisse aus dem Register vorgestellt.

Wege aus der Schwerhörigkeit

Hörprobleme gehören zu den häufigsten Sinnesstörungen. Bei den über 65-jährigen sind zwischen 25 und 50 Prozent davon betroffen. Hörstörungen wird jedoch noch immer zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl sie nicht selten einen sozialen Rückzug der Betroffenen nach sich ziehen. Anlässlich des Internationalen Hörtages am 3. März organisieren die HNO-Universitätsklinik Bochum und das CI-Zentrum Ruhrgebiet am Sonntag, 12. März (10-13 Uhr), eine Veranstaltung zum Thema Hören im Alter im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals (Gudrunstr. / Stadionring).

Ein interdisziplinäres Team aus der Geriatrie (Dr. Barbara Zeller, Chefärztin Akutgeriatrie im Marien-Hospital Watttenscheid), der Gerontopsychiatrie (Dr. Ute Bruene-Cohrs, Fachärztin für Psychiatrie der LWL-Klinik Bochum), der Hörrehabilitation (PD Dr. Christiane Völter, HNO-Klinik des St. Elisabeth-Hospitals), der Hörchirurgie (Prof. Stefan Dazert, Direktor HNO-Klinik, und Dr. Jan Peter Thomas, Oberarzt an der HNO-Klinik des St. Elisabeth-Hospitals) und der Hörgeräteversorgung (Dirk Kampmann, kampmann hörsysteme Bochum) geben an diesem Tag einen ausführlichen Überblick.

Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung stehen alle Fragen zum „Hören im Alter“ - angefangen von den Veränderungen des Alterns im Allgemeinen und den Ursachen der Altersschwerhörigkeit bis hin zu den Folgen für Geist und Psyche. In laienverständlichen Vorträgen werden den Betroffenen Wege aus der Schwerhörigkeit und neue technische Entwicklungen aufzeigt. Ein kostenloser Hörtest rundet das Programm ab. Zum Anschluss stehen alle Experten für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Informationen zum 5. Bochumer Hörtag und zur Bochumer HNO-Universitätsklinik finden Interessierte im Internet unter www.hno-bochum.de

Katholisches Klinikum Bochum überzeugt externe Qualitätsprüfer
  • KTQ-Zertifizierung brachte durchgängig gute Ergebnisse
  • Qualifikation auch für das Deutsche Palliativsiegel gesichert

Bochum, den 1. Februar 2017. Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) arbeitet qualitativ auf hohem überdurchschnittlichem Niveau. Dies gilt in allen Bereichen, von der Patientenorientierung über die Sicherheit und das Informationswesen bis hin zur Krankenhausführung und zum Qualitätsmanagement, ergab ein intensives Prüfverfahren nach den Maßstäben der KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen). Die KTQ zählt bundesweit zu den wichtigsten und anerkanntesten „Klinik-TÜVs“. Die Zertifizierung findet im Katholischen Klinikum Bochum alle drei Jahre statt. Drei erfahrene Qualitätsprüfer hatten acht Tage lang im St. Josef-Hospital, dem St. Elisabeth-Hospital, dem Maria-Hilf-Krankenhaus und in der Klinik Blankenstein jede Abteilung in ausführlichen Begehungen, Befragungen und Belegprüfungen unter die Lupe genommen.

Alle Kriterien wurden deutlich erfüllt. „Sie haben in Sachen Qualität erneut einen großen Schritt nach vorn gemacht“, betonten die Prüfer nach Abschluss des Verfahrens. Sie werden der KTQ GmbH nun empfehlen, dem Katholischen Klinikum erneut das Qualitätszertifikat zu verleihen. Im Detail gebe es gleichwohl an manchen Stellen noch Verbesserungspotential - dies aber von einem ohnehin schon hohen Niveau aus, so die Prüfer.

Der Medizinische Geschäftsführer des Klinikums, PD Dr. Christoph Hanefeld, freute sich über die Anerkennung und hob hervor, wie wichtig ein solcher Austausch mit externen Gutachtern sei: „Das ist wie ein Spiegel, den man sich vorhält. Wir empfinden die Prüfung als weiteren Ansporn, uns immer weiter zu verbessern.“

Er dankte den Prüfern für die tiefgründigen und fairen Dialoge. Alle Abteilungen der Krankenhäuser hatten daran engagiert mitgearbeitet.

Auch in der Palliativmedizin – geleitet von Chefärztin Prof. Anke Reinacher-Schick - unterzog sich das KKB der Qualitätsprüfung. Im vergangenen Jahr wurde im St. Josef-Hospital eine eigene Palliativstation mit sieben Betten eingerichtet. Betreut und begleitet werden dort Patienten, bei denen eine Heilung nicht mehr zu erwarten ist. Die KTQ-Prüfer bescheinigten in ihrem Abschlussbericht eine Palliativmedizin auf hohem Niveau mit umfassender Qualifikation der Mitarbeiter, so dass sich das Katholische Klinikum Bochum für das Deutsche Palliativsiegel qualifiziert hat.

Elite der Tattoo-Szene trifft sich in Bochum
  • Hochrangige Tagung am 25. Februar im St. Josef-Hospital
  • Von der Psyche übers Lasern und Stechen bis zur Entfernung

Bochum, 20. Januar 2017. Tattoos sind nach wie vor Kult. Sie gelten als Darstellung des persönlichen Stils, um sich individuell zu geben, Fantasien auszuleben und optische Botschaften zu senden. Wer saubere Ergebnisse erzielen will, braucht aber professionell arbeitende Fachleute, die nach höchsten wissenschaftlichen Standards arbeiten. Vor diesem Hintergrund findet unter dem Titel „Die Zukunft der Tätowierung“ in Bochum eine hochkarätige Informations- und Fortbildungsveranstaltung statt:

Samstag, 25. Februar, 9 – 14 Uhr im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

Es trifft sich die Elite der Tätowierer sowie der Tattoo-bezogenen Medizin und Wissenschaft. Initiator ist Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Arzt der kosmetisch-operativen Medizin und kosmetischen Dermatologie im St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität). Die Tagung findet nach 2014 und 2015 zum dritten Mal statt. „Es geht uns um die Professionalisierung der Tätowierung. Sicherheit hat höchste Priorität“, betont Dr. Hoffmann. Dies schließt Tattoo-Entfernung ein, denn jeder zehnte Tätowierte möchte sein Tattoo verändern oder ganz entfernen lassen. Zugesagt haben u.a. die international gefragten Star-Tätowierer Randy Engelhard und Andy Engel sowie Neurowissenschaftler, Anthropologen, Pigmentexperten, Anwälte und Laserspezialisten. Die Veranstalter wenden sich in erster Linie an das Fachpublikum. Der Eintrittspreis beträgt 50 Euro. Für Studenten ist die Teilnahme kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen und das komplette Programm unter www.tattoo-tagung.de

Dr. Wilhelm Beermann erhält Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Ministerpräsidentin Kraft würdigt den Aufsichtsratsvorsitzenden des Katholischen Klinikums Bochum: „Zusammenhalt ist Ihr Leitmotiv“
  • Dr. Beermann: „NRW ist meine Heimat im liebenswerten Deutschland“

18. Januar 2017. Große Ehre für Dr. Wilhelm Beermann: Der Aufsichtsratsvorsitzende des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) hat für sein berufliches und ehrenamtliches Lebenswerk den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Er wurde am Mittwoch, 18. Januar, im Düsseldorfer Kunstpalast, Robert-Schumann-Saal, in einer Feierstunde von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) überreicht. Mit dem Orden würdigt das Land Menschen, die sich durch ihr Engagement in besonderer Weise verdient gemacht haben.

In ihrer Laudatio würdigte Ministerpräsidentin Kraft auch die Leistungen von Dr. Beermann für den Bergbau: „Unter Tage müssen sich die Kumpel aufeinander verlassen können – Zusammenhalt ist alles. Das war und ist auch über Tage Ihr Leitmotiv.“ Mit Blick auf das Katholische Klinikum Bochum wies sie vor allem auf die Ausbildung hin: „Mehr als 400 Ausbildungsplätze im nichtärztlichen Bereich sind ein sichtbarer Beleg für dieses Engagement.“ In der Ärzteausbildung wurde das sogenannte Bochumer Modell entwickelt. „Ein System der dezentralen Mediziner-Ausbildung, das weithin anerkannt ist“, so Hannelore Kraft.

Dr. Beermann betonte: „Ich freue mich über die Auszeichnung in ganz besonderer Weise. NRW ist mein Heimatland im lebenswerten Deutschland. Hier habe ich mich immer besonders engagiert und werde es im Rahmen meiner Möglichkeiten weiterhin tun. Ich bin dankbar für die Anerkennung und sehe die Auszeichnung zugleich als Aufforderung an die junge Generation, sich für das Gemeinwohl einzusetzen.“

1983 trat er dem Kuratorium der St. Elisabeth-Stiftung bei und ist seitdem den Krankenhäusern des heutigen Katholischen Klinikums Bochum (KKB) eng verbunden. Das KKB ist mit der St. Josef und St. Elisabeth gGmbH Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. Den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm Dr. Beermann 2001. Seitdem wurde das Klinikum erheblich ausgebaut. Mit mehr als 4000 Mitarbeitern, 1400 Betten und über 200.000 stationär sowie ambulant behandelten Patienten gehört es heute zu den großen Klinikverbundunternehmen im Ruhrgebiet. 2014 erfolgte die Fusion mit dem Marien-Hospital Wattenscheid, einem besonderen Schwerpunkt der Geriatrie.

Im Bergbau trug Dr. Beermann als stellv. Vorstandsvorsitzender der RAG sowie als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Steinkohle AG (DSK) entscheidend dazu bei, dass der gewaltige Anpassungsprozess in der deutschen Steinkohle sozialverträglich bewältigt werden konnte. Engagiert hat er sich auch in der Politik und hier in besonderer Weise in der CDU, bspw. als langjähriger Landesschatzmeister der CDA. Zudem ist er im Verband Universitätsklinikum der Ruhr-Universität seit dessen Gründung im Jahre 2008 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.

Bochumer Ärzte entdecken schwere Nebenwirkung bei zugelassenem Medikament

Bochum, 17. Januiar 2017. Das Multiple-Sklerose (MS)-Medikament Alemtuzumab kann schwere, unberechenbare Nebenwirkungen auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um Prof. Aiden Haghikia und Prof. Ralf Gold von der Klinik für Neurologie der Ruhr-Universität Bochum im Katholischen Klinikum Bochum (St. Josef-Hospital). In der Zeitschrift „Lancet Neurology“ berichten die Wissenschaftler von zwei Patienten, bei denen die Infusion von Alemtuzumab die Symptome erheblich verschlimmerte. Das Team beschreibt außerdem eine Therapie, die die schädlichen Nebenwirkungen erfolgreich eindämmte. „Dieser therapeutische Algorithmus könnte vielen MS-Patienten weltweit helfen, die unter ähnlichen Nebenwirkungen von Alemtuzumab leiden“, sagt Haghikia.

Alemtuzumab ist ein Antikörper, der an das Protein CD52 auf der Oberfläche bestimmter Immunzellen andockt, hauptsächlich T- und B-Lymphozyten. Bindet der Antikörper, sterben fast sämtliche Lymphozyten ab. Aus den Zulassungsstudien war bereits bekannt, dass ein Viertel der behandelten Patienten meist leichte Nebenwirkungen zeigen, sogenannte sekundäre Autoimmunprozesse. Immunzellen richten sich gegen körpereigene Zellen, vorwiegend in der Schilddrüse; aber auch Niere oder Blutplättchen können betroffen sein.

Ein neuer Entzündungsmodus

Die zwei in der Lancet-Neurology-Studie beschriebenen Patienten erhielten die Alemtuzumab-Therapie, weil sie eine hochaktive MS hatten, also trotz mehrfacher Vortherapien unter starken Krankheitsschüben mit Entzündungen im zentralen Nervensystem litten. Sechs Monate nach der Therapie hatten sich diese Symptome deutlich verschlechtert. Mit kernspintomografischen Untersuchungen entdeckten die Forscher eine Art neuen Entzündungsmodus: Sie fanden Bereiche im Gehirn, in denen sich das Kontrastmittel ringförmig in der weißen Substanz eingelagert hatte. Diese hatten die Patienten in ihrer bisherigen Krankheitsgeschichte nicht aufgewiesen. Bislang unklar ist, ob die beobachteten Probleme verschlimmerte MS-Symptome darstellen oder einen davon unabhängigen sekundären Autoimmunprozess.

In beiden Fällen konnten die Mediziner die Nebenwirkungen eindämmen, die beobachteten ringförmigen Ablagerungen im Gehirn bildeten sich zurück. Auch ein Jahr nach der Behandlung waren die Patienten noch in einem stabilen Zustand. Neben einem Blutplasma-Austausch wurden sie mit dem Antikörper Rituximab behandelt. Das Medikament tötet fast sämtliche B-Lymphozyten ab. Die Forscher vermuten, dass genau diese Immunzellen hinter den Entzündungen stecken, die sie als Nebenwirkungen beobachteten.

Prof. Haghikia und Prof. Gold gehen davon aus, dass die von ihnen angewandten Maßnahmen auch anderen Patienten nützen könnten, die mit Alemtuzumab behandelt werden.

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Sie zeichnet sich aus durch chronische Entzündungen im zentralen Nervensystem. Das Immunsystem des Körpers greift die Isolierschicht der Nervenfasern, das Myelin, an und schädigt so dauerhaft die Zellfortsätze. Inzwischen gibt es zehn verschiedene Klassen von Medikamenten, die speziell für die MS-Behandlung zugelassen sind und in großen Studien für wirksam befunden wurden. Dazu gehört auch Alemtuzumab, im Handel unter dem Namen Lemtrada erhältlich.

Kooperationspartner

Das Bochumer Team kooperierte für die Arbeit mit dem Oxford Centre for Neuroinflammation der Universität Oxford, mit der Neurologischen Klinik im St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn und der Universität Magdeburg.

Originalveröffentlichung

Aiden Haghikia, Calliope A. Dendrou, Ruth Schneider, Thomas Grüter, Thomas Postert, Heike Stephanik, Mike Matzke, Lars Fugger, Ralf Gold: Severe B-cell-mediated CNS disease secondary to alemtuzumab therapy, in: Lancet Neurology, 2017, DOI: 10.1016/S1474-4422(16)30382-9

http://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422%2816%2930382-9/fulltext?rss=yes

Kontakt

Prof. Aiden Haghikia - Prof. Ralf Gold

Klinik für Neurologie

Katholisches Klinikum Bochum

Ruhr-Universität Bochum

Tel.: 0234 509 2411

E-Mail: aiden.haghikia@rub.de, ralf.gold@rub.de 

Einzige Professur für Phlebologie kommt nach Bochum
  • Jeder dritte Deutsche leidet unter Venenerkrankungen, doch geforscht wird kaum

Bochum, 10. Januar 2017. Erkrankungen der Venen sind in Deutschland ein Massenphänomen. Rund 20 Prozent der Bevölkerung haben ein behandlungsbedürftiges Venenleiden. In erster Linie handelt es sich dabei um Krampfadern. Nimmt man Thrombosen und offene Beine hinzu, steigt die Zahl der Erkrankten auf rund ein Drittel. Dennoch ist die Phlebologie, die ärztliche Fachrichtung zur Behandlung von Venenleiden, in der Universitätsstruktur bisher wenig berücksichtigt und wird nur nachgeordnet als Teil der Dermatologie, Chirurgie, Allgemein- oder Inneren Medizin gelehrt. Größere Forschungen bleiben trotz des hohen Bedarfs aus. Einen eigenen Lehrstuhl bzw. eine eigene Professur gibt es in Deutschland nicht. Dies ändert sich nun: Zum 15. Januar 2017 wird an der Ruhr-Universität  Bochum eine Stiftungsprofessur eingerichtet. Übernommen wird sie von Priv. Doz. Dr. Stefanie Reich-Schupke (39).

Vor diesem Hintergrund stößt die Ruhr-Universität in einen neuen akademischen Bereich vor. Die Professur wird der dermatologischen Universitätsklinik der RUB (Direktor: Prof. Eggert Stockfleth) angegliedert und von der Bauerfeind AG, einem Hersteller medizinischer Hilfsmittel, gestiftet. Ferner wird sie zur Stärkung der Forschung zu Venenleiden in der Klinik für Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Achim Mumme) dienen.

Ihren Arbeitsplatz wird Dr. Reich-Schupke im Venenzentrum Bochum haben, dem größten seiner Art im Ruhrgebiet und einem der größten in Deutschland. Getragen wird das Venenzentrum von den Kliniken für Dermatologie und Gefäßchirurgie des St. Josef-Hospitals Bochum.

Initialzündung für die Forschung

„Venenerkrankungen sind in der Medizin enorm wichtig. Millionen Menschen leiden darunter“, betont Dr. Reich-Schupke. „Wir wollen die Sichtbarkeit des Fachs stärken und eine Initialzündung für nationale und internationale Forschung auslösen.“ Prof. Markus Stücker, Geschäftsführender Direktor der Dermatologie im St. Josef-Hospital, ergänzt: „In unserem Venenzentrum werden bereits jetzt alle international verfügbaren Verfahren zur Diagnostik und Therapie der Venenleiden angeboten. Durch die Stiftungsprofessur können diese Verfahren noch weiter optimiert werden.“

Auch die universitäre Lehre soll weiterentwickelt werden. Ärzte können sich in der Phlebologie bisher nicht als Facharzt qualifizieren, sondern nur eine Zusatzbezeichnung erwerben. Ziel ist es, die Phlebologie als Fach zu stärken, die Lehrveranstaltungen zu systematisieren und das Angebot fachorientiert zu erweitern.

Dr. Reich-Schupke studierte in Bochum und Zürich Medizin. Nach zehn Jahren an der Klinik für Dermatologie der Ruhr-Universität (zuletzt als Oberärztin) wechselte sie als Chefärztin für Dermatologie und Phlebologie an die Artemed Fachklinik in Bad Oeynhausen. Seit 2015 übt sie eine Praxistätigkeit aus und engagiert sich mit Lehraufträgen an der RUB sowie der Universität Witten-Herdecke.

Prof. Ralf Gold zum Sprecher des Kompetenznetzwerks Multiple Sklerose gewählt

Prof. Ralf Gold, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital, ist zum Sprecher des Kompetenznetzes Multiple Sklerose gewählt worden. Er wird das Amt drei Jahre lang bis August 2019 innehaben, beschlossen die Mitglieder des Netzwerks. Prof. Gold ist Gründungsmitglied des Kompetenznetzes, das 2009 startete. Er war bereits im Vorstand des Netzwerks und wurde nun zum Sprecher gewählt.

Mit 7,2 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose derzeit in seiner dritten Förderperiode, die bis zum 31. Oktober 2019 läuft. Die Geschäftsstelle ist am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München angesiedelt. Das Bundesministerium initiierte ursprünglich 21 Kompetenznetze in der Medizin, die Forscher bundesweit und interdisziplinär zu bestimmten Krankheiten zusammenbringen.

Das Multiple-Sklerose-Netzwerk hat zum Ziel, Diagnose, Therapie und Versorgung langfristig zu verbessern. Das Team sucht unter anderem nach Biomarkern für Prognose, Behandlungserfolg und Behandlungsrisiken und erforscht, wie genetische Varianten den Krankheitsverlauf und das Ansprechen auf Medikamente beeinflussen. „Neben der wissenschaftlichen Arbeit verfolgt unser Netzwerk Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Patientenversorgung“, sagt Prof. Gold. „Ziel ist es auch zukünftig, die Ergebnisse unserer vielfältigen Forschungsaktivitäten rasch für die Praxis zugänglich zu machen.“

Erweiterungsbau am Marien-Hospital Wattenscheid fertiggestellt
  • Zentrum für Altersmedizin und geriatrische Rehabilitation weist mit drei neuen Geschossen nun 280 Betten auf
  • Katholisches Klinikum Bochum schließt Investition von rund sechs Millionen Euro ab

Bochum, 30. November 2016. Nach nur 15 Monaten Bauzeit hat das Katholische Klinikum Bochum die Erweiterung am Marien-Hospital Wattenscheid abgeschlossen. Das bisher an zwei Standorten betriebene Zentrum für Altersmedizin und geriatrische Rehabilitation wird   dadurch in Wattenscheid konzentriert. Die Geriatrie im Maria-Hilf-Krankenhaus (Bochum-Gerthe) zieht Anfang Dezember nach Wattenscheid um.

Es entsteht mit 280 Betten eine der größten und modernsten Geriatrien Deutschlands. Errichtet wurden drei komplett neue Geschosse. Eine Wahlleistungsstation mit 27 Betten ergänzt die bereits bestehende Komfortstation (35 Betten). Hinzu kommen zwei Regelleistungsstationen. Alle neuen Ein- und Zweitbettzimmer sind modern ausgestattet und verfügen über ein eigenes Bad.

Das Zentrum bietet unter einem Dach eine umfassende Versorgung – von der tagesklinischen und stationären Rehabilitation bis hin zur Behandlung von schwerstkranken Beatmungspatienten. Das Leistungsspektrum umfasst u.a. eine moderne Intermediate Care Station, Endoskopie, nichtinvasive Kardiologie, eine Infektionseinheit sowie hocheffiziente Trainingsmöglichkeiten einschließlich eines Bewegungsbades.

Prof. Ludger Pientka, Klinikdirektor im Marien-Hospital: „Wir wollen dem kranken älteren Menschen möglichst viel Lebensqualität erhalten. Er soll in Würde alt werden können. Das macht die Kunst der Geriatrie aus.“

Für das Katholische Klinikum Bochum (KKB) ist die Erweiterung in Wattenscheid mit einer Investition von rund sechs Millionen Euro eines der größten Projekte der vergangenen Jahre. „Die Menschen werden erfreulicherweise immer älter. Angesichts dieser Entwicklung ist eine leistungsfähige Geriatrie für die Versorgung der Bevölkerung in Bochum und darüber hinaus von hoher Bedeutung“, betont der Medizinische Geschäftsführer des KKB, Priv. Doz. Dr. Christoph Hanefeld. „Das Marien-Hospital ist zudem in das universitäre Gesamtkonzept unseres Klinikums eingebunden. Bei Bedarf kann es auf alle Fachabteilungen zurückgreifen.“

Der Neubau von außen. Der Neubau von außen. Weihbischof Ludger Schepers bei der Einsegnung. Strahlen um die Wette: Klinikdirektor Prof. Ludger Pientka, Franz-Rainer Kellerhoff, Chefarzt Christoph Friedrich (v.r.). Einsegnung am Krankenbett: Weihbischof Ludger Schepers, Chefärztin Dr. Barbara Zeller und Seelsorgerin Brigitta Bein.

Ehrendoktorwürde für Prof. Michael Nauck

Die Universität Kopenhagen hat Prof. Michael Nauck zum Ehrendoktor ernannt. Damit würdigt die Medizinische Fakultät der hoch renommierten Hochschule seine Forschungstätigkeit im Besonderen im Rahmen der Entwicklung von Blutzucker-senkenden Inkretin-basierten Medikamenten, die in der Behandlung des Typ 2 Diabetes unverzichtbar geworden sind. Der feierlichen Überreichung der Urkunde durch die Dekanin der Med. Fakultät Ulla Wever schloss sich ein Empfang mit Dänemarks Königin Margarete an. Vorgeschlagen hatten den 61-jährigen Leiter der klinischen Forschung der Abteilung für Diabetologie am St. Josef Hospital dänische Mediziner-Kollegen, mit denen er einen jahrzehntelangen wissenschaftlichen Austausch pflegt. „Eine hoch verdiente Auszeichnung für die jahrzehntelange Arbeit von Prof. Nauck, mit der er einen wesentlichen Beitrag zur heutigen Therapie des Typ 2 Diabetes geleistet hat“, gratuliert Prof. Juris Meier, Leiter der Abteilung für Diabetologie (Medizinischen Klinik I).  

Kinder-Ernährung wird neuer Schwerpunkt in der Universitäts-Kinderklinik Bochum
  • Renommiertes Forschungsinstitut zieht von Dortmund ins Katholische Klinikum

Bochum, 14. November 2016. Der Einfluss der Ernährung auf Wachstum, Entwicklung und Gesundheit von Kindern beschäftigt Wissenschaftler und Ärzte ebenso wie die Lebensmittelindustrie. Zu den führenden Adressen in Deutschland zählt in diesem Bereich das bisher in Dortmund beheimatete Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE). Zum Ende des Jahres 2016 wird es der Bochumer Universitäts-Kinderklinik angegliedert. Prof. Mathilde Kersting, langjährige Leiterin des FKE, hat ein Büro dort bereits bezogen, auch die weiteren Arbeitsräume sind eingerichtet.

„Kinderernährung und Pädiatrie gehören zusammen“, sagt Prof. Kersting. „Ernährung ist für die Gesundheit elementar wichtig, bei Babies und Kleinkindern ebenso wie bei Jugendlichen. Für unsere Arbeit sehe ich in Bochum eine hervorragende Basis.“ Prof. Thomas Lücke, (komm.) Direktor der Universitäts-Kinderklinik, sieht ebenfalls attraktive Möglichkeiten der Zusammenarbeit: „Das FKE hat bundesweit einen exzellenten Ruf. Wir arbeiten jetzt Tür an Tür. Dadurch haben unsere Ärzte ganz neue Chancen, ernährungswissenschaftliches Wissen unmittelbar für die Medizin zu nutzen.“ Gemeinsame Forschungsanträge sind bereits eingereicht und die ersten Drittmittel in Aussicht gestellt.

Eine gesunde Ernährung ist besonders wirkungsvoll, wenn sie möglichst früh im Leben beginnt. Weit verbreitete Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind zumindest teilweise durch Ernährung bedingt. Das FKE entwickelt dazu präventive Konzepte für die praktische Anwendung in der Familie, aber auch in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.

Schon Tradition hat das FKE-Qualitätssiegel für Mahlzeiten der optimierten Mischkost („optiMix“). Genutzt wird es von Essensanbietern für Tagesstätten und Schulkantinen, aber auch von anderen Unternehmen. Es kennzeichnet Mahlzeiten, die den empfohlenen Referenzwerten für eine gesunde Mischkost entsprechen.

Zu den Forschungsschwerpunkten gehört zurzeit die Erfassung des Lebensmittelverzehrs bei vegetarischer und veganer Ernährung im Vergleich zu herkömmlicher Mischkost. Dabei notieren die Eltern drei Tage lang minutiös alle Nahrungsmittel, die die Kinder zu sich nehmen. Auf dieser Basis kann bewertet werden, welche Nährstoffe zugeführt werden. Geprüft wird vom FKE ferner der Einfluss eines guten bzw. fehlenden warmen Mittagessens auf die kognitive Leistungsfähigkeit der Schüler im Nachmittagsunterricht. Ferner läuft ein internationales Verbundprojekt unter dem Namen TEDDY. Es untersucht über 15 Jahre hinweg die umweltbedingten Ursachen der Entstehung von Diabetes Typ 1 bei Kindern. Das FKE ist assoziierter Partner der Forschungsgruppe Diabetes beim Helmholtz-Zentrum (München). Mit 8000 beteiligten Kindern ist TEDDY die größte Studie ihrer Art weltweit.

Bisher arbeitete das FKE unter dem akademischen Dach der Universität Bonn. In Bochum ist die pädiatrische Ernährungsmedizin mit dem Schwerpunkt Neuropädiatrie/Angeborene Stoffwechselerkrankungen aber bereits etabliert, so dass vor diesem Hintergrund hervorragende Synergien gesehen werden. Das FKE wird weiterhin als Verein geführt. Mehrere leitende Ärzte der Universitäts-Kinderklinik Bochum – unter ihnen Prof. Lücke und Oberärztin PD Dr. Anjona Schmidt-Choudhury – werden im Vorstand des Instituts vertreten sein.

St. Josef-Hospital Bochum gehört zu den besten Krankenhäusern in Deutschland
  • Top-Position in der neuen FOCUS-Klinikliste 2017

Bochum, 18. Ootober 2016. Das St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität)  gehört  zu  den führenden Krankenhäusern in Deutschland. Dies ergibt sich aus der neu erschienenen Klinikliste 2017 des Magazins FOCUS. Ausgewertet wurden die Daten von 1143 Krankenhäusern mit 3763 Fachabteilungen. Für die Liste wurden 14.000  niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie Chefärzte aller befragten Fachkliniken gefragt, welche Kliniken sie empfehlen würden. Im Mittelpunkt stand dabei ganz direkt  die Frage: „Wo würden Sie sich selbst behandeln lassen?“ In die Bewertung flossen die Ergebnisse einer Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse unter 398.000 Versicherten ebenso ein wie die Qualität der Pflege, Hygienestandards und die ausgewiesenen Fallzahlen.

Priv. Doz. Dr. Christoph Hanefeld, Sprecher der Geschäftsführung des KKB: „Diese führende Position verdanken wir in erster Linie unseren hochmotivierten und professionellen Mitarbeitern in Ärzteschaft, Pflege und Verwaltung. Den Patienten danken wir für ihr Vertrauen, das sie unserem Haus seit langem entgegenbringen.“ Das St. Josef-Hospital verfügt über 708 Betten und hat im vergangenen Jahr mit rund 2100 Mitarbeitern 29.700 Patienten stationär behandelt. Das Katholische Klinikum Bochum insgesamt kommt in fünf Häusern auf 1400 Betten, 4137 Mitarbeiter und rund 50.000 stationäre Patienten.

Auch in zahlreichen einzelnen Fachabteilungen belegt das St. Josef-Hospital in der FOCUS-Liste Spitzenplätze. Dazu gehören die Neurologie (Direktor Prof. Ralf Gold) mit den Behandlungsgebieten Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson, die Kardiologie (Direktor Prof. Andreas Mügge), die Diabetologie (Leitender Arzt Prof. Juris Meier) sowohl in der Inneren Medizin als auch in der Universitäts-Kinderklinik (Dr. Eggert Lilienthal) sowie die Darmkrebstherapie in der  Allgemein-  und  Viszeralchirurgie (Direktor Prof. Waldemar Uhl) und Hämatologie/Onkologie (Chefärztin Prof. Anke Reinacher-Schick).

St. Josef-Hospital Bochum entlastet Zentrale Notaufnahme durch neue Aufnahmestation
  • Wartezeiten für die Patienten sollen vermindert werden
  • 25 Betten, davon 13 mit telemetrischer Überwachung

18. Oktober 2016 Die Notaufnahme gehört in modernen Krankenhäusern zu den Schlüsselpositionen. Unter hohem Arbeitsdruck entscheiden die verantwortlichen Ärzte ständig, welche Patienten nicht nur akut notbehandelt, sondern auch zur vorübergehenden Beobachtung untergebracht oder sogar stationär aufgenommen werden müssen. Zeitaufwand entsteht auch durch die oft erforderliche Labordiagnostik. Die personelle und räumliche Kapazität einer Notaufnahme wird dadurch aufs höchste belastet. Um diese Anspannung zu reduzieren, hat das zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörende St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) eine neue Akut-Aufnahmestation eingerichtet, die mit der Zentralen Notaufnahme (ZNA) eng zusammenarbeitet.

Bilal Cevik, Ärztlicher Leiter der ZNA, wird auch die neue Station führen. Sie um- fasst 25 Betten, davon 13 mit telemetrischer Überwachung inklusive der sogenannten Chest Pain Unit, einer Diagnostik- und Therapieeinheit zur Versorgung von Patienten mit akuten Brustschmerzen. „Die neue Station ist ein sehr bedeu- tendes Projekt. Dadurch werden wir unsere Zentrale Notaufnahme insgesamt entlasten und dort auch die Wartezeiten für die Patienten vermindern“, sagt Priv.Doz. Dr. Christoph Hanefeld, Sprecher der KKB-Geschäftsführung.

Der Arbeitsaufwand in der Zentralen Notaufnahme ist enorm. Die Patientenzahlen sind stetig  gestiegen.  In  diesem  Jahr  rechnet  das St. Josef-Hospital mit rund 27.000 Behandlungsfällen, rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich kommen rund 75 Patienten jeden Tag, und dies mit völlig unterschiedlichen Be- schwerden. Mit einem standardisierten Verfahren zur Ersteinschätzung wird in der Notaufnahme über die Eilbedürftigkeit der Behandlung entschieden. In der weiteren Versorgung entsteht hoher Organisationsaufwand: In vielen Fällen ist umfangreiche Diagnostik (Laborwerte, Ultraschall, EKG, CT u.a.) notwendig.

Für etwa 20 Prozent der ZNA-Patienten muss zur stationären Aufnahme ein Bett vorbereitet werden. „Ein sehr hoher Aufwand“, so Dr. Hanefeld. „Die neue Akut-Aufnahmestation wird hier sehr helfen." Ein leistungsstarkes Pflegeteam ist dort an den Start gegangen. In den Bau und die Medizintechnik investierte das Katholische Klinikum Bochum insgesamt rund 500.000 Euro. Ein weiterer Vorteil ergibt sich für das St. Josef-Hospital auf den Intensivstationen. Weil ein Teil der dort angesiedelten IMC-Betten (Intermediate Care als Vorstufe einer regulären Intensivpflege) auf die neue Aufnahmestation verlagert wird, entstehen zusätzliche Kapazitäten in der Intensivmedizin.

Naturheilkunde in der Krebstherapie

Die Naturheilkunde kann zur Behandlung von Krebspatienten komplementär viel beitragen. Der Direktor der Klinik für Naturheilkunde der Klinik Blankenstein, Prof. Dr. André-Michael Beer, hat gemeinsam mit Prof. Anke Reinacher-Schick (Chefärztin Onkologie/Hämatologie/ Palliativmedizin im St. Josef-Hospital), Prof. Waldemar Uhl (Direktor der Klinik für Viszeral-Chirurgie im St. Josef-Hospital) und PD Dr. Peter Kern (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe im St. Elisabeth-Hospital) die Broschüre „Naturheilkunde in der Krebstherapie“ veröffentlicht.  Auf 24 Seiten wird erklärt, wie klassische Naturheilverfahren und Methoden der integrativen Medizin bei einer Krebserkrankung die Lebensqualität verbessern und die Verträglichkeit schulmedizinischer Therapien erhöhen können. Die Broschüre kann kostenlos unter http://www.klinik-blankenstein.de/Infobroschuere-NHK-u-Onkologie.html heruntergeladen werden.

St. Josef-Hospital und Kinderklinik Bochum führend in der Behandlung von Diabetes
  • Prof. Juris Meier und Prof. Michael Nauck werden in der bun- desweiten FOCUS-Liste hervorgehoben

13. September 2016 Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) bleibt führend in der Diabetologie und gehört in dieser Disziplin zu den besten Häusern in Deutschland. In der neu er- schienenen FOCUS-Ärzteliste wird Prof. Juris Meier, Leitender Arzt dieser Fach- richtung in der Universitätsklinik für Innere Medizin am St. Josef-Hospital, unter den besten Diabetologen bundesweit geführt. Basis dieser Platzierung sind Emp- fehlungsraten von Patienten und anderen Ärzten, aber auch die wissenschaftliche Tätigkeit. Ebenfalls genannt in dieser Bestenliste ist Prof. Michael Nauck, Leiten- der Arzt in der klinischen Diabetologie-Forschung des St. Josef-Hospitals.

Auch für Kinder ist Diabetes oft schon ein großes Problem. Entsprechend stellt sich im Katholischen Klinikum Bochum auch die Universitäts-Kinderklinik dieser Herausforderung. Sie wird - ebenso wie das St. Josef-Hospital – in der FOCUS- Liste als führende Klinik in diesem Bereich genannt.

Neue Perspektiven für die Behandlung von stotternden Kindern und Erwachsenen
  • Möglichst frühe Behandlung verbessert die Chancen im Kita-Alter erheblich
  • Mehr als 800.000 Menschen in Deutschland leiden unter Redeflussstörung

25. August 2016 Sätze nicht flüssig und geordnet sprechen zu können, kann schwerwiegende Folgen haben. Es droht dann soziale Ausgrenzung - in Kindergarten, Schule und Beruf. Stottern und Poltern, sogenannte Redeflussstörungen, sind häufige Erkrankungen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene treffen können. In Deutschland leiden 800.000 Menschen allein unter Stottern. Zwar bildet es sich bei etwa drei von vier Kindern spontan wieder zurück, bei den übrigen jedoch kann es chronisch werden und stellt oft ein lebenslanges Problem dar. Etwas weniger häufig, wenngleich immer noch stark verbreitet, ist Poltern, ein zu schnelles, holpriges Sprechen mit unregelmäßigem Sprechtempo und Passagen einer oft undeutlichen, schwer verständlichen Aussprache.

Früh erkannt und kompetent therapiert, sind Redeflussstörungen gut behandelbar. Eine achtköpfige Gruppe von Ärzten, Therapeuten und Psychologen hat im Namen von 17 Fachgesellschaften, die in Deutschland mit Redeflussstörungen befasst sind, mehrere Jahre an einer  neuen  interdisziplinären  Leitlinie  (S3)  gearbeitet,  die in wenigen Tagen in Kraft tritt und dann von der AWMF (Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften) veröffentlicht wird. S3 bedeutet, dass die Leitlinie den bestmöglichen Evidenznachweis nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen liefert.

Zielgruppe sind Ärzte, Sprachtherapeuten, Psychologen, aber auch die Patienten mit ihren Angehörigen.   Federführend   war   Prof.   Katrin   Neumann,   Leiterin   der   Abteilung für

Phoniatrie und Pädaudiologie der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde  im St. Elisabeth-Hospital Bochum (Katholisches Klinikum), unterstützt durch Prof. Harald Euler, Professor für Psychologie der Universität Wien. „In drei Vierteln aller Fälle liegt Stottern bereits im Kindergartenalter vor“, betont Prof. Neumann. „Bleibt es über das vorpubertäre Alter hinaus bestehen, verringern sich die Möglichkeiten einer kompletten Beseitigung drastisch. Redeflussstörungen können zu erheblichen psychosozialen Belastungen führen, die die emotionale, soziale, schulische und berufliche Entfaltung nachhaltig beeinträchtigen können und wiederholte, langdauernde Therapien erfordern.“

Die neue Leitlinie räumt mit einigen in Deutschland noch immer verbreiteten  Ansichten auf, z.B. dass Stottern psychische Ursachen habe oder durch familiäre Spracherfahrungen hervorgerufen werde. Vielmehr sind sich die Leitlinien-Experten einig, dass Stottern zum größten Teil erblich bedingt ist und mit Struktur- und Funktionsveränderungen im Gehirn einhergeht. Prof. Neumann: „Das in der Kindheit ohne erkennbare Ursachen entstehende Stottern muss daher als eine neurogene Erkrankung aufgefasst werden.“

Sie rät Eltern und Erziehern dazu, wachsam zu sein und genau hinzuhören. Durch fundierte Diagnostik mit abgesicherten standardisierten Verfahren kann Stottern früh erkannt werden. Im Alter von drei bis sechs Jahren ist eine aus Australien stammende Behandlung („Lidcombe“) am wirksamsten, bei der stotternde Kinder für gut gesprochene Sätze nach klar festgelegten Regeln von den Eltern gezielt gelobt und mit sanften, dosierten Hinweisen auf Stottermomente hingewiesen werden.

Für Jugendliche und Erwachsene gibt es hohe Erfolgsaussichten für Methoden, die das Sprechen neu strukturieren. Beim so genannten Fluency Shaping lernt der Patient eine neue Sprechweise, die zuerst stark verlangsamt ist und bei der die einzelnen  Wörter weich angesetzt werden. Danach wird dieses neue Sprechmuster durch häufige Wiederholungen eingeschliffen und trainiert. Als ebenfalls wirksam erwies sich eine Behandlungsform, die nicht die gesamte Sprechweise, sondern nur das gestotterte Wort umstrukturiert, z.B. durch Desensibilisierung gegen die  gefürchteten Stotter-Ereignisse und mit Techniken, sie zu beenden („Stottermodifikation“).

Unzureichende Ergebnisse brachten dagegen medikamentöse Behandlungen, Hypnosen, Therapien ausschließlich mit kontrollierter Atemregulation sowie unspezifische Stottertherapien, wie sie in vielen Praxen durchgeführt werden.

Jede Behandlung sollte einen ersten Nutzen innerhalb von drei Monaten zeigen, sonst ist ein Wechsel angezeigt. Mit der Therapie mit Kindern länger als maximal zwölf Monate nach Stotterbeginn zu warten, kann riskant sein: Zwar verflüchtigt sich das Stottern bei Kindern in vielen Fällen von selbst. Bleibt es aber bestehen, sinken die Erfolgschancen rapide, wenn die Therapie zu spät einsetzt. Liegen weitere Defizite wie Sprachentwicklungs- oder Angststörungen vor, müssen sie leitliniengerecht mitbehandelt werden.

St. Josef-Hospital Bochum bestätigt hohe Reputation in der Darmkrebs-Therapie

Auszeichnung für Prof. Reinacher-Schick und Prof. Uhl in derneuen FOCUS-Ärzteliste

Das St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) bleibt bundesweit führend in der Behandlung von Darmkrebserkrankungen. In der neuen Ärzteliste des Magazins FOCUS sind für diesen Bereich Prof. Anke Reinacher-Schick, Chefärztin der Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin, sowie Prof. Waldemar Uhl, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeral-Chirurgie unter den bundesweit Besten ihres Faches in ganz Deutschland genannt. Auch das St. Josef-Hospital insgesamt wird in der Liste auf einem Spitzenplatz mit hoher Patientenzufriedenheit geführt.

Grundlage dieser Liste sind Empfehlungen von Patienten, Selbsthilfegruppen und anderen Medizinern (Klinikärzte und niedergelassene Fachärzte). Auch die Hygiene im Krankenhaus, die Qualität der Pflege sowie die wissenschaftliche Dynamik der Ärzte, gemessen in akademischen Veröffentlichungen, fließt in die Bewertung ein.
Die Krebstherapie ist im Katholischen Klinikum Bochum, zu dem das St. Josef-Hospital gehört, ein Schwerpunkt. Auf den interdisziplinären Ansatz wird besonders Wert gelegt. Prof. Reinacher-Schick: „Zusammenarbeit ist sehr wichtig. Im St. Josef-Hospital arbeiten Viszeralchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Gastroenterologen und Radiologen eng zusammen, um für den Patienten die bestmögliche Behandlungsmethode zu finden.“

In der Darmkrebstherapie entwickelt sich die Medizin mit hohem Tempo weiter. „Neben der klassischen und weiterhin wichtigen Strahlentherapie, Chirurgie und Chemotherapie haben neue molekulare Medikamente Einzug gehalten, die die Prognose auch von Patienten mit Metastasen entscheidend verbessern“, betont Prof. Reinacher-Schick. Als Beispiel nennt sie die Präzisionsmedizin bei Tumoren der Verdauungsorgane: „Diese Weiterentwicklung ist nur mit kontrollierten und gut überwachten klinischen Therapiestudien möglich. Auf die klinische Forschung legen wir im St. Josef-Hospital als einem Standort der Ruhr-Universität großen Wert.“


„Die erneute FOCUS-Listung würdigt unser gemeinsames Bestreben, dem Patienten mit Darm- oder Enddarmkrebs in einem interdisziplinären Behandlungskonzept bestmögliche Qualität und Heilungsaussichten zu geben“, kommentiert Prof. Uhl. „Als das erste in Deutschland zertifizierte Darmkrebszentrum, in dem insbesondere die chirurgische Qualität abgefragt wird, können wir auf unsere geprüften exzellenten Ergebnisse stolz sein. Es freut uns, dass dies von den Patienten und Zuweisern wahrgenommen wird.“

Prof. Tobias Schulte neuer Direktor der Orthopädie im St. Josef-Hospital Bochum

Die Wirbelsäulen-Medizin wird zum neuen Schwerpunkt der Universitätsklinik für Orthopädie im St. Josef-Hospital Bochum. Einer der führenden deutschen Mediziner auf diesem Gebiet, Prof. Tobias Schulte (43), ist zum neuen Klinikdirektor berufen worden und hat sein Amt Anfang August angetreten. Er folgt auf Prof. Christoph von Schulze-Pellengahr, der sich beruflich neu orientiert hat. Die offizielle Amtseinführung wird am 9. September im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals stattfinden. Erste Patientenveranstaltungen wird Prof. Schulte bereits am 5. September („Rückenschmerzen: Woher sie kommen und was man dagegen tun kann“) und am

20. September („Wenn die Wirbelsäule aus der Form gerät – Skoliose und Kyphose“) anbieten.

Der neue Klinikdirektor war zuvor Leiter der Sektion Wirbelsäule in der Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie am Universitätsklinikum Münster. International hat sich Prof. Schulte hohe Reputation erworben und arbeitet  in führenden Positionen an der Weiterentwicklung dieses interdisziplinären Faches    mit, z.B. bei der Novellierung einschlägiger Leitlinien. Weltweit ist er ein gefragter Redner auf diesem Sektor. Seine neue Aufgabe ist für ihn aus mehreren Gründen reizvoll:

„Mein Herz hängt schon seit Beginn meiner ärztlichen Tätigkeit an der Wirbelsäule. Die Orthopädische Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum bietet die Möglichkeit, das gesamte Spektrum an Wirbelsäulenerkrankungen und Deformitäten bis hin zu den komplexesten Konstellationen sowohl konservativ als auch operativ auf höchstem Niveau anzubieten.“

Das St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität) gehört zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB). Unfallchirurgie und Endoprothetik bleiben dort weiterhin wichtige Kompetenzzentren und sollen weiter wachsen. Das  Konzept  der Multimodalen Schmerztherapie wird fortgeführt und ausgebaut. Ohnehin geht es in der Orthopädie aus der Sicht des neuen Klinikdirektors nicht nur ums Operieren: „In jedem Einzelfall muss sorgsam geprüft werden, welche Therapie für den einzelnen Patienten mit seinen individuellen Bedürfnissen optimal ist.“

PD Dr. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum: „Die Orthopädie ist eine Kerndisziplin der modernen Medizin.  Die Behandlung von Rückenproblemen spielt dabei eine herausragende Rolle. Mit diesem Schwerpunkt knüpft das St. Josef-Hospital an eine Tradition an, die hier vor vielen Jahren unter Prof. Krämer erfolgreich begründet worden ist.“

Klinik Blankenstein setzt Investitionsprogramm fort
  • 1,4 Millionen Euro für die Modernisierung der Station 3
  • Komfortable Zwei-Bett-Zimmer mit eigenem Bad


6. Juli 2016 Hattingen.
Komplett entkernt und neu gestaltet: Die Klinik Blankenstein hat ihr über mehrere Jahre angelegtes Investitionsprogramm fortgesetzt und nun die Station 3 modernisiert. Die bisherigen Drei-Bett-Zimmer wurden überwiegend zu Zwei-Bett-Zimmern mit jeweils eigener Nasszelle umgebaut. Die Zimmer wurden komplett erneuert, von den Versorgungsleitungen über die Fenster bis zu den Bodenbelägen. Das Stationsteam freut sich über einen neuen Dienstplatz und Funktionszimmer mit viel Stauraum. Insgesamt 1,4 Millionen Euro wurden investiert, um den Patienten nun auch auf dieser Station moderne und komfortable Zimmer bieten zu können.

Genutzt wird die Station bislang für die Innere Medizin. Künftig soll dort die Naturheilkunde einziehen. Die nächsten Modernisierungen sind bereits angelaufen: Station 4 soll bis zum Herbst rundum erneuert sein, danach geht es nahtlos mit der Station 5 weiter. Dann werden alle Stationen des traditionsreichen Hauses auf den neuesten Stand gebracht sein.

Parallel zum laufenden Modernisierungsprogramm entwickelt das KKB die Klinik Blankenstein zum Spezialkrankenhaus weiter. Die Innere Medizin wird aufgegeben, im Gegenzug verlegt das Katholische Klinikum seine Rheumatologie aus dem St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) nach Blankenstein. Verwaltungsdirektor Bernd Milde: „Die Rheumatologie ist eine wachsende Disziplin mit stetig steigenden Patientenzahlen. Schon von daher steht durch den Umzug der Rheumatologie mit 31 Betten ein reizvoller Neuzugang vor der Tür.“

Große Vorteile bietet dabei die Nähe der Rheumatologie zur Naturheilkunde und zur Schmerztherapie. Die gastroenterologische Endoskopie wird in der Klinik Blankenstein unter Leitung von Oberärztin Olga Keilmann auch weiterhin durchgeführt.

14 Mediziner des Katholischen Klinikums Bochum in der neuen FOCUS-Ärzteliste

Breite Anerkennung für hohe Qualität und Patientenorientierung

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat seine führende Position in zahlreichen medizinischen Fachgebieten erneut bestätigt. 14 Ärzte des St. Josef-Hospitals, des St. Elisabeth-Hospitals (jeweils Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) sowie der Universitätskinderklinik sind in den neuen Ärztelisten des Magazins FOCUS gelistet, einige davon sogar mehrfach. Die Listen werden für ganz Deutschland erstellt und basieren auf umfangreichen Befragungen von Ärzten, Patienten und Selbsthilfegruppen. In den Interviews mit Ärzten stand stets die Frage im Vordergrund:

„Von wem würden Sie sich selbst behandeln  lassen?“

In Erweiterung früherer Listen wurden auch Einträge in seriösen Internet-Foren erfasst. Darüber hinaus wird die wissenschaftliche Dynamik untersucht. Dazu fließen Publikationen und Studien in die Bewertung ein. Mit 14 gelisteten Ärzten gehört das Katholische Klinikum Bochum zu den meistgenannten Krankenhausunternehmen in dieser bundesweit stark beachteten Liste. Gewürdigt werden:

Prof. Waldemar Uhl, St. Josef-Hospital  (Bauch-Chirurgie - Verdauungstrakt-Tumoren)
Prof. Anke Reinacher-Schick, St. Josef-Hospital (Verdauungstrakt-Tumoren)
Prof. Stefan Dazert, St. Elisabeth-Hospital (Hals-Nasen-Ohren-Medizin)
Prof. Andreas Mügge, St. Josef-Hospital (Kardiologie,Bluthochdruck)
Prof. Ralf Gold, St. Josef-Hospital (Neurologie, Multiple Sklerose PD)
Dr. Kerstin Hellwig, St. Josef-Hospital (Neurologie Multiple Sklerose)
Prof. Achim Mumme, St. Josef-Hospital (Gefäßchirurgie)
Prof. Uwe Schauer, Universitätskinderklinik (Neurodermitis)
Prof. Eggert Stockfleth, St. Josef-Hospital (Hautkrebs)
Prof. Irenäus Adamietz, St. Josef-Hospital (Strahlentherapie)
Dr. Norbert Teig, St. Elisabeth-Hospital (Neonatologie)
Prof. Juris Meier, St. Josef-Hospital (Diabetologie)
Prof. Michael Nauck, St. Josef-Hospital (Diabetologie)
Dr. Klaus Hoffmann, St. Josef-Hospital (Botox / Filler)

Mit mehr als 4000 Mitarbeitern, 50.000 stationären Fällen und 1400 Betten gehört das Katholische Klinikum Bochum zu den großen Krankenhausverbund- gesellschaften im Ruhrgebiet. PD Dr. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung: „Die neue FOCUS-Liste ist ein toller Erfolg und weiterer Ansporn für unsere ärztlichen und pflegerischen Teams. Mit nachweisbarer medizinischer Qualität wollen wir jedem Patienten individuell helfen. Die hohen Zufriedenheits- und Weiterempfehlungsquoten zeigen uns, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind.“

Katholisches Klinikum Bochum nimmt neues Steril-Labor in der Zentralapotheke in Betrieb

Im Mittelpunkt steht die Versorgung von Krebspatienten

Die Versorgung mit Medikamenten gehört zu den wichtigsten Schaltstellen eines Krankenhauses. Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat in diesen Bereich kräftig investiert und auf dem Gelände des St. Josef-Hospitals (Klinikum der Ruhr-Universität) ein neues Steril-Labor in der Zentralapotheke in Betrieb genommen. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Zytostatika, mit denen vor allem Krebserkrankungen behandelt werden. Im Labor werden diese Substanzen individuell und zielgenau aufbereitet, so wie sie der behandelnde Arzt angefordert hat.
„Krebstherapie ist im Katholischen Klinikum Bochum zu einem Schwerpunkt geworden“, betont der Medizinische Geschäftsführer PD Dr. Christoph Hanefeld. „Insofern ist die Investition in das neue Steril-Labor von strategischer Bedeutung.“ Die sicherheitstechnischen Anforderungen sind hoch. Besonders für die Belüftung und Sterilität müssen strengste Vorgaben eingehalten werden. Schließlich können Zytostatika bei unsachgemäßem Umgang ihrerseits gesundheitsschädlich sein.
Pro Jahr werden 11.000 onkologische Zubereitungen, 3000 Mischinfusionen für die Kinderernährung und 1000 Schmerzpumpen für die Intensivstationen geliefert. Auch externe Kunden sind für das neue Labor des St. Josef-Hospitals willkommen. Dazu können niedergelassene Onkologen ebenso zählen wie Krankenhäuser, die kein eigenes Steril-Labor betreiben.

Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin in Bochum eröffnet
  • Katholisches Klinikum arbeitet eng mit Partnern zusammen
  • Bund stuft die neue Einrichtung als Modellprojekt ein

Viel Zuspruch bekommt das Katholische Klinikum Bochum (KKB) für das neu eröffnete Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin. Die Botschaft heißt WIR (Walk In Ruhr) und bedeutet: Offen für alle! Bewährte Institutionen bieten in komplett renovierten Räumen im St. Elisabeth-Hospital Aufklärung, Diagnose, Therapie und psychosoziale Hilfe zu allen Fragen der Sexuellen Gesundheit und Sexuell Übertragbaren Infektionen (STI) an.

Beteiligt sind: die Interdisziplinäre Immunologische Ambulanz der Universitätshautklinik im St. Josef-Hospital (Universitätsklinikum der Ruhr-Universität), die Aidshilfe Bochum, das Gesundheitsamt Bochum, pro familia, Rosa Strippe und Madonna. Sie arbeiten nicht nur in enger Vernetzung miteinander, sondern auch zu Fach- und Hausärzten. Mit diesem konzeptionellen Ansatz ist das Bochumer Zentrum für Sexuelle Gesundheit einzigartig in Deutschland. Das Bundesgesundheitsministerium sieht es als Modellprojekt und hat eine wissenschaftliche Begleitung zugesagt. Das Land NRW finanzierte die Konzept-Phase. Das Katholische Klinikum Bochum engagierte sich ebenfalls erheblich und baute das frühere Schwesternwohnheim des St. Elisabeth-Hospitals mit einem Investitionsaufwand von rd. 800.000 € um.

Sexuell übertragbare Krankheiten haben deutlich zugenommen, mitunter um bis zu 20 Prozent pro Jahr. Vielfach gibt es große Versorgungslücken und auch Unkenntnis über die Folgen. Wer weiß schon, dass z.B. Chlamydien unfruchtbar machen können? Fortbildung wird in dem neuen Zentrum ebenfalls großgeschrieben: Prof.
Norbert H. Brockmeyer, Mit-Initiator und Ärztlicher Leiter: „Auch viele Mediziner wünschen sich zu diesem Thema qualifizierte Angebote.“

Der Forschungsdirektor der Universitäts-Hautklinik im St. Josef-Hospital hat viel Arbeit in den Aufbau des Zentrums investiert. Unverzichtbar ist die konstruktive Zusammenarbeit mit Arne Kayser, Geschäftsführer der Aidshilfe Bochum. Die Gründe für die breite Unterstützung sind für Prof. Brockmeyer einleuchtend: „Wir alle arbeiten im Walk In Ruhr Hand in Hand“. Health Advisor empfangen Ratsuchende, führen Erstgespräche und leiten sie an die richtige Stelle weiter. Sprach- und Zugangsbarrieren werden abgebaut.

All dies dient dazu, durch Information und Aufklärung das Präventionsverhalten zu stärken, Diagnosen möglichst viele früh zu stellen und schnellstmöglich therapieren zu können. „Offen sind wir auch für Menschenmit dem Wunsch nach Sexualberatung, für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch und vieles mehr. Die Zahl der Ratsuchenden steigt kontinuierlich an“, betont Prof. Brockmeyer.“

Neben dem Einsatz für den Patienten – für alle Beteiligten an erster Stelle – steht die wissenschaftliche Arbeit (Projektkonzeptionen, anonyme Datenerfassung und Auswertung),, die auch dem Patienten letztlich durch verbesserte Aufklärungs- und Therapiestrategien zugute kommt. Das Gesamtkonzept wird ergänzt durch eine breite Medienarbeit. Die Ziele sind klar gesteckt: Menschen früh erreichen, um die sexuelle Gesundheit zu stärken, Therapien auf hohem Niveau anbieten und darüber breit informieren.

Weitere Informationen finden Interessierte in Kürze unter www.wir-ruhr.de

Universitäts-Kinderklinik und niedergelassene Kinderärzte richten gemeinsamen Notdienst ein
  • Neue Ambulanz nimmt am 1. Juni ihren Betrieb auf

  • Arbeitsteilung bietet viele Vorteile für die Patienten

30. Mai 2016 Bochumer Eltern müssen zu Notdienstzeiten künftig nicht mehr die Adresse des Dienst habenden Kinderarztes suchen und längere Anfahrten organisieren. Ab 1. Juni 2016 ist dieser Notdienst in der Ambulanz in der Universitäts-Kinderklinik Bochum zentral eingerichtet. Sie ist mit einem neuen großzügigen Empfangs- und Wartebereich ausgestattet. Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat dafür beträchtlich investiert.

Den Dienst teilen sich 35 niedergelassene Pädiater aus Bochum und Herne. Unterstützt werden sie von Arzthelferinnen, die ausschließlich in der Notfallpraxis Dienst tun. Die Arbeitsteilung und den Vorteil für die Patienten erläutert Eggert Lilienthal, Oberarzt der Kinderklinik-Ambulanz in der Universitäts-Kinderklinik: „Die niedergelassenen Kollegen kümmern sich um schnell beherrschbare Fälle, vor allem fieberhafte Infekte, Magen- und Darmgrippe, Luftwegs- und Hauterkrankungen. Wir Klinikärzte übernehmen bei Notarzt-Einlieferungen und bei stationärem Behandlungsbedarf. So sichern wir gemeinsam eine umfassende Versorgung an einem Ort. Nicht selten stehen wir nebeneinander am Kind.“

Bei bedrohlichen Erkrankungen kann durch kurze Wege sofort klinisch reagiert werden. Prof. Thomas Lücke, (komm.) Direktor der Kinderklinik, sieht deshalb eine wichtige zusätzliche Sicherheit für die betroffenen Kinder und Eltern. Positive Effekte gibt es aus seiner Sicht auch für die Kinderklinik: „Wir entlasten unsere Ambulanz durch die Übernahme vieler Fälle von der KV-Notfall-Ambulanz, vor allem zu Stoßzeiten. Und wir gewinnen mehr Zeit für schwer erkrankte Kinder, die bei uns gut aufgehoben sind.“

„Die Verlegung unseres bisherigen bewährten Systems des Notfalldienstes aus unseren Praxen in die Notfallambulanz der Kinderklinik ist für uns niedergelassene Kinder- und Jugendärzte zunächst sehr ungewohnt und mit einem großen Aufwand verbunden“, betont Dr. Frank Bornemann, Sprecher der niedergelassenen Bochumer Pädiater. „ Aber es ist ein großer Vorteil für die Eltern, eine feste Anlaufstelle für ihre akut erkrankten Kinder zu haben. Die Notfallambulanz ist allerdings nicht die Verlängerung der normalen Praxissprechstunde, sondern nur für wirkliche dringende Fälle gedacht. Hier sind wir auf die Mithilfe der Eltern angewiesen, damit die zum Teil große Zahl der Patienten auch gut versorgt werden kann.“

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) als Kooperationspartner zieht am gleichen Strang. Bezirksstellenleiter Dr. Eckard Kampe: „Wir sehen viele Vorteile in einer zentralen Notfallpraxis: definierte Anlaufstelle für medizinische Fragestellungen außerhalb der Praxiszeiten, enge Absprachemöglichkeiten zwischen Klinik und Ambulanzteams in kritischen Fragestellungen - im Resultat somit ein optimales Versorgungsangebot für unsere jungen Patienten.“ Das Vorreitermodell für die neue Kindernotfallambulanz steht in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Gelände des St. Josef-Hospitals: Im JosefCarrée werden seit 2010 mit der hausärztlichen Notfallpraxis in Zusammenarbeit mit der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des St. Josef- Hospitals ähnlich positive Effekte bei der Behandlung von Erwachsenen erzielt.

Dienstzeiten für die Notfallbehandlung der niedergelassenen Kinderärzte:
Montags, dienstags und donnerstags:              19 – 21 Uhr
Mittwochs und freitags:                            16 – 21 Uhr
Samstags, sonntags, feiertags:                         09 - 21 Uhr

Erster Spatenstich für neues Forschungsinstitut am St. Josef-Hospital
  • Land NRW finanziert das Projekt mit 15 Millionen Euro
  • Meilenstein für das Bochumer Universitätsklinikum

Mit dem Spatenstich fiel am 27. April der Startschuss für einen weiteren Meilenstein des Bochumer Universitätsklinikums. Bis Anfang 2018 entsteht das neue Institutsgebäude für Forschung und Lehre (IFL).

Forscher und Forschergruppen aller Bochumer Universitätskliniken können künftig im IFL auf drei Etagen und knapp 2.500 Quadratmetern rund 100 Arbeits- und Laborplätze nutzen, die nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien entstehen. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) des Landes finanziert den Bau des interdisziplinären Instituts mit 15 Millionen Euro. Das St. Josef-Hospital leistet einen erheblichen Eigenanteil, indem es das spätere Gebäude bewirtschaftet und instand hält. Die St. Elisabeth-Stiftung – als Gesellschafterin des St. Josef-Hospitals – hat das Grundstück bereitgestellt. Auf dem Baufeld direkt neben dem Hörsaalzentrum rollen in Kürze die Bagger.

„Diese Investition in das Bochumer Modell ist für alle ein Gewinn“, sagte Staatssekretär Dr. Thomas Grünewald vom NRW-Wissenschaftsministerium anlässlich des feierlichen Spatenstichs. Dr. Wilhelm Beermann, Aufsichtsratsvorsitzender des Katholischen Klinikums Bochum und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung UK RUB, bekräftigte das: „Wir haben heute den ersten Spatenstich für ein bahnbrechendes Projekt gesetzt. Die Forschung in dem neuen Institut wird durch die Nähe zu den Kliniken sehr praxisnah. Sie nutzt damit den Professoren, den Studenten und am Ende durch den medizinischen Fortschritt vor allem den Patienten.“

Mit dem IFL bekommt die Ruhr-Universität eine sinnvolle Ergänzung zum Zentrum für klinische Forschung (ZKF) auf dem Campus, so Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich. „Das Gebäude wird allen Universitätskliniken und klinischen Forschern der RUB offenstehen und schließt damit eine Lücke in der Bochumer Medizin. Die Investition des Landes ist ein starkes Signal aus Düsseldorf – auch für Bochum als Universitätsstadt.“

Die Bochumer Medizinstudierenden profitieren in ihrer Ausbildung vom IFL, das Forschung und Lehre besonders eng verzahnt. In der Kombination aus universitärer Medizin und klinischem Know-how verfolgt das IFL einen sehr stark patienten- und probandenorientierten Ansatz. „Das Konzept ermöglicht eine optimale Integration von Forschung und Lehre in den ärztlichen Alltag – das ist das, was unsere Studierenden und die Patienten brauchen“, so Prof. Schölmerich.

Neue Intensiv-/IMC-Station im St. Elisabeth-Hospital eröffnet

Bis kurz vor Beginn der Veranstaltung hatten die Handwerker noch emsig gearbeitet, aber am Ende war es geschafft: Im St. Elisabeth-Hospital ist am Montag die neue Intensiv-/Intermediate Care-Station mit acht Betten feierlich und planmäßig eröffnet worden. Mehr als 750.000 Euro wurden für das Projekt aufgewendet. Dass solche Investitionen möglich werden, verdankt das Klinikum seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die jeden Tag hohen professionellen Einsatz leisten, betonte Dr. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB. Er bezog in seinen Dank nicht nur die Pflegekräfte, Ärzte und Handwerker ein, sondern auch die Reinigungs- und Servicekräfte, deren Arbeit er ausdrücklich würdigte.

Seelsorger Bernhard Zielonka segnete die Station ein. „Wir segnen die Dinge, damit sie Segen bringen“, betonte er. Die Station wird nun desinfiziert und hygienetechnisch abgenommen. Anschließend kann sie belegt werden. Im Bereich der alten, 38 Jahre betriebenen Intensivstation werden Untersuchungsräume eingerichtet.

Die Eröffnung fällt zusammen mit dem Ausscheiden von Johanna Stegemeier, die nach fast 46 Berufsjahren als Krankenschwester in den Ruhestand geht. Seit 1978, also vom ersten Tag der nun aufgegebenen ITS, hatte sie dort ununterbrochen gearbeitet. Dr. Hanefeld bedankte sich für diesen großen Einsatz. Pflegedirektor Elmar Hanke überreichte einen Blumenstrauß.

Katholisches Klinikum Bochum baut Kardiologie im St. Josef-Hospital aus
  • Neues Katheterlabor geht in Betrieb
  • Behandlung von Herzrhythmus-Störungen im Mittelpunkt


Bochum, 10. März 2016. Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) baut seine Kardiologie im St. Josef-Hospital (Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum) aus. Dazu wurde ein neues Katheter-Labor in Betrieb genommen und das bereits vorhandene Labor aufgerüstet. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 1 Million €.
Hintergrund ist der Aufbau einer neuen Abteilung Rhythmologie zur Behandlung von Herzrhythmus-Störungen. Sie entstehen dadurch, dass der durchs Herz fließende Strom fehlgeleitet oder irritiert und die Kontraktion des Herzmuskels beeinträchtigt wird. Durch elektrophysiologische Eingriffe („Katheter-Ablationen“) werden die erkrankten Stellen im Herzen gezielt verödet. Die neue Abteilung steht unter Leitung von PD Dr. Alexander Wutzler.
„Für die Rhythmologie braucht man Spezialisten mit jahrelanger Erfahrung. Es gibt nur wenige, die diese Technologie auf höchstem Niveau beherrschen“, betonte Prof. Andreas Mügge, Direktor der Kardiologie im St. Josef-Hospital, mit Blick auf Dr. Wutzler. Wenn ein Herz zu langsam schlägt, war das St. Josef-Hospital in der konventionellen Schrittmacher-Technik schon bisher sehr erfolgreich. Nun kommt durch die Rhythmologie die Behandlung von zu schnell und unregelmäßig schlagenden Herzen hinzu. Diese Technik hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht, vor allem bei Vorhofflimmern.
„Wir erreichen in der Kardiologie des St. Josef-Hospitals mit hohem logistischem Aufwand eine neue Dimension der Therapie“, betonte Dr. Wutzler bei der Einweihung des neuen Labors. Die betroffenen Patienten sind oft schwer krank und haben massive Beschwerden. „Auch deshalb“, so Dr. Wutzler, „ist die Rhythmologie eine große Herausforderung.“
„Wir haben eine neue Perspektive im St. Josef-Hospital eröffnet“, sagte der Medizinische Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, PD Dr. Christoph Hanefeld, der selbst Kardiologe ist. Ein wichtiger Vorteil ergibt sich auch durch die nun weiter verbesserten Ausbildungsmöglichkeiten für junge Ärzte. Hanefeld: „Das steigert die Attraktivität einer Abteilung enorm.“ So ist die Rhythmologie schon nach kurzer Zeit als zertifizierte Qualifizierungsstätte anerkannt worden.

Katholisches Klinikum Bochum baut Blankenstein zum Spezialkrankenhaus aus
  • Konzentration auf Naturheilkunde, Internistische Rheumatologie und Orthopädische Schmerztherapie
  • Hohe Investitionen in Stationsmodernisierung und Energieversorgung                                                                                                   

Hattingen,17. Februar 2016. Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) wird die Klinik Blankenstein zu einem leistungsstarken Spezialkrankenhaus mit den Schwerpunkten Naturheilkunde, Internistische Rheumatologie und Orthopädische Schmerztherapie ausbauen. Die Rheumatologie, bisher unter Leitung von Dr. Klaus Müller im St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität) angesiedelt, wird zum 1. Oktober 2016 nach Blankenstein verlegt.

Rheumatologie ist in der Inneren Medizin ein sehr bedeutendes Krankheitsbild mit hohen Patientenzahlen. Notwendig sind in vielen Fällen eine intensive Schmerzbehandlung sowie eine leistungsstarke physikalische Therapie. Beides ist in der Klinik Blankenstein mit bestens etablierten Abteilungen vorhanden. „Auch vor diesem Hintergrund passt die Ansiedlung der Rheumatologie sehr gut“, betont PD Dr. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum. „Wir setzen in Blankenstein auf strategische Spezialisierung. Dadurch stärken wir die Klinik erheblich.“

Aufgegeben wird in Blankenstein Ende September 2016 die Grundversorgung der Inneren Medizin. Damit trägt das Katholische Klinikum politischen Vorgaben Rechnung, denn es ist erklärtes Ziel der nordrhein-westfälischen Gesundheitspolitik, in diesem Bereich Betten abzubauen.

Zu den Schwerpunkten in Blankenstein zählen seit Jahren die Naturheilkunde (Direktor Prof. Andre-Michael Beer) und die Schmerztherapie (Leitender Arzt Dr. Dirk Neveling) in Verbindung mit der orthopädischen Universitätsklinik im St. Josef-Hospital Bochum. In Westfalen ist Blankenstein das einzige Haus mit einer stationären Naturheilkunde-Versorgung. In NRW sind es zwei und im gesamten Bundesgebiet sieben.

Die Infrastruktur-Investitionen werden in Blankenstein auf hohem Niveau fortgesetzt. Im Rahmen der auf mehrere Jahre ausgelegten Stationsmodernisierungen mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Millionen Euro wird in wenigen Wochen die dritte Station fertiggestellt. Unmittelbar darauf folgt die vierte und 2017 die fünfte. Es entstehen moderne Ein- und Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle und einer hellen, freundlichen Ausstattung. „Die Klinik wird zu einem richtigen Schmuckkästchen“, sagt KKB-Geschäftsführer Franz-Rainer Kellerhoff. Nach Abschluss der Stationsmodernisierungen wird das Haus über 140 Betten verfügen.

Hinzu kommen weitere hohe Investitionen in die Energie-Infrastruktur der Klinik. Die Strom- und Wärmeversorgung wird modernisiert. Dieses Projekt hat ein Investitionsvolumen von insgesamt 1,25 Millionen Euro.

St. Josef-Hospital Bochum eröffnet neue Palliativstation
  • Prof. Reinacher: „Es zählt nicht nur die Hochleistungsmedizin“

 

Bochum, 10. Februar 2016. Es gibt nicht nur die Hochleistungsmedizin. Es zählt nicht nur, was technisch möglich ist.“ Prof. Anke Reinacher-Schick, Leitende Ärztin der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, fand klare Worte im St. Josef-Hospital, wo am Mittwoch die neue Palliativstation eingeweiht wurde. Für schwerstkranke Patienten, deren Krankheit nicht mehr geheilt werden kann, ist eine einfühlsame Betreuung mit psychologischer, physiotherapeutischer, sozialer und seelsorgerischer Begleitung enorm wichtig - gerade im modernen Zeitalter des „immer schneller, höher, weiter“.

Chemo- und Strahlentherapie werden weiterhin ihre Bedeutung in der Krebsbehandlung behalten. Aber auch dann, wenn diese Mittel ausgeschöpft sind, darf ein Patient nicht als „austherapiert“ gelten, sondern hat Anspruch auf eine Begleitung in Würde und Wärme, betonte Prof. Reinacher im Namen ihres gesamten Teams. Es arbeitet eng mit niedergelassenen Onkologen und dem Hospiz St. Hildegard im Rahmen des Palliativnetzes Bochum zusammen. Sieben Betten hat die neue Palliativeinheit. Hinzu kommen 21 neue onkologische Betten. Die gesamte Onkologie einschließlich der Palliativeinheit umfasst damit mehr als 50 Betten.

Das St. Josef-Hospital gehört zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB). „Die Krebstherapie ist ein wichtiges Standbein in unserem universitären Krankenhausverbund geworden“, betonte der Medizinische Geschäftsführer des KKB, Dr. Christoph Hanefeld. „Die neue Palliativstation ist keine Sterbestation“, stellte er klar. „Sie ist vielmehr eine Station für das Leben.“ Sicherlich müssten

Palliativ-Patienten und ihre Angehörigen Trauer, Leid und Tod bewältigen. „Aber es bleiben auch in dieser Phase immer auch schöne und kostbare Dinge im Leben.

Das Palliativ-Team will helfen, dass diese Dinge im Blick behalten werden können – möglichst schmerzfrei und mit größtmöglicher Linderung der Symptome. Das Katholische Klinikum mit seinen fünf Krankenhäusern, so Dr. Hanefeld, ist für alle Menschen da, vom ungeborenen Baby in der Geburtshilfe über die Kinderklinik bis zur Geriatrie. Und eben auch für Menschen, deren Krankheit nicht mehr heilbar ist.

Klinik Blankenstein erhält MRSA-Qualitätssiegel vom Landeszentrum für Gesundheit
  • Landesbehörde würdigt Hygienekonzept zum zweiten Mal nach 2014


Hattingen. Die zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörende Klinik Blankenstein erhält vom Landeszentrum für Gesundheit zum zweiten Mal das Siegel für Qualität und Transparenz (MRSA-Qualitätssiegel). Überreicht wird es am 2. Februar in Münster. Im Jahr 2014 war das Siegel erstmals an die Klinik Blankenstein vergeben worden.

Voraussetzung für die Vergabe sind regelmäßige Hygiene-Schulungen für die Mitarbeiter, eine detaillierte Dokumentation aller multiresistenten Erreger und selbstverständlich auch eine effiziente Untersuchung von Patienten auf multiresistente MRSA-Keime („Screening“) vor der stationären Aufnahme. Auch der hygienisch korrekte Umgang mit einer weiteren Gruppe multiresistenter Erreger, den MRGN (Multiresistente gramnegative Erreger), wurde nun erstmals mit geprüft. Dr. Friederike Lemm, Leiterin der Hygieneabteilung des Katholischen Klinikums Bochum: „MRGN nehmen weltweit von Jahr zu Jahr zu. Diese Keime können uns künftig große Probleme bereiten, wenn wir nicht frühzeitig handeln. Aus diesem Grunde führen wir alle Screening- und Hygienemaßnahmen sehr sorgfältig durch.“

Das Gesundheitsamt des Ennepe-Ruhr-Kreises hat die Daten der Klinik Blankenstein bewertet und bei einer Begehung geprüft, ob die für das Qualitätssiegel geforderten hygienischen Maßnahmen ausnahmslos umgesetzt werden. Für die MRSA-Untersuchung folgte das Katholische Klinikum Bochum bisher den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, das für MRSA bestimmte Risikogruppen definiert. Seit Jahresbeginn 2016 werden nun sämtliche Patienten vor der stationären Aufnahme auf MRSA getestet. Damit geht auch die Klinik Blankenstein über die gesetzlich geforderten Maßnahmen hinaus. „Dadurch erreichen wir eine zusätzliche Sicherheit“, betont Dr. Friederike Lemm. „Ein nicht entdeckter MRSA kann im Krankenhaus zu Infektionen führen. Dieses Risiko möchten wir für unsere Patienten nicht eingehen.“ Patienten, die positiv auf MRSA getestet werden, entfernen den Keim durch antiseptische Salben und Waschungen. Kosten fallen für sie nicht an.

Katholisches Klinikum Bochum testet alle neuen stationären Patienten auf MRSA
  • Hygiene- und Präventionsmaßnahmen werden ausgeweitet
  • „Die Sorgen der Menschen vor Keimen nehmen wir ernst“

Bochum, 28. Dezember 2015. Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) verstärkt seine umfangreichen Hygienemaßnahmen weiter. In allen fünf Krankenhäusern des Verbunds werden sämtliche Patienten, die stationär aufgenommen werden, ab 1. Januar 2016 mit einem Rachen-Nasen-Abstrich präventiv auf den multiresistenten MRSA-Keim überprüft („Screening“). Die Regelung gilt für das St. Josef-Hospital, das St. Elisabeth-Hospital, das St. Maria-Hilf-Krankenhaus, das Marien-Hospital (jeweils Bochum) sowie die Klinik Blankenstein (Hattingen).

Schon bisher waren insgesamt zwei Drittel aller neu aufgenommenen Patienten auf MRSA getestet worden. Dabei folgte das Katholische Klinikum Bochum den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, das für MRSA Risikogruppen definiert. So wird in beiden geriatrischen Häusern des Klinikums ausnahmslos jeder Patient vor der Aufnahme einem Screening unterzogen. Wird dabei MRSA festgestellt, folgen zu seinem Schutz und zur Vermeidung von Ansteckungen sofortige Gegenmaßnahmen. Solange MRSA nachweisbar ist, wird der Patient isoliert. Mit antiseptischen Waschungen rückt das Pflegepersonal dem Keim zu Leibe.

„Hygiene hat höchste Priorität. Das Screening-Konzept nun über alle Abteilungen hinweg auf sämtliche Neuaufnahmen auszuweiten, ist zeitgemäß und dient der Sicherheit der Patienten“, betont der Ärztliche Direktor des St. Josef-Hospitals,

Prof. Ralf Gold. Oberstes Ziel ist es, die Zahl der Infektionen so gering wie möglich zu halten. „Dafür haben wir schon bisher sehr viel getan“, betont Dr. Friederike Lemm, Ärztin und Leiterin der Hygieneabteilung im KKB. „Die Menschen sind beim Thema Keime sensibilisiert. Diese Sorgen nehmen wir ernst und bieten nun zusätzliche Prävention und Sicherheit.“

Viele Menschen tragen den MRSA-Keim in sich. Er ist eigentlich harmlos, kann aber in bestimmten Fällen zu Infektionen führen, die bei Patienten mit Wunden oder einem geschwächten Immunsystem nur schwer behandelbar sind. Auch über Klinikgrenzen hinweg engagiert sich die Abteilung für Krankenhaus-Hygiene im Katholischen Klinikum Bochum für dieses Thema. Sie leitet gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum und der Universitätsklinik Essen die „Modellregion Hygiene Ruhrgebiet“, in der sich 35 Krankenhäuser vernetzen und ihre Hygienemaßnahmen durch gegenseitige Visitationen, Bereitstellung von Daten und Erfahrungsberichten kontinuierlich verbessern.

Laserzentrum wird Forschungslabor

Nicht-invasive Reduktion von Körperfettzellen im Mittelpunkt

Alle Geräte besitzen die Zulassung der US-Aufsichtsbehörden

 
Das Katholische Klinikum Bochum baut sein Laserzentrum im St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität) zu einem Laserforschungslabor der Ästhetischen Medizin aus. Im Mittelpunkt stehen nicht-invasive Verfahren, mit denen der Körper schonend und weitgehend schmerzfrei behandelt werden kann. Eine besondere Rolle spielt dabei die Reduktion von Fettzellen (Adipozyten).

Das Laserzentrum ist Teil der Bochumer Universitätsklinik für Dermatologie. Es wurde 1997 als Zentrum für Lasermedizin des Landes NRW (ZELM) gegründet. Grundlage des Ausbaus ist im Jahr 2015 ein Investitionsvolumen von rund 600.000 Euro für neue Geräte zur Fettbehandlung. Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Arzt im Laserforschungslabor Bochum: „Natürlich sind Sport, Bewegung und gesunde Ernährung für die Erhaltung des optimalen Körpergewichts die wichtigsten Faktoren. Manche Menschen nehmen aber trotzdem nicht ab oder an den falschen Stellen. Ihnen kann mit moderner Technologie geholfen werden.“

Geboten wird eine international führende technische Ausstattung. Alle Geräte werden auch in den USA eingesetzt und besitzen die Zulassung der strengen amerikanischen Aufsichtsbehörden. Auf diesen Sicherheitsaspekt legt das Bochumer Fettforschungslabor großen Wert. Alle medizinisch relevanten Geräte zur Fettreduktion sind an einem Ort verfügbar. Damit hat das Bochumer Zentrum in Europa eine exponierte Stellung. Installation und Probebetrieb sind abgeschlossen, so dass das Forschungszentrum seine Arbeit zum 1. Januar 2016 aufnehmen kann. Zur wissenschaftlichen Begleitung sind Studien geplant, für die Teilnehmer und Doktoranden rekrutiert werden.

Eine völlig neue technologische Entwicklung ist ein Diodenlaser, der Anfang 2016 erstmals in Europa in der Bochumer Universitäts-Hautklinik eingesetzt wird. Dabei wird Laserlicht mit einer Wellenlänge von 1060 nm in das Fettgewebe eingestrahlt und die Fettzelle angegriffen. Wie ein Gürtel werden die Behandlungsköpfe auf den Körper geschnallt, so dass fast jedes Areal erreichbar ist. Die Sitzung dauert nur 25 Minuten. Studien zeigen, dass diese Technologie schneller und neben-wirkungsärmer ist als andere. Ferner werden unterschiedliche nicht-invasive Verfahren zur Verringerung der Fettzellen erforscht.

Es stehen nunmehr die Kältetechnologie, die berührungsfreie Radiofrequenz, der Diodenlaser 1060nm, der Lipolaser 1064/1320/1440 nm und die radiale Stoßwelle zur therapeutisch-wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung. Auch kombinierte Anwendungen sind denkbar, was ebenfalls Teil der Forschung ist.

Bei der Vereisungs-Methode wird eine Fellfalte etwa eine Stunde gezielt eingefroren. Danach zerfallen die Fettzellen durch Membranschäden und auch durch einen körpereigenen Abbaumechanismus (programmierter Zelltod oder Apoptose). Ergebnisse sind nach drei bis sechs Monaten sichtbar.

Neben der Kälte ist auch Wärme ein gutes Mittel, um unerwünschtes Fett zu entfernen. Das in Bochum eingesetzte berührungsfreie Radiofrequenz-Gerät funktioniert ähnlich wie eine Mikrowelle, mit der flächig schmerzfrei behandelt werden kann. Die Erwärmung der betroffenen Körperpartien erfolgt nicht undifferenziert, sondern sehr zielgenau. Die Zellmembran wird durch die Wärme zerstört, wobei ein körpereigener Abräumprozess der Fettzellen ausgelöst wird. Empfehlenswert sind drei bis vier Sitzungen in einem Zeitraum von insgesamt rund drei Monaten.

Wissenschaftliche Anfragen:
K.Hoffmann@klinikum-Bochum.de
0234 509 3460 oder 0172 282 9076

Zentrum für Lasermedizin des Landes NRW (ZELM)

Tel::0234 509 3463 /3460  Laserzentrum@klinikum-Bochum.de

nähere Informationen

www.hautteam.de

Brustschmerz-Ambulanz im St. Elisabeth-Hospital zertifiziert

Die Medizinische Klinik III im St. Elisabeth-Hospital hat ihr diagnostisches Angebot durch eine Brustschmerz-Ambulanz mit klar strukturierten Verfahrensabläufen innerhalb des Katholischen Klinikums signifikant ausgebaut. Die Ambulanz ist nun von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert worden. Nach der Chest Pain Unit im St. Josef-Hospital ist nun auch in der Innenstadt-Klinik des Katholischen Klinikums ein weiterer wichtiger Baustein der Notfallbehandlung zertifiziert worden.

Katholisches Klinikum erhält Umwelt-Zertifikat von der Stadt Bochum
  • Erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Ökoprofit“
  • Energie, Müll und Papier werden erfolgreich eingespart

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) ist von der Stadt Bochum und der Wirtschaftsförderung Bochum GmbH für seine Umweltschutzbemühungen im St. Josef-Hospital ausgezeichnet worden und hat für das Projekt „Ökoprofit“ ein Zertifikat erhalten. Im Mittelpunkt des Programms steht die Einsparung von Energie, Wasser, Papier und Müll.

„Krankenhäuser sind Großverbraucher von Energie und Wasser und sind umweltpolitisch somit besonders gefordert. Diese Herausforderung nehmen wir gern an und freuen uns über die Anerkennung unserer Bemühungen durch das Zertifikat der Stadt“, betont Thomas Drathen, der in der Geschäftsführung des KKB für das Projekt Ökoprofit verantwortlich ist.

„ÖKOPROFIT unterstützt Unternehmen ökonomisch und ökologisch. Ein effizienterer Ressourceneinsatz führt zu einer deutlichen Kosteneinsparung, stärkt das Umweltbewusstsein im Unternehmen und leistet einen Beitrag, die Umweltziele der Stadt zu erreichen. Interessenten, die bei dem Projekt mitmachen möchten, können sich gern an uns wenden“, so Projektleiterin Dr. Maria Renners von der Wirtschaftsförderung Bochum GmbH.

Seit Beginn der Teilnahme am Projekt „Ökoprofit“ vor einem Jahr hat das Katholische Klinikum Bochum die Abfallmenge um 9,4 Tonnen reduziert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verringerung des Energieverbrauchs. Durch die Einsparung von CO2 wird die Umwelt entlastet. So hat das Katholische Klinikum neue Kälteanlagen installiert, mit denen der Energieeinsatz, zum Beispiel in den OP-Sälen, deutlich effizienter und sparsamer gesteuert werden kann. Der Einbau neuer Heizungspumpen steht kurz bevor. Der Energieverbrauch wurde durch die angestoßenen Projekte um 90.000 kWh reduziert.

Eine weitere bedeutende Maßnahme ist die Verringerung des Einsatzes von Papier. So werden 2,5 Mio Blatt Handtuchpapier an den Waschplätzen und 3 Mio Blatt Druckerpapier bei Arztbriefen und Speiseplänen eingespart. Durch die Umweltschutzprojekte werden gleichzeitig auch die Kosten nennenswert gesenkt. Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz“, betont Thomas Drathen. „Im Gegenteil, sie passen sehr gut zusammen.“ Das Programm soll im Katholischen Klinikum auch künftig fortgesetzt werden.

Neue Hilfe für chronisch kranke Kinder im Ruhrgebiet
  • Bochumer Universitäts-Kinderklinik eröffnet Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
  • Ärztliche, psychologische, heilpädagogische, physio- und ergotherapeutische Betreuung unter einem Dach[

Bochum. Rund 16 Prozent aller Kinder in Deutschland leiden unter einer chronischen Krankheit. Ihre Familien sind sehr großem Druck ausgesetzt, zumal solche Erkrankungen häufig mit Behinderungen verbunden sind. Die medizinische und therapeutische Versorgung ist in vielen Fällen sehr komplex. Vor diesem Hintergrund weitet die zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörende Universitäts-Kinderklinik Bochum ihr Angebot deutlich aus und eröffnet zum 1. Dezember 2015 ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ). 500 Kinder pro Quartal können dort behandelt werden.

Die Kinder erhalten– je nach medizinischer Diagnose - neben der fachärztlichen Behandlung auch eine psychologische, heilpädagogische, ergo- und physiothera-peutische Betreuung. „Es entsteht ein neues universitäres Ambulanz-Zentrum mit interdisziplinärer und interprofessioneller Versorgung. Dies ist für uns ein bedeutender Schritt nach vorn“, betont Prof. Thomas Lücke, der als kommissarischer Direktor der Bochumer Kinderklinik gleichzeitig Leiter des neuen SPZ wird. Auf die gute Kooperation mit den niedergelassenen Kinderärzten und Frühförderstellen legt er weiterhin großen Wert.

Im Mittelpunkt der Behandlungen stehen komplexe und chronische Krankheiten wie Nerven- und Muskelerkrankungen, Gedeih- und Entwicklungsstörungen, angeborene Krankheiten und Epilepsie. An der Finanzierung des Gebäudes war die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet durch engagierte Spendenaktionen maßgeblich beteiligt.

Bislang gibt es im Ruhrgebiet erst ein universitäres Sozialpädiatrisches Zentrum, so dass nun auch die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Sozialpädiatrie verbessert werden kann. Angestrebt wird sie in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Hochschule für Gesundheit (hsg). Neben der rein medizinischen Behandlung wird die bewegungstherapeutische und psychologische Betreuung einbezogen.

Das neue SPZ ist auch für das Katholische Klinikum Bochum eine wichtige Weichenstellung. PD Dr. Christoph Hanefeld, Sprecher der Geschäftsführung: „Der Ausbau des ärztlichen und therapeutischen Angebots zeigt einmal mehr, wie sehr uns die Kinder- und Jugendmedizin am Herzen liegt.“

Schon bisher betreibt die Bochumer Universitäts-Kinderklinik mehrere Spezialambulanzen (Diabetes und Rheuma, Lungenerkrankungen und Allergien, Immunerkrankungen, Psychosomatik, Nerven- und Muskelerkrankungen, Magen- und Darmerkrankungen, Manualtherapie, Hormonstörungen, Verbrennungsmedizin) mit mehr als 13.000 Patienten pro Jahr und bietet mit dem „Bunten Kreis“ eine sozialmedizinische Nachsorgeeinrichtung an.

St. Josef-Hospital Bochum unter den besten Krankenhäusern in Deutschland
  • Zahlreiche Spitzenplätze in der neuen FOCUS-Klinikliste

Bochum, 24 November 2015. Das zum Katholischen Klinikum Bochum gehörende St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) hat seinen Platz unter den besten Krankenhäusern Deutschlands bestätigt. Auch für einzelne ärztliche Fachrichtungen wurden Ranglisten erstellt. Spitzenplätze belegt das St. Josef-Hospital vor allem in den Bereichen Neurologie, Diabetes, Darmkrebs und Kardiologie. Dies ergab die Klinikliste 2016 des Magazins FOCUS, die heute veröffentlicht wurde.

In die Bewertung flossen Patientenzufriedenheit und medizinische Reputation, Hygiene- und Pflegestandards, die Zahl der zur Verfügung stehenden Ärzte und Pflegekräfte sowie die Zahl der Behandlungen ein. Unter den rund 2000 Kliniken in Deutschland belegt das St. Josef-Hospital Platz 30, in Nordrhein-Westfalen Platz sieben und im Ruhrgebiet Platz zwei und in Bochum Platz eins. PD Dr. Christoph Hanefeld, Sprecher der Geschäftsführung des Katholischen Klinikums Bochum: „Wir investieren seit Jahren auf hohem Niveau in die Qualität unseres medizinischen Personals. Dabei streben wir eine kontinuierliche Leistungsverbesserung für unsere Patienten an. Diesen Kurs werden wir auch künftig fortsetzen.“

Weit vorn in der FOCUS-Liste rangiert das St. Josef-Hospital vor allem für die Behandlung von Multipler Sklerose (MS), Alzheimer und Parkinson (Prof. Ralf Gold), Diabetes bei Erwachsenen und Kindern (Prof. Juris Meier, Eggert Lilienthal), Darmkrebs (Prof. Anke Reinacher-Schick, Prof. Waldemar Uhl) und

Herzkrankheiten (Prof. Andreas Mügge). Mit 4000 Mitarbeitern und 1400 Betten in fünf Häusern gehört das Katholische Klinikum Bochum zu den großen Krankenhaus-Verbundunternehmen im Ruhrgebiet.

Meilenstein in der Huntington-Forschung
  • Internationale Studie mit Antisense-Präparaten gestartet
  • St. Josef-Hospital Bochum ist eines der wenigen Zentren weltweit

Bochum. Huntington gehört zu den schwierigsten Krankheiten in der Neurologie und darüber hinaus. Derzeit gibt es keine Behandlung zur Vermeidung, Verlangsamung oder gar Heilung. Auslöser ist ein toxisch mutiertes Protein (Huntingtin), das Nervenzellen langsam beschädigt und tötet. Dabei wird ein fortschreitender und letztlich tödlicher Rückgang der mentalen und körperlichen Fähigkeiten des Menschen verursacht. Weltweit gibt es nur wenige Zentren, die die Erforschung dieser verheerenden Krankheit auf hohem wissenschaftlichem Niveau vorantreiben. Die Neurologie im St. Josef-Hospital (Direktor Prof. Ralf Gold) mit dem Huntington-Zentrum NRW unter klinischer Leitung von Prof. Carsten Saft gehört dazu. Dieser Schwerpunkt im St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität) wurde vor rund 20 Jahren von Prof. Horst Przuntek begründet.

„Wir erleben im Moment eine unglaubliche Aufbruchstimmung in der Huntington-Forschung“, betont Prof. Saft. Gestartet wurde nun eine Studie, in der Menschen sogenannte Antisense-Präparate verabreicht werden - weltweit die erste klinische Studie dieser Art. Sie gilt als Meilenstein. Zuvor hatte es dafür nur Tierversuche gegeben. Die Präparate sollen das zerstörerische Gen inaktiv machen oder stumm schalten. Die Phase I/IIa-Studie dient zunächst dazu, Aussagen über Verträglichkeit und Nebenwirkungen zu treffen, noch nicht jedoch über die Wirksamkeit. Neben Bochum sind Institute in London, Cambridge, Manchester, Vancouver und Ulm an der Studie beteiligt. Sie ist auf rund ein Jahr angelegt und wird insgesamt 36 Patienten mit sehr frühen Symptomen der Huntington-Krankheit rekrutieren.

Familien, die von der Huntington-Krankheit heimgesucht werden, haben jahrzehntelang auf diesen Meilenstein gewartet. Das Medikament wird über eine Punktion in der Lendenwirbelsäule in das Nervenwasser injiziert, um besser ins Gehirn zu gelangen. Der Verfeinerungsprozess und die präklinische Testphase hatten mehr als zehn Jahre gedauert, bevor nun mit der Humanstudie begonnen wird.

Huntington ist eine tödliche, genetische und neurologische Erkrankung. Sie entwickelt sich meist im Erwachsenenalter und verursacht Bewegungen, die der Erkrankte nicht mehr kontrollieren kann. Auch psychiatrische Symptome und Demenz treten häufig auf. In Deutschland leiden etwa 10.000 Menschen darunter, rund 25.000 gelten als gefährdet. Die Patienten sterben in der Regel innerhalb von 20 Jahren nach Beginn der Symptome. Die Ursache der Krankheit liegt in einer genetischen Mutation. Kinder eines Trägers dieser Mutation haben ein 50%iges Risiko, die Krankheit zu erben.

Schlaganfall: Immer ein Notfall Aufklärungskampagne am Infobus mit Experten der drei Bochumer Universitätskliniken

Schlaganfallaktion

Er ist derzeit auf Deutschlandtour im Rahmen der bundesweiten Aufklärungskampagne „Herzzenssache Schlaganfall“. Am Infobus informierten Experten der drei Bochumer Universitätskliniken Bergmannsheil, St. Josef Hospital und Knappschaftskrankenhaus von 10 bis 16 Uhr die Bochumer über typische Anzeichen eines Schlaganfalls und über die Maßnahmen, die im Akutfall einzuleiten sind. Denn eine schnelle, qualifizierte Versorgung rettet Leben und begrenzt körperliche Folgeschäden. Typische Symptome eines Schlaganfalls sind Gesichtslähmungen bzw. ein hängender Mundwinkel, Lähmungserscheinungen in den Armen oder plötzlich auftretende Sprachstörungen. Eine hilfreiche Gedankenstütze ist die Abkürzung FAST (englisches Wort für schnell): Wenn im Gesicht (Face), an den Armen (Arms) oder beim Sprechen (Speech) die genannten Lähmungen oder Störungen auftreten, läuft die Zeit (Time). Wichtigster Tipp der Spezialisten ist dann: Nicht zögern und sofort den Rettungsdienst unter der Nummer 112 alarmieren!


Risikofaktoren erkennen – Schlaganfall vorbeugen

Die Besucher konnten lernen, dass die Schlaganfallzahlen im Ruhrgebiet höher liegen als im bundesweiten Durchschnitt. Dafür aber ist die Versorgungssituation in Bochum und der Region hervorragend, nicht zuletzt dank der engen Zusammenarbeit der neurologischen Kliniken untereinander und der vielen Schlaganfall-Spezialstationen (sogenannte Stroke Units), wie die Experten einmütig berichteten. Darüber hinaus boten sie viele weitere nützliche Informationen beispielsweise zu Risikofaktoren für die Entwicklung eines Schlaganfalls und Möglichkeiten der Vorsorge an. Daneben gab es kostenlose Blutdruckmessungen, denn der Blutdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung eines Schlaganfalls. Außerdem standen Fahrzeuge des Rettungsdienstes der Stadt Bochum zur Besichtigung bereit. Der rote Schlaganfall-Infobus wurde von der Firma Boehringer Ingelheim als Praxisraum zur Verfügung gestellt, Kooperationspartner der Aufklärungstour sind die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH) sowie die Deutsche Schlaganfall Gesellschaft (DSG). Um möglichst viele Menschen direkt zu erreichen, tourt der Schlaganfall-Infobus auch dieses Jahr wieder durch ganz Deutschland.

Hintergrundinformationen zum Thema Schlaganfall

Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung und jederzeit. Viele Menschen unterschätzen immer noch die Gefahr: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Mit der gezielten Aufklärungstour sollen möglichst viele Menschen über die Risikofaktoren für einen Schlaganfall, wie z. B. den erhöhten Blutdruck oder die Volkserkrankung Vorhofflimmern sowie die oft dramatischen Folgen informiert werden. Ziel ist es, die Bürger zu aktivieren im Notfall sofort zu handeln und den Notruf 112 zu wählen. Jedes Jahr erleiden etwa 250.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Etwa 20 bis 25 Prozent der Patienten versterben und ein Drittel der überlebenden Patienten bleibt permanent auf fremde Hilfe angewiesen. Die Vorbeugung des Schlaganfalls spielt daher die entscheidende Rolle. Ähnlich wie beim akuten Herzinfarkt sind die Risikofaktoren für den Schlaganfall bestens bekannt: Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung, übermäßiger Alkoholgenuss und falsche Ernährung. Ein häufiger Risikofaktor ist auch die Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern: Betroffene haben ein fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko, oftmals ohne davon zu wissen.

Die Schlaganfall-Prävention hat Vorrang

Ist ein Schlaganfall erst einmal eingetreten, so bedingen die Folgen oft lebenslang andauernde Einschränkungen der Betroffenen. Deshalb gilt der Prävention ein besonderes Augenmerk. Bei Menschen mit Bluthochdruck lässt sich das Schlaganfallrisiko beispielsweise durch eine medikamentöse Behandlung der erhöhten Werte um bis zu 40 Prozent senken. Regelmäßige Bewegung vermindert das Schlaganfallrisiko um 30 Prozent. Bei der Ernährung spielt der Salzkonsum eine wichtige Rolle. Zusätzliches Salzen des Essens erhöht den Blutdruck und führt so zu einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle. Eine salzarme Kost, die darüber hinaus noch möglichst fettarm sein sollte, kann das Schlaganfallrisiko um 20 Prozent senken.

Schlaganfall-Behandlung heute und morgen


Den Kern der akuten Versorgung von Schlaganfallpatienten bilden nach wie vor die sogenannten „Stroke-Units“. In diesen fast ausschließlich von Neurologischen Kliniken betriebenen Spezialstationen erfolgt umgehend die diagnostische Zuordnung (Durchblutungsstörung oder Hirnblutung) und eine Überwachung der wichtigsten Körperfunktionen wie Herzrhythmus, Blutdruck, Körpertemperatur, Blutzuckerspiegel und Flüssigkeitshaushalt. Deutschlandweit existieren mittlerweile mehr als 240 solcher Spezial-Einrichtungen, drei alleine auf dem Bochumer Stadtgebiet. Bei einem Teil der Schlaganfallpatienten besteht die Möglichkeit, das ursächliche Blutgerinnsel aus dem Gehirn zu entfernen. Neben dem Standardverfahren, der intravenös verabreichten medikamentösen Thrombolyse innerhalb der ersten 4,5 Stunden nach Symptombeginn, beginnt sich in jüngster Vergangenheit eine weitere Therapieoption zu etablieren: die Mechanische Thrombektomie. Interventionell tätige Neuroradiologen versuchen dabei mit einem speziellen Katheter das Blutgerinnsel mechanisch aus dem Gehirn zu entfernen. Voraussetzung ist jedoch zunächst der Nachweis eines frischen Gefäßverschlusses in einer der großen hirnversorgenden Arterien. Insgesamt kommt diese Methode zwar nur bei etwa 4 bis 5% aller Schlaganfallpatienten in Frage, ist dann aber für diese Klientel oftmals die einzige sinnvolle Behandlungsform. Dies haben neue Studien aus diesem Jahr eindrucksvoll belegt. Mit zwei Interventionszentren für das genannte Verfahren nimmt Bochum im Ruhrgebiet eine Vorreiterstellung ein und ist damit ein wesentlicher Pfeiler der regionalen Versorgungsstruktur „Neurovaskulären Netzwerk Ruhr“. Bei Verdacht auf einen akuten Schlaganfall ist es von vordringlicher Bedeutung für die Patienten, über den Notruf 112 so rasch wie möglich den Rettungsdienst zu verständigen. So kann ohne Verzögerung die Zuweisung zu einer der Spezialstationen zur Behandlung von Schlaganfällen erfolgen. Informationen zur Versorgungssituation im Ruhrgebiet finden Sie auf der Homepage www.ruhrgebiet-gegen-den-schlaganfall.de, Informationen rund um die Aufklärungstour unter www.vorhofflimmern.de und Informationen zum Verbund der Uni-Klinika unter www.uk-rub.de.  

Ansprechpartner und Pressekontakte:

St. Josef-Hospital Bochum - Universitätsklinikum
Prof. Dr. Ralf Gold, Direktor der Klinik für NeurologieProf. Dr. Odo Köster, Direktor des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin
PD Dr. Christos Krogias, Leiter der Stroke
Unitelefon: 0234 509-2410
Dr. Jürgen Frech, Bereichsleitung Unternehmenskommunikation
Telefon: 0234 509-6104

Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
Prof. Dr. Uwe Schlegel, Direktor der Neurologischen Klinik
Prof. Dr. Werner Weber, Direktor des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin
Prof. Dr. Jens Eyding, Leiter der Stroke Unit
Bianca Braunschweig, Pressesprecherin
Telefon: 0234 299-84033

Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum
Prof. Dr. Martin Tegenthoff, Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik'
Dr. Martin Kitzrow, Leiter der Stroke Unit
Telefon: 0234 302-3231
Robin Jopp, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Telefon: 0234 302-6125

PD Dr. Christoph Hanefeld, Direktor der Medizinischen Klinik am St. Elisabeth-Hospital und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Stadt Bochum
Telefon: 0234 509-8251
Dr. Dirk Hagebölling, Rettungsdienst/Feuerwehr Stadt Bochum
Telefon: 0234 9254-501
Birgit Härtle, Senior Project Manager, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Telefon: 06132 77-5011 
María Isabel Rodríguez Fernández, Produktkommuniakation Cardiovascular, Boehringer Ingelheim GmbH
Telefon: 06132 77-14

 

Alles Wichtige über die Bauchspeicheldrüse
  • Magen-Darm-Tag am 8. November im St. Josef-Hospital
  • Telefon-Sprechstunde am 5. November

Bochum, 22. Oktober 2015. Mitten im Körper und doch kaum beachtet: Die Bauchspeicheldrüse gehört für gesunde Menschen zu den Organen, die wenig Aufmerksamkeit bekommen. Wenn sie jedoch erkrankt, wird es oft hochkompliziert. Starke Schmerzen, Verdauungsstörungen und Stoffwechselbeschwerden können die Folge sein. Oft droht Lebensgefahr. Allein an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken in Deutschland jedes Jahr 16.000 Menschen.

Vor diesem Hintergrund bietet das Pankreaszentrum im St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität) im Rahmen einer bundesweiten Initiative der Gastro-Liga hochwertige, prominent besetzte Informations-Veranstaltungen an: Einen Aktionstag und eine Telefonsprechstunde. Der Magen-Darm-Tag 2015 am 8. November im St. Josef-Hospital steht unter dem Titel: „Die Bauchspeicheldrüse – das Organ im Mittelpunkt.“ Er findet statt:

Sonntag, 8. November 2015, 8.45 bis 13 Uhr im Hörsaalzentrum

Vertreten sind mehrere Klinikdirektoren, Leitende Ärzte, Ernährungsexperten sowie der Arbeitskreis der Pankreatektomierten (Programm s.u.). Ziel des Arzt-Patienten-Seminars ist es, die normale Funktion der Bauchspeicheldrüse und moderne Behandlungskonzepte zu erläutern. Im Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital werden Patienten interdisziplinär behandelt. Internisten, Chirurgen, Onkologen und Gastroenterologen bringen ihre Kompetenz gemeinsam ein, um jeden Patienten individuell behandeln zu können. Dies ist für die richtige Diagnose und Therapie entscheidend.

Im mehrfach zertifizierten Pankreaszentrum Bochum – einem der größten in Europa - werden jährlich 1000 Patienten mit den unterschiedlichsten Erkrankungen interdisziplinär behandelt und mehr als 300 von ihnen operiert. Nach dem komplexen chirurgischen Eingriff unter Leitung von Prof. Waldemar Uhl, Direktor der Klinik für Viszeralchirurgie, müssen die Patienten gemeinsam mit dem Hausarzt kompetent weiterbetreut werden. Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten, eine sehr aktive Selbsthilfegruppe, steht den Patienten und Angehörigen mit Rat und Tat zur Verfügung.

Bereits vor dem Aktionstag bietet das Pankreaszentrum eine Telefonaktion:

Donnerstag, 5. November 2015, 18 bis 20 Uhr – Tel. 0234 509- 6299

Interessierte Patienten und Angehörige können zwei Stunden lang ihre Fragen stellen. Am Telefon stehen bereit: Prof. Anke Reinacher-Schick (Onkologie), Prof. Juris Meier (Gastroenterologie und Diabetologie), Prof. Waldemar Uhl und Priv. Doz. Dr. Orlin Belyaev (Chirurgie).

Chirurgie im St. Josef-Hospital Bochum als Hernien-Kompetenzzentrum ausgezeichnet

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität) ist unter Leitung ihres Direktors Prof. Waldemar Uhl erneut für ihre qualitativ hochwertige Medizin ausgezeichnet worden. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) ist sie nun als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie anerkannt. Hernien sind Brüche in der Bauchdecke. Dazu gehören u.a. Leistenbrüche, Nabel -und Narbenbrüche sowie Brüche von künstlichen Darmausgängen und im Zwerchfell. Mit mehr als 350.000 Operationen ist dies die Gruppe mit den häufigsten Operationen in Deutschland.

Das Zertifikat bestätigt die hohe Qualität der Operationen. „Unsere Patienten werden auf höchstem wissenschaftlichem Standard behandelt. Dies schließt Nachuntersuchungen über zehn Jahre ein“, betont Dr. Kirsten Meurer, Geschäftsführende Oberärztin und Sektionsleitung Hernie/Minimal-Invasive Chirurgie. Ihre Abteilung nimmt seit Jahren an der Qualitätssicherungsstudie der Deutschen Herniengesellschaft teil und erhielt bereits 2013 das Qualitätssiegel. Die Zertifizierung als Kompetenzzentrum geht darüber nun noch hinaus. Untersucht wurden die Strukturen der chirurgischen Klinik, Operationen und Qualitätszahlen. Dazu gehören u.a. auch Schmerz-Management und die postoperative Mobilisation durch die Pflegekräfte.

Informationskampagne Herzenssache Schlaganfall

Schlaganfall-Infobus in Bochum

Der Halt des roten London-Busses auf seiner Deutschlandtour bei uns in Bochum hat bereits Tradition erlangt. 

Am Mittwoch, 28. Oktober 2015, in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr ist es wieder soweit. Experten der drei Bochumer Universitätskliniken informieren auf dem Platz am Kuhhirten (Bongardstraße) u.a. über die Anzeichen und das richtige Handeln bei einem akuten Schlaganfall. Angesprochen sind alle Bürger, da die unverzügliche sachgerechte Versorgung der Betroffenen über das Ausmaß bleibender Behinderungen entscheidet. Es ist ein Wettlauf gegen die Uhr – denn Zeit ist Hirn. Je schneller Helfer reagieren und der Patient dadurch einem spezialisierten Zentrum zugeleitet werden kann, desto geringer ist der resultierende Schaden des Gehirns. Daher nicht zögern und sofort beim Auftreten von Symptomen eines Schlaganfalls den Rettungsdienst unter der Nummer 112 alarmieren!

Einladung zum Pressegespräch

Zum Auftakt der Veranstaltung findet um 10.00 Uhr ein Pressegespräch vor Ort statt. Hierbei stehen die Spezialisten der drei neurologischen Universitätskliniken am Bergmannsheil, am Knappschaftskrankenhaus und am St. Josef-Hospital für Fragen und Fotoaufnahmen zur Verfügung.

Schlaganfall ist immer ein Notfall


Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung und jederzeit. Viele Menschen unterschätzen immer noch die Gefahr: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Mit der gezielten Aufklärungstour sollen möglichst viele Menschen über die Risikofaktoren für einen Schlaganfall, wie z. B. den erhöhten Blutdruck oder die Volkserkrankung Vorhofflimmern sowie die oft dramatischen Folgen informiert werden. Ziel ist es, die Bürger zu aktivieren im Notfall sofort zu handeln und den Notruf 112 zu wählen. Jedes Jahr erleiden etwa 250.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Etwa 20 bis 25 Prozent der Patienten versterben und ein Drittel der überlebenden Patienten bleibt permanent auf fremde Hilfe angewiesen. Die Vorbeugung des Schlaganfalls spielt daher die entscheidende Rolle. Ähnlich wie beim akuten Herzinfarkt sind die Risikofaktoren für den Schlaganfall bestens bekannt: Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung, übermäßiger Alkoholgenuss und falsche Ernährung. Ein häufiger Risikofaktor ist auch die Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern: Betroffene haben ein fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko, oftmals ohne davon zu wissen.

Aufklärung im roten Schlaganfall-Infobus

Die Informationstour zum Thema Schlaganfall formiert sich um den von der Firma Boehringer Ingelheim als Praxisraum zur Verfügung gestellten roten Schlaganfall-Infobus. In Bochum macht er Station auf dem Platz am Kuhhirten (Bongardstraße). Neu ist in diesem Jahr die Beteiligung der interventionell tätigen Neuroradiologen, die in ausgewählten Fällen in der Lage sind, mit kleinsten Kathetern Blutgerinnsel direkt aus dem Gehirn zu entfernen. Im Anschluss bieten die Klinikärzte zusammen mit Mitarbeitern des Rettungsdienstes Auskunft und Aufklärungsgespräche rund um das Thema Schlaganfall an. Neben Informationsständen stehen den Interessierten die Experten auch für Einzelgespräche zur Verfügung. Einer der wichtigsten Risikofaktoren, der Blutdruck, wird kostenlos gemessen. Zudem können Fahrzeuge des Rettungsdienstes der Stadt Bochum besichtigt werden.

Die Schlaganfall-Prävention hat Vorrang


Ist ein Schlaganfall erst einmal eingetreten, so bedingen die Folgen oft lebenslang andauernde Einschränkungen der Betroffenen. Deshalb gilt der Prävention ein besonderes Augenmerk. Bei Menschen mit Bluthochdruck lässt sich das Schlaganfallrisiko beispielsweise durch eine medikamentöse Behandlung der erhöhten Werte um bis zu 40 Prozent senken. Regelmäßige Bewegung vermindert das Schlaganfallrisiko um 30 Prozent. Bei der Ernährung spielt der Salzkonsum eine wichtige Rolle. Zusätzliches Salzen des Essens erhöht den Blutdruck und führt so zu einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle. Eine salzarme Kost, die darüber hinaus noch möglichst fettarm sein sollte, kann das Schlaganfallrisiko um 20 Prozent senken.

Schlaganfall-Behandlung heute und morgen


Den Kern der akuten Versorgung von Schlaganfallpatienten bilden nach wie vor die sogenannten „Stroke-Units“. In diesen fast ausschließlich von Neurologischen Kliniken betriebenen Spezialstationen erfolgt umgehend die diagnostische Zuordnung (Durchblutungsstörung oder Hirnblutung) und eine Überwachung der wichtigsten Körperfunktionen wie Herzrhythmus, Blutdruck, Körpertemperatur, Blutzuckerspiegel und Flüssigkeitshaushalt. Deutschlandweit existieren mittlerweile mehr als 240 solcher Spezial-Einrichtungen, drei alleine auf dem Bochumer Stadtgebiet. Bei einem Teil der Schlaganfallpatienten besteht die Möglichkeit, das ursächliche Blutgerinnsel aus dem Gehirn zu entfernen. Neben dem Standardverfahren, der intravenös verabreichten medikamentösen Thrombolyse innerhalb der ersten 4,5 Stunden nach Symptombeginn, beginnt sich in jüngster Vergangenheit eine weitere Therapieoption zu etablieren: die Mechanische Thrombektomie. Interventionell tätige Neuroradiologen versuchen dabei mit einem speziellen Katheter das Blutgerinnsel mechanisch aus dem Gehirn zu entfernen. Voraussetzung ist jedoch zunächst der Nachweis eines frischen Gefäßverschlusses in einer der großen hirnversorgenden Arterien. Insgesamt kommt diese Methode zwar nur bei etwa 4 bis 5% aller Schlaganfallpatienten in Frage, ist dann aber für diese Klientel oftmals die einzige sinnvolle Behandlungsform. Dies haben neue Studien aus diesem Jahr eindrucksvoll belegt. Mit zwei Interventionszentren für das genannte Verfahren nimmt Bochum im Ruhrgebiet eine Vorreiterstellung ein und ist damit ein wesentlicher Pfeiler der regionalen Versorgungsstruktur „Neurovaskulären Netzwerk Ruhr“.

Bei Verdacht auf einen akuten Schlaganfall ist es von vordringlicher Bedeutung für die Patienten, über den Notruf 112 so rasch wie möglich den Rettungsdienst zu verständigen. So kann ohne Verzögerung die Zuweisung zu einer der Spezialstationen zur Behandlung von Schlaganfällen erfolgen. Informationen zur Versorgungssituation im Ruhrgebiet finden Sie auf der Homepage www.ruhrgebiet-gegen-den-schlaganfall.de, Informationen rund um die Aufklärungstour unter www.vorhofflimmern.de und Informationen zum Verbund der Uni-Klinika unter www.uk-rub.de.  

FOCUS-Liste Multiple Sklerose

St. Josef-Hospital Bochum bleibt führend in der Therapie von Multipler Sklerose

  • Prof. Ralf Gold und PD Dr. Kerstin Hellwig in der FOCUS-Liste 2015 als Top-Mediziner der Neurologie ausgezeichnet


Das St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität) bleibt überregional führend in der Therapie von Multipler Sklerose. Prof. Ralf Gold, Direktor der Klinik für Neurologie, und Oberärztin PD. Dr. Kerstin Hellwig sind in der FOCUS-Ärzteliste „Gehirn“ erneut unter den Besten platziert. Ausschlaggebend dafür sind Empfehlungen von Ärzten derselben Fachrichtung, Empfehlungen von Patienten sowie die Präsenz in wichtigen Publikationen und Studien.

Prof. Gold gilt seit Jahren als international führender Experte für die Multiple Sklerose. Er wird in der FOCUS-Liste für innovative Therapieverfahren und Komplextherapie gewürdigt. Bei Dr. Hellwig wird als zusätzliche Spezialisierung ihre Kompetenz bei Multipler Sklerose und Kinderwunsch gewürdigt. Informationsveranstaltungen für Patienten und Angehörige werden im St. Josef-Hospital regelmäßig angeboten.

Kindergärten erhalten Sonnenschutz-Zertifikat
  • Dermatologen setzen sich für Hautkrebs-Prävention ein


Zwölf Kitas aus Bochum und Witten haben sich in diesem Jahr ins Zeug gelegt und Vorsorge getroffen, dass die Kinder ohne Sonnenbrand durch den Sommer kommen. Kinder sind durch UV-Strahlung besonders gefährdet. Ihre Haut ist dünn und hat nur einen geringen natürlichen Eigenschutz. Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht deutlich das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Daher ist es wichtig, schon früh einen verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne zu erlernen. Dieses Anliegen verfolgt die Aktion „SunPass“ der Krebsgesellschaft NRW in Kooperation mit der IKK classic. Ärzte aus der Dermatologie des St. Josef-Hospitals (Direktor Prof. Eggert Stockfleth) gingen in zwölf Kindergärten in Bochum und Witten und schulten dort Eltern, Erzieherinnen und insgesamt 734 Kinder.

In einer Feierstunde im St. Josef-Hospital überreichten nun die Initiatoren die „Sonnenschutz-Zertifikate“ an die beteiligten Kitas. Seit dem Projektstart im April haben sie den Sonnenschutz zielstrebig umgesetzt – mit Spaß und großem Engagement. „Festgehalten sind alle wichtigen Punkte in einer Sonnenschutzvereinbarung, die konsequent umgesetzt wird, um die Kinder vor UV-Strahlen zu schützen. Kitas, die alle Punkte der Vereinbarungen erfüllen, erhalten die Auszeichnung „Sonnenschutzkindergarten“, berichtet Prof. Stockfleth. Er ist Vorsitzender der Europäischen Hautkrebsstiftung ESCF (European Skin Cancer Foundation), die das Konzept „SunPass“ entwickelt hat und seit 2009 mit Partnern in ganz Europa durchführt.

„Es ist essentiell und von nachhaltiger Wirkung, den Umgang mit der Sonne so früh wie möglich zum Thema zu machen“, ergänzt Prof. Stockfleth: „Kindergärten sind dafür geeignet. Jedes fünfte Kindergartenkind hatte schon einen Sonnenbrand. Viele Eltern unterschätzen offenbar die Gefahr der Sonne.“ In einer ESCF-Umfrage gaben nur 14 Prozent der Eltern an, ihren Kindern Mützen zum Spielen im Freien mitzugeben. Nur jedes fünfte Elternteil achtet darauf, dass ihr Kind Kleidung trägt, die es vor der Sonne schützt.

Um das Bewusstsein zu schärfen, wollen die „Sun Pass“-Initiatoren die Kitas nicht nur informieren, sondern den aktiven Austausch mit den Eltern anregen. „Das große Interesse und die Lust, die Vorgaben auch kreativ umzusetzen, haben uns begeistert“, berichtet Petra Klimmek Regionalgeschäftsführerin der IKK classic aus Bochum: „Die Kinder haben Sonnenecken gestaltet, Bilder gemalt und gebastelt.“ Auch Dr. Margret Schrader, Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft NRW, lobt das Engagement der Kitas.

Hautkrebs in Deutschland
Die Anzahl der Menschen, die in Deutschland an Hautkrebs erkranken, steigt nach Angaben der ESCF jährlich um sieben bis zehn Prozent und liegt derzeit bei mehr als 250.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Dabei wird bei rund 29.500 Menschen „Schwarzer Hautkrebs“ (Malignes Melanom) diagnostiziert. Der größte Risikofaktor für Hautkrebs ist die unsichtbare Sonnenstrahlung. Mit jedem Sonnenbrand steigt die Gefahr, später an Hautkrebs zu erkranken.

Wenn das Herz plötzlich rast
  • St. Josef-Hospital baut Abteilung für Rhythmologie auf
  • Renommierter Kardiologe wechselt von der Berliner Charité nach Bochum
  • Klinikum investiert in ein zweites Katheter-Labor

Bochum. Herzkrankheiten nehmen stark zu. Die Gründe liegen neben einer oft ungesunden Ernährung vor allem in der gestiegenen Lebenserwartung, denn viele kardiologische Erkrankungen treffen vor allem ältere Menschen. Eine besondere Bedeutung haben Rhythmusstörungen, von denen das Vorhofflimmern die bekannteste und häufigste ist. Sie entstehen dadurch, dass der durchs Herz fließende Strom fehlgeleitet oder irritiert und die Kontraktion des Herzmuskels beeinträchtigt wird. Das Flimmern führt häufig zu Gerinnseln, die dann einen Schlaganfall verursachen können. Fast jeder vierte Schlaganfall ist auf solche Gerinnsel im Herzen zurückzuführen. Unter Herzrhythmusstörungen leidet in der Gruppe der über 65-Jährigen jeder zehnte Mensch. 

Um das Herz wieder gleichmäßig schlagen zu lassen, kommen zum Teil Medikamente in Betracht, oft aber auch elektrophysiologische Eingriffe ("Katheterablationen"). Für diese Therapie baut die Kardiologie des zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörenden St. Josef-Hospitals(Klinikum der Ruhr-Universität) unter Leitung von Direktor Prof. Andreas Mügge eine Abteilung für Rhythmologie auf. Leitender Arzt der neuen Abteilung wird PD Dr. Alexander Wutzler, ein international bekannter Elektrophysiologe, der von der Berliner Charite zum 1. Oktober 2015 nach Bochum gewechselt ist. Ferner entsteht im St. Josef-Hospital ein zweites Herzkatheter-Labor. Es geht im Januar 2016 in Betrieb.

Prof. Mügge: „Für die Kardiologie im St. Josef-Hospital ist diese Entwicklung ein großer Schritt nach vorn. Wir bieten nun im St. Josef-Hospital für alle Herzerkrankungen ein komplettes Behandlungsangebot. Nicht zuletzt werden dadurch auch die Perspektiven für die Forschung und die Weiterbildungsbedingungen junger Ärzte weiter verbessert.“

PD Dr. Christoph Hanefeld, selbst Kardiologe und Sprecher der Geschäftsführung des Katholischen Klinikums: „Für die Behandlung von Herzkrankheiten wird die Elektrophysiologie immer wichtiger. Diese Erfahrung machen wir regelmäßig in unserer ärztlichen Therapiepraxis.“ Die neue Abteilung im St. Josef-Hospital hat deshalb eine strategische Bedeutung auch für das gesamte Unternehmen.

Die Elektrophysiologie bzw. Rhythmologie ist ein hochspezialisiertes Fach, das in den letzten zehn Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen und seitdem vielen Patienten geholfen hat. Dr. Wutzler (41) hat dort seit 2008 seinen Schwerpunkt. In der Kardiologie der Charité war er zuletzt stellv. Forschungsbeauftragter und Lehrbeauftragter. Bereits kurzfristig strebt er im St. Josef-Hospital die Zertifizierung als Zentrum für die Zusatzweiterbildung „Spezielle Rhythmologie“ an. In der Schweiz geboren und in Bonn aufgewachsen, studierte er in Berlin und New York. An der Charité habilitierte er sich zum Thema „Katheterablation komplexer Arrhythmien“. Forschungsaufenthalte absolvierte Dr. Wutzler an der Utah State University und der University of Minneapolis.

„Eine rhythmologische Abteilung an einem Universitätsklinikum neu aufzubauen, ist eine große Herausforderung. Ich glaube, dass wir im St Josef Hospital beste Voraussetzungen dafür haben. Neben der klinischen Tätigkeit wird ein wissenschaftlicher Schwerpunkt in der Erforschung der neurologischen und psychischen Auswirkungen von Herzrhythmusstörungen liegen“, sagt der Neu-Bochumer. Dabei geht es u.a. um die Frage, inwieweit Vorhofflimmern Demenz und Depressionen auslösen kann. Mit Prof. Georg Juckel, dem Leiter der

Psychiatrischen Universitätsklinik, hat Dr. Wutzler hierfür einen langjährigen Partner in Bochum, mit dem er bereits mehrere Forschungsprojekte abschließen konnte.

St. Josef-Hospital gehört in der Krebs-Therapie zu den führenden Krankenhäusern

Das St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität) gehört in der Krebs-Therapie zu den führenden Kliniken in Deutschland. Gleich vier Mediziner sind in der aktuellen Ärzteliste des Magazins FOCUS verzeichnet. Basis dieser bundesweiten Erhebung sind Empfehlungen von anderen Ärzten und von Patienten, die Präsenz in Publikationen und Studien sowie die Häufigkeit, mit der ein bestimmter Eingriff bzw. eine bestimmte Therapie durchgeführt wird.                                                                                         

Prof. Anke Reinacher-Schick, Leitende Ärztin der Hämatologie und Onkologie, zählt in der FOCUS-Kategorie „Tumoren des Verdauungstrakts“ genauso zu den Besten wie Prof. Waldemar Uhl, Direktor der Klinik für Viszeralchirurgie. Für die Darmkrebs-Behandlung sind, über die Person hinaus, zusätzlich auch die beiden von Prof. Reinacher-Schick und Prof. Uhl geführten Abteilungen in der Liste der führenden Häuser in Deutschland genannt.

Im Bereich Hautkrebs ist Prof. Eggert Stockfleth, Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie in der Top-Liste geführt, in der Strahlentherapie der Klinikdirektor dieser Abteilung im St. Josef-Hospital, Prof. Irenäus Adamietz. Das St. Josef-Hospital gehört zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB). PD Dr. Christoph Hanefeld, Sprecher der Geschäftsführung: „Den Herausforderungen der Krebstherapie haben wir uns frühzeitig gestellt, sowohl für die operative Seite als auch für die Onkologie und Strahlentherapie. Diesen Weg werden wir künftig konsequent fortsetzen.“

Offener -MS-Infoabend im St. Josef-Hospital

Eine Infoveranstaltung mit kompetenten Referenten zum Schwerpunkt Multiple Sklerose (MS) bietet die Neurologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum (Direktor: Prof. Dr. Ralf Gold) am Donnerstag (17. September 2015, 18.30 bis ca. 21 Uhr) im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals (Gudrunstr./Stadionring) an.

Zentrale Themen sind MS und die Blasenfunktion, MS und Bewegung (Schwerpunkt Bobath-Prinzip), Informationen zu klinischen Studien sowie neue Diagnose- und Therapie-Erkenntnisse. Referenten sind der Fachreferent Ingo Krause, der Fachkrankenpfleger Arthur Münster sowie die Oberärztin Dr. Gisa Ellrichmann und die MS-Fachpflegekraft Gabi Kouth aus der Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital. Nach den gut verständlichen und bildunterstützten Vorträgen können die Besucher bei Getränken und einem kleinen Imbiss Fragen stellen und sich mit den Fachleuten, Erkrankten und Angehörigen austauschen. Dr. Ellrichmann: „Mit diesem Infoabend wollen wir erreichen, dass MS-Patienten ihre Erkrankung besser verstehen, ihre private und berufliche Unabhängigkeit möglichst lange erhalten und zusätzliche Begleitsymptome nach Möglichkeit lindern.“ Angesprochen sind MS-Patienten, Angehörige und Freunde sowie alle Interessierten.

Der Eintritt ist frei. Um telefonische Anmeldung wird gebeten (0234 / 509-2024)

Chirurg im Gespräch mit Bochumer Schülern

Das Katholische Klinikum Bochum setzt seine schon seit Jahren bestehenden Schulkooperationen fort. Am „Markt der Möglichkeiten“, auf dem im Bochumer Lessing-Gymnasium Schüler der Jahrgangsstufe 9 mit Gesprächspartnern aus verschiedenen Berufen zusammengeführt wurden, nahm Dr. Torsten Herzog, Oberarzt der Viszeralchirurgie des St. Josef-Hospitals, teil. Er informierte Schülerinnen und Schüler zwei Stunden lang über den täglichen Ablauf, über Ausbildungsmöglichkeiten- und Erfordernisse sowie über Zukunftsperspektiven im Arztberuf. Frühzeitig Kontakt mit Praktikern zu bekommen, ist für Schüler ein wichtiges Mittel zur Berufserkundung. Dutzende von Schülern nutzten diese Möglichkeit. Darüber hinaus wird im laufenden Schuljahr erneut einer Schülerin der Jahrgangsstufe 11 die Gelegenheit gegeben, ihre Facharbeit über ein medizinisches Thema zu schreiben. Konkrete Gespräche dazu laufen bereits.

Prof. Juris Meier und Prof. Michael Nauck unter den führenden Diabetologen in Deutschland
  • Top-Platzierungen in der neuen FOCUS-Ärzteliste

Die Diabetologie im St. Josef-Hospital Bochum gehört zu den führenden in Deutschland. Mit Prof. Juris Meier und Prof. Michael Nauck haben gleich zwei Mediziner des Hauses eine Top-Platzierung in der neuen FOCUS-Ärzteliste erreicht. Unter den 47 bundesweit gelisteten Ärzten sind nur vier aus dem Ruhrgebiet.

Entscheidend für die Bewertung sind Empfehlungen anderer Ärzte der gleichen Fachrichtung, von Patienten und Selbsthilfegruppen. Gemessen wird auch, an wie vielen Publikationen und Studien die jeweiligen Ärzte beteiligt sind. Prof. Meier und Prof. Nauck werden sowohl für ihre Leistungen bei der Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus (Typ1 und Typ2 einschließlich Folgekrankheiten) als auch für ihre wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Zu den Schwerpunkten von Juris Meier gehören der diabetische Fuß und der Diabetes bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Bei Michael Nauck ist es die differenzierte Unterscheidung und Behandlung verschiedener Erscheinungsformen des Diabetes, u.a. mit neuen Medikamenten, an deren Entwicklung die beiden Fachleute beteiligt sind.

Cosmedica-Kongress am 02. und 03.10. in Bochum

Die Schönheitsmedizin hat von ihrer Aktualität nichts verloren. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen interessieren sich dafür. Am 2. und 3. Oktober findet im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals in Bochum zum zwölften Mal der Cosmedica-Kongress statt. Führende Experten der Ästhetischen Medizin referieren über ihr Fachgebiet. Eine große Chance, sich kompakt über neue Trends und wissenschaftliche Ergebnisse zu informieren.

Tätowieren bleibt hoch im Kurs

Die Zahl der Tätowierten wird sich in zehn Jahren verdoppelt haben, betont Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Arzt der Ästhetisch-Operativen Medizin im St. Josef-Hospital, in einem Interview auf WDR 2 (http://www.wdr2.de/service/tattoo-entfernen-108.html).  Schon heute tragen rd. 7 Mio Deutsche ein Tattoo. Hoffmann geht davon aus, dass der Anteil der Tätowierten in Deutschland in zehn Jahren – so wie in den USA - 30 Prozent betragen wird.

Stiftungs-Professur für Phlebologie kommt nach Bochum
  • Forschung erfolgt schwerpunktmäßig im St. Josef-Hospital
  • Zentrale Anlaufstelle zur Koordinierung wissenschaftlicher Projekte für Deutschland und Europa

Bochum. Erkrankungen des Venensystems sind weit verbreitet, von der Forschung in diesem Bereich kann man das allerdings nicht behaupten. Seit 2004 gibt es in Deutschland keinen Lehrstuhl für Phlebologie mehr. Mit einer Stiftungsprofessur in Forschung und Lehre wird dies jetzt geändert. 

Phlebologie ist eine ärztliche Zusatzbezeichnung, die Fachärzte für Allgemeinmedizin, Chirurgie, Dermatologie und Innere Medizin erwerben können. Die wesentliche Anwendung der phlebologischen Diagnostik und Therapie erfolgt aktuell in ambulanten Praxen oder spezialisierten, meist nicht-universitären Kliniken. Diese verfügen zwar über eine weitreichende Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen wie Varikosen, Thrombosen und Störungen des Lymphapparates, doch bleiben Aktivitäten in Wissenschaft und Lehre vielfach aus. Die Zahl und Qualität an großen phlebologischen und lymphologischen Studien und Publikationen ist entsprechend gering.

Mit der Einrichtung der Stiftungsprofessur stärkt die Ruhr-Universität Bochum die Phlebologie als wissenschaftliches Fach. Dazu gehört eine breite und fundierte Aus- und Weiterbildung im Medizinstudium. Außerdem werden wissenschaftliche Studien zur phlebologischen Diagnostik und zur Wirksamkeit der Therapiekonzepte durchgeführt. Die Stiftungsprofessur ist zudem ein zentralerAnsprechpartner zur Initiierung großer Projekte sowie zur Koordinierung wissenschaftlicher Aktivitäten im Bereich der Phlebologie für Deutschland und Europa. 

Die Professur gehört zum Fachbereich Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Die Forschung erfolgt schwerpunktmäßig in der dermatologischen Klinik des zum Katholischen Klinikum Bochum gehörenden St. Josef-Hospitals in enger Kooperation mit der Klinik für Gefäßchirurgie im gleichen Hause. Die Stellenbesetzung ist im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung im üblichen Berufungsverfahren geplant und soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt realisiert werden. Gestiftet wird die Professur von der Bauerfeind AG, einem Hersteller medizinischer Hilfsmittel.

Hohes Lob für Dr. Klaus Hoffmann

Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Arzt der Ästhetisch-operativen Medizin und kosmetischen Dermatologie im St. Josef-Hospital, ist von hoher Stelle ausgezeichnet worden. Seine Präsentation über den Picosekunden-Laser zur Behandlung von Tattoos auf der Jahrestagung der American Society for Laser Medicine & Surgery (ASLMS) im April in Florida wurde von der Laservereinigung als eine der zehn besten bewertet. Der Kongress gilt in seinem Bereich als weltweit führend. Das Laserzentrum im St. Josef-Hospital Bochum (Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum) ist vor wenigen Wochen erweitert worden. Auf 250 Quadratmetern werden modernste Geräte für ästhetisch-medizinische Anwendungen eingesetzt. Eine besondere Rolle kommt dem ultraschnellen Picosekundenlaser zur schonenden Entfernung von Tattoofarben zu.

Großer Andrang beim Bochumer Hörtag

Schwerhörigkeit muss niemand hinnehmen. In vielen Fällen, oft auch bei völliger Ertaubung, gibt es Möglichkeiten, die Funktionsfähigkeit der Ohren wieder zu verbessern. Vor diesem Hintergrund stieß der Bochumer Hörtag des Katholischen Klinikums auf großes Interesse. Motto: „Offen für Neues – besser hören!“ Rund 120 Besucher kamen, um sich über moderne Behandlungs-, Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen zu informieren und Wege aus der Schwerhörigkeit zu finden. Das war noch deutlich mehr als in den Vorjahren. „Wir sind mit dieser Resonanz außerordentlich zufrieden“, betonte Prof. Stefan Dazert, Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten im St. Elisabeth-Hospital Bochum. „Sie zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Seine Klinik gehört in NRW zu den wichtigsten Zentren bei sogenannten Cochlea-Implantaten. In diesen Tagen wurde das 1000. Gerät dieser Art eingesetzt. Zahlreiche weitere Themen wurden angesprochen. Dazu zählte die Frage, welche und wie viele Hörstörungen in den unterschiedlichen Lebensphasen auftreten, wann Hörgeräte sinnvoll sind und wie man Hören auch trainieren kann. 

Katholisches Klinikum Bochum gründet Zentrum für Altersmedizin und geriatrische Rehabilitation

Bochum. Zum 1. April 2015 sind die beiden geriatrischen Kliniken des Katholischen Klinikums Bochum zum Zentrum für Altersmedizin und geriatrische Rehabilitation zusammengefasst worden. Dabei wird es bis Ende 2016 zwei Standorte geben – das Marien-Hospital Wattenscheid sowie das St. Maria-Hilf-Krankenhaus in Bochum-Gerthe. Ende 2016 soll dann durch einen Erweiterungsbau die Konzentration an einem Standort am Marien-Hospital Wattenscheid erfolgen.

Leiter des Zentrums ist standortübergreifend seit Anfang April Prof. Dr. med. Ludger Pientka, der bis 2014 als Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation am Marienhospital Herne und als Lehrstuhlinhaber an der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum tätig war. Prof. Pientka studierte zunächst Sozialwissenschaften, Philosophie und Psychologie und anschließend in Bochum und Essen Medizin. Während eines einjährigen USA-Aufenthaltes entdeckte der gebürtige Bochumer, der sich ursprünglich der Nephrologie (Nierenlehre) verschrieben hatte, seine Leidenschaft für die Altersmedizin. „In den USA habe ich gesehen, wie Forschung und Patientenbehandlung zum Wohle des Patienten praxisnah Hand in Hand gehen können. Zum damaligen Zeitpunkt gab es kaum Forschungsbemühungen in Deutschland, so dass hier ein weites Betätigungsfeld vorlag“, erklärte der Mediziner, der an der Universität Witten-Herdecke habilitiert hat. „Hinzu kommt das Ganzheitliche der Altersmedizin. Man schaut nicht nur auf ein einzelnes Organ, sondern muss in die Behandlung die Biographie und das soziale Umfeld des Patienten einbeziehen.“

In Wattenscheid findet Prof. Pientka, der bereits seit mehr als acht Jahren die Geriatrie am St. Maria-Hilf-Krankenhaus leitet, nach eigener Aussage ideale Bedingungen vor: „Es ist jetzt schon ein vorzüglicher Standort, der durch den weiteren Ausbau und die Zusammenlegung mit der geriatrischen Klinik in Gerthe das weit und breit größte Zentrum für Akut-Geriatrie und Rehabilitation sowie eine Vorzeigeeinrichtung für ältere Menschen sein wird.“ Zudem werde man auch attraktiver für Ärzte und Pfleger, weil die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten besser seien als an einer kleinen Klinik mit nur wenigen Betten. Unterstützt wird Prof. Pientka dabei am Standort Wattenscheid durch Chefärztin Dr. med. Barbara Zeller und in Gerthe durch Chefarzt Christoph Friedrich.

Wichtig ist Prof. Pientka vor allem die Versorgung älterer Menschen aus einer Hand: „Eine Geriatrie kann nur erfolgreich sein, wenn sie mit allen Partnern wie Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten, anderen Krankenhausabteilungen, Pflegeheimen, Sanitätshäusern, Pflegediensten und anderen zusammenarbeitet.“ Ein solches geriatrisches Netzwerk sei wichtig, um den Bedürfnissen älterer Menschen möglichst umfassend gerecht zu werden. Prof. Pientka: „Man weiß, dass alte Menschen weniger Angst vor dem Tod als vielmehr Angst vor dem Verlust ihrer Selbstständigkeit haben.“ Deshalb müsse es Ziel der geriatrischen Arbeit sein, die Menschen so lange wie möglich in ihrer Selbstständigkeit zu halten – und zwar bei guter Lebensqualität.

Friedrichs besucht RUB-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Zu einem Kooperationstreffen begrüßte am 23. März 2015 Prof. Dr. Thomas Lücke, (komm.) Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Univer-sität Bochum (RUB) und Leiter der Abteilung Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrie des St. Josef-Hospitals, Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit (hsg), im St. Josef-Hospital. Die Universitätskinderklinik gehört zum Katholischen Klinikum Bochum. Bei dem Besuch stellten Prof. Lücke und Prof. Dr. Sylvia Costard, Professorin für Kindersprache im Studienbereich Logopädie der hsg, die Schwerpunkte der Kooperation vor, die die beiden im Herbst 2013 initiiert hatten, und informierten über den Start einer gemeinsamen Studie.
In der neuropädiatrischen Abteilung des St. Josef Hospitals werden Kinder und Jugendliche mit angeborenen und erworbenen Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems betreut. Die Kooperation ermöglicht es, die Bereiche Neuropädiatrie, die sich mit Nervensystemerkrankungen von Kindern und Jugend-lichen beschäftigt, und Logopädie, bei der es um Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung geht, enger miteinander zu verzahnen.
Seit Herbst 2013 werden wöchentlich Kinder, die stationär in der Neuropädiatrie des St. Josef-Hospitals aufgenommen sind, von Lehrenden und Studierenden des hsg-Studiengangs Logopädie sprachdiagnostisch untersucht. Die Studierenden erhalten somit unter Anleitung von hsg-Lehrenden erste Einblicke in den realen Klinikalltag einer pädiatrischen Abteilung. Hier üben die Studierenden, wie das so genannte Anamnesegespräch mit den Eltern, also die Erhebung der Vorgeschichte der jungen Patienten, zu führen ist, wie Krankheiten der Kinder und Jugendlichen diagnostiziert werden und wie Diagnosen und Therapieempfehlungen in Unter-suchungsberichten zu formulieren sind.
Zur Vermittlung des theoretischen Wissens über neuropädiatrische Erkrankungen und Untersuchungsmethoden geben die Kooperationspartner gemeinsam mit Privatdozentin Dr. Sabine Illsinger, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie an der Klinik für Pädiatrische Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen der Medizinischen Hochschule Hannover, in Kürze ein Lehrbuch zu neuropädiatrischen Grundlagen für Logopäden und Logopädinnen sowie Sprachtherapeuten und Sprachtherapeutinnen heraus, an dem mit Prof. Dr. Katrin Neumann, leitende Ärztin der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie der RUB, auch eine weitere Bochumer Wissenschaftlerin beteiligt ist.
Wenn das Einverständnis der Eltern und Kinder vorliegt, werden Bild und Ton aus dem Diagnostikraum live in einen Seminarraum der Klinik übertragen, in dem die Studierenden die Untersuchung beobachten und anschließend reflektieren können. Die Videoaufzeichnung ermöglicht eine sehr differenzierte Auswertung der Dia-gnostik. Die Kinder fühlen sich unbeobachtet und agieren unbefangen, gleichzeitig können die Studierenden ihre praktische diagnostische Tätigkeit gemeinsam mit den Lehrenden reflektieren und werden somit auf ihren Start ins Berufsleben theoriegeleitet und praxisnah vorbereitet.

„Dass Studierende live logopädische Diagnostik unter Supervision erproben und verfolgen ist nicht neu. Neu ist dies aber in Verbindung mit einer neuropädiatrischen Klinik. Um den Spracherwerb und seine Störungen zu verstehen, ist es wichtig, den Bezug von Spracherwerb und Gehirn zu verstehen. Bisher liegen nämlich noch viel zu wenig Forschungserkenntnisse über die Ur-sachen von Sprachentwicklungsstörungen, zum Beispiel aufgrund von Stoff-wechselstörungen oder Reifungsstörungen des Gehirns, vor“, erklärte Sylvia Costard. In gemeinsamen Forschungsprojekten der Kooperationspartner wird unter anderem genau diesen Fragestellungen nachgegangen.
„Die Studierenden sehen hier eine ganze Bandbreite von Kindern mit unterschied-lichen sprachlichen Auffälligkeiten, ganz so, wie dies auch in der logopädischen Praxis der Fall ist“, antwortete Sylvia Costard auf die Frage, warum diese neuropä-diatrischen Störungsbilder für den logopädischen Alltag so wichtig sind. „Außerdem hoffen wir, Studierende für dieses interessante Gebiet der Logopädie zu gewinnen und sie für Forschung in diesem Sektor begeistern zu können“, sagte Thomas Lücke und Sylvia Costard ergänzte: „Von der Zusammenarbeit bei solchen Fragen werden beide Seiten profitieren: die Logopädie und die Neuropädiatrie.“
Thomas Lücke und Sylvia Costard starteten zusammen mit weiteren Kollegen im März 2015 eine Studie, in der Kinder und Jugendliche mit idiopathisch fokaler Epilepsie (IFE), einer der häufigsten Epilepsieformen im Kindes- und Jugendalter, logopädisch und neuropädiatrisch untersucht werden. Ziel der Studie ist es unter anderem, Verläufe von Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern mit IFE zu erfassen und mögliche Zusammenhänge zwischen Sprachentwicklungsstand und Stoffwechselparametern aufzuzeigen.
hsg-Präsidentin Friedrichs zeigte sich vom Fortschritt der Kooperation beeindruckt und sagte den Vorhaben die weitere Unterstützung zu.

 

St. Elisabeth-Hospital setzt 1000. Innenohrprothese bei gehörlosen Patienten ein
  • Cochlea-Implantate sind für taube Menschen eine große Hoffnung
  • Bochum gehört zu den führenden Operationszentren

Bochum. Bei den Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (HNO) hat die Medizin große Fortschritte erzielt. Dazu gehören Implantate, die taube und stark hörgeschädigte Menschen wieder gut hören lassen, so dass sie am sozialen Leben stärker als bisher teilnehmen können. Eine besondere Rolle spielen dabei sogenannte Cochlea-Implantate (CI), benannt nach dem lateinischen Wort für „Innenohr“ (Cochlea = Hörschnecke). Die Hals-Nasen-Ohren-Klinik des zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörenden St. Elisabeth-Hospitals (Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum; Direktor Prof. Stefan Dazert) ist mit ihrem CI-Zentrum Ruhrgebiet an dieser innovativen Entwicklung seit langem führend beteiligt. Mitte der 1990er Jahre erhielt der erste Patient ein Cochlea-Implantat. Seitdem wurde Bochum zu einem der führenden CI-Zentren in Nordrhein-Westfalen ausgebaut und setzt in diesen Tagen das 1000. Implantat ein.

„Die Erfolgsaussichten einer CI-Operation sind sehr gut“, betont Prof. Dazert. „Hier zu helfen und miterleben zu dürfen, wie einstmals taube Menschen wieder hören und ihre Umwelt akustisch wahrnehmen können, ist jedes Mal ein tolles Gefühl.“ Rund 100 Operationen werden pro Jahr unter seiner Leitung durchgeführt. Behandelt werden sowohl Kleinkinder als auch ältere Menschen. Die Altersspanne reicht von acht Monaten bis zum 80. Lebensjahr. Gerade bei kleinen Kindern hat die Bochumer HNO-Klinik mit der zugehörigen Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie viel Erfahrung. Ein Drittel der Patienten wird auf beiden Ohren versorgt, teilweise in einer Operation.

Ein Cochlea-Implantatsystem besteht aus zwei Teilen: Dem Implantat, das während der Operation ins Ohr eingesetzt wird, und dem Prozessor, der vier Wochen nach Verheilung der Wunde außen am Ohr angepasst wird. Durch den Prozessor wird der Schall in den Kopf geleitet und dort vom zuvor eingesetzten Implantat verarbeitet. Der Patient trägt diesen Prozessor wie ein Hörgerät hinter dem Ohr.

Das CI-Zentrum arbeitet in einem interdisziplinären Team aus HNO-Ärzten, Pädaudiologen, Logopäden, Heilpädagogen, Ingenieuren und Akustikern zusammen. Es bietet alle modernen diagnostischen Verfahren an. Mit der Ruhr-Universität Bochum und der Hochschule für Gesundheit (hsg) bestehen vielfältige wissenschaftliche Kontakte.

Unterstützt wird das Zentrum von einem Förderverein. Mit gezielten Veranstaltungen werden immer mehr Menschen über das Thema informiert. Dazu zählt der Bochumer Hörtag, der am Sonntag, 19. April, zum 3. Mal im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals stattfindet.

Katholisches Klinikum Bochum erweitert Laserzentrum
  •  Modernste Geräte für ästhetisch-medizinische Anwendungen
  • Schon heute werden mehr als 30 Kunden pro Tag behandelt

Bochum. Laser sind in vielen Bereichen der modernen Medizin unentbehrlich geworden. Dies gilt in besonderem Maße für Hautbehandlungen. Vor diesem Hintergrund hat das Katholische Klinikum Bochum (KKB) sein Laserzentrum im St. Josef-Hospital erweitert. Auf 250 Quadratmetern werden modernste Geräte für ästhetisch-medizinische Anwendungen eingesetzt.

Die Einrichtung wurde 1998 als Zentrum für Lasermedizin (ZELM) des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Sie steht unter Leitung des erfahrenen Dermatologen Dr. Klaus Hoffmann von der Universitätsklinik für Dermatologie im St. Josef-Hospital. Pro Tag werden mehr als 30 Kunden behandelt. Neu hinzu kommt durch die Erweiterung ein weiterer leistungsstarker Laser, der zum Beispiel bei der Behandlung von Fehlpigmentierung der Haut sowie zur Tattoo-Entfernung eingesetzt wird. Darüber hinaus werden zusätzliche Geräte zur wissenschaftlichen Erprobung installiert.

„Wir verfügen nun über 15 Geräte mit 25 verschiedenen Laserqualitäten“, betont Dr. Hoffmann. Die Bandbreite der Therapien ist groß. So können Narben behandelt werden, die nach Verbrennungen zurückgeblieben sind. Angeboten wird auch die Korrektur von übermäßigem Haarwuchs auf der Haut, der u.a. durch Medikamenten-Nebenwirkungen entstehen kann.

Ein Schwerpunkt sind Tattoo-Entfernungen. In Deutschland sind rd. sieben Millionen Menschen tätowiert. Etwa zehn Prozent von ihnen möchten dieses Tattoo wieder loswerden. Besonders wirksam und schonend sind dafür sogenannte Picosekunden-Laser. Die Tätowierfarben werden dadurch besonders schonend zersetzt. Das Laserzentrum des Katholischen Klinikums Bochum verfügt durch die Erweiterung nun über zwei Picosekunden-Laser.

Gameboy-Hörtest hilft Kindern bei Lernschwierigkeiten
  • Allein im Grundschulter leiden 140.000 Kinder in Deutschland unter versteckten Hörproblemen
  • Neu entwickelter Bochumer Test setzt schon im Alter von vier Jahren an

Bochum. Lernprobleme von Kindern sind nicht immer kognitiv zu erklären. Oft sind auch versteckte Hörprobleme die Ursache für Schulschwierigkeiten, Lese-Rechtschreibschwächen und Aufmerksamkeitsdefizite. Das Ohr funktioniert in diesen Fällen normal, aber das Gehörte wird nicht genau an das Gehirn weitergeleitet oder dort nicht richtig verarbeitet. Etwa sieben Prozent aller Schulkinder (allein im Grundschulbereich rd. 140.000) sind in Deutschland von dieser versteckten Störung betroffen. Ein in Bochum entwickelter Test mit dem Namen BASD (Bochumer Auditiver Sprachdiskriminationstest) untersucht die Hör- und Sprachverarbeitung von Kindern ab vier Jahren in spielender Form. Die Federführung liegt bei Prof. Katrin Neumann, Leiterin der Pädaudiologie und Phoniatrie der Hals-Nasen-Ohren-Klink des St. Elisabeth-Hospitals Bochum (Universitätsklinik der Ruhr-Universität). Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

„Ziel des Tests ist es, die versteckten Hörstörungen bereits sehr früh zu erkennen. Auf dieser Basis kann die Verarbeitungs- und Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder durch spezielle Trainings, eine veränderte Akustik in Schulklassen und Kindergärten oder durch Hörhilfen deutlich verbessert werden“, betont Prof. Neumann. „Die Kinder können dann besser lernen.“

Der Test arbeitet in einem elektronischen Memory-Spiel mit einer Art Gameboy. Er wurde an 451 Kindern entwickelt und ist der erste dieser Art im deutschsprachigen Raum für so junge Kinder. Prof. Neumann und ihr Team erhielten dafür von der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker in Moskau den 1. Preis des „2014 European Phoniatrics Hearing EUHA Award“.

Prof. Katrin Neumann ist Beraterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Unter ihrer Mithilfe wurde in Deutschland der Hörtest (Screening) für Neugeborene als verpflichtendes Standardverfahren eingeführt. Dieser Anspruch auf einen Hörtest ist seit 2009 gesetzlich verankert.


Bewegender Abschied von Prof. Peter Altmeyer

„Es war für das Katholische Klinikum ein Glück, Sie zu haben. Vielen Dank für diese Leistung.“ Mit diesen Worten schloss der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wilhelm Beermann vor 350 Gästen seine Laudatio zur Verabschiedung von Prof. Peter Altmeyer als Geschäftsführer. Es waren bewegende Momente, als Prof. Altmeyer noch einen letzten Rückblick auf seine lange Führungsrolle im Klinikum warf. Nicht nur für das Krankenhaus, sondern auch für ihn persönlich war es eine spannende und prägende Zeit.

Prof. Elmar Weiler, Rektor der Ruhr-Universität, würdigte ihn als „hervorragenden akademischen Lehrer und Forscher: „Das ist eine Lebensleistung, die bleiben wird.“ Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz stellte heraus, welche große wirtschaftliche Bedeutung das Katholische Klinikum inzwischen erreicht hat. „Wir verabschieden mit Ihnen einen leidenschaftlichen Mediziner, einen hervorragenden Wissenschaftler und einen kompetenten Unternehmer. Ihr Wirken in Bochum hat tiefe Spuren hinterlassen“, ergänzte sie.

Auch eine Überraschung gab es am Ende für Prof. Altmeyer noch. Vertreter der äthiopischen Universität Mekelle überreichten ihm die Urkunde zur Verleihung der Ehren-Professorenwürde.

Bundesverdienstkreuz für Prof. Norbert Brockmeyer

Das Bundesverdienstkreuz wird Brockmeyer, Leiter des Zentrums für Sexuelle Gesundheit und Medizin der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum, im Namen des Bundespräsidenten Joachim Gauck von Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr, im Historischen Rathaus der Stadt verliehen.

Bereits mehrfach ausgezeichnet

Damit erreicht das wissenschaftliche wie auch soziale Engagement von Brockmeyer eine erneute Würdigung. In seiner 30jährigen Laufbahn wurde er mehrfach ausgezeichnet: 2013 von der Dermatologischen Gesellschaft – mit der Schaudinn-Hoffmann-Plakette für seine Arbeiten über sexuell übertragbare Erreger –, 2010 durch die Ernennung zum Gastprofessor der Zhe Jiang Universität Hangzhou/China, 2009 mit dem Ehrenring der Stadt Bochum, 2001 mit dem Deutschen AIDS-Preis – für Untersuchungen an den Signalwegen der Zelle – sowie 1999 mit dem Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung für den „7. Deutschen AIDS-Kongress“ in Essen, in den er erstmalig PatientInnen in die Kongressleitung integrierte. Brockmeyer ist u.a. Mitglied des Nationalen AIDS-Beirates der Bundesregierung und der Landeskommission HIV/AIDS der Landesregierung NRW. Er ist außerdem im Rat für Gesundheit und Medizinethik des Bistums Essen und Leiter der Off-Label-Use Expertenkommission des BMG beim BfArM.

Dagmar Mühlenfeld würdigt insbesondere das langjährige ehrenamtliche Engagement Brockmeyers für die Forschung im HIV/AIDS-Bereich sowie für die patientengerechte Versorgung von HIV-Infizierten.

PatientInnen immer im Blick gehabt

Trotz des großen Einsatzes von Norbert Brockmeyer für Forschung und Lehre war und ist die Arbeit für und mit PatientInnen sein Mittelpunkt. Brockmeyer ist davon überzeugt, dass es nur so möglich ist, effizient und patientennah zu forschen, PatientInnen zu versorgen und zu behandeln. Aktuell baut er am Katholischen Klinikum Bochum das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin „Walk In Ruhr (WIR)“ auf. Dieses Zentrum, das fach- und institutionsübergreifend arbeiten wird, ist ein Modellprojekt für die Versorgung von Menschen mit Aufklärungs-, Beratungs- und Versorgungsbedarf zur Sexuellen Gesundheit und Infektionserkrankungen wie HIV/AIDS und Syphilis. Es sollen junge Menschen, insbesondere auch MigrantInnen, deren Versorgung häufig nicht gesichert ist, versorgt werden. Bereits in den 80er Jahren behandelte Brockmeyer in der Justizvollzugsanstalt Essen ehrenamtlich HIV-infizierte Frauen. Das Kompetenznetz HIV/AIDS, dem Brockmeyer vorsitzt, bindet in seine Aktivitäten PatientInnen ganz besonders ein, sie stehen im Mittelpunkt der Forschung und stellen eine tragende Säule des Forschungsverbundes dar.

Wichtig ist Brockmeyer immer, gegen Ausgrenzung  zu arbeiten, z.B. als Mitbegründer der Essener Aidshilfe, durch Substitution von HIV-infizierten Drogennutzern – um eine HIV-Therapie zu ermöglichen – oder durch Kegelabende mit seinen PatientInnen sowie Initiierung von Sport- und Maltherapie.

Dem Kampf gegen HIV/AIDS und andere sexuell übertragbaren Infektionen das Leben gewidmet

Seit nun mehr als 30 Jahren widmet sich der in Oer bei Recklinghausen aufgewachsene und als Elektriker gestartete Mediziner leidenschaftlich der Forschung im Bereich HIV/AIDS und der Versorgung von HIV-Infizierten. Seit 2009 leitet Brockmeyer das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin am St. Josef Hospital, Klinik der Ruhr-Universität Bochum. Auch über sein berufliches Engagement hinaus widmet der Mediziner sich intensiv dem Kampf gegen HIV/AIDS. Er war zehn Jahre lang Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft, initiierte z.B. die ersten Leitlinien der Welt zur Behandlung von HIV diskordanten Paaren mit Kinderwunsch. Seit 2002 engagiert er sich als Vorsitzender und Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS, dessen Aufbau er intensiv vorangetrieben hat. Das Kompetenznetz beforscht – seit einigen Jahren ohne öffentliche Förderung – wesentliche Fragen der Versorgung, Behandlung und Therapie von Menschen mit HIV.

Eine Zusammenarbeit mit Äthiopien, der Universitätsklinik in Mekelle, baut Brockmeyer seit vier Jahren auf. Heute arbeitet er mit Leidenschaft als Präsident für die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG). Diese versteht sich als medizinische Fachgesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kenntnisse über sexuell übertragbare Infektionen (STI), so auch zu HIV/AIDS, zu gewinnen und zu verbreiten.

Mit dem Thema Sexuelle Gesundheit geht eine politische und soziale Dimension einher, für die sich Brockmeyer engagiert und derer er sich häufig gegen den Strom und Zeitgeist annimmt.

Universitäts-Kinderklinik eröffnet neue Station
  • 18 moderne Zimmer für 26 Kinder
  • Katholisches Klinikum setzt Investitionsprogramm fort
  • Zahl der stationär behandelten Kinder auf Rekordniveau
 

Bochum. Mit der Eröffnung einer komplett neuen Station in der Universitäts-Kinderklinik setzt das Katholische Klinikum Bochum (KKB) sein umfangreiches Investitionsprogramm fort. Investiert wurden 875.000 Euro. Die neue moderne Station kann 26 Kinder aufnehmen. Alle 18 hellen, freundlich ausgestatteten Zimmer haben eine eigene Nasszelle und lassen auch die Unterbringung eines Elternteils zu. Darüber hinaus sind mehrere Räume darauf ausgelegt, speziell Kinder mit der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose zu versorgen.

PD Dr. Christoph Hanefeld, Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, sieht das neue Projekt als deutliches Signal: „Wir wollen die medizinische Versorgung für unsere Patienten immer weiter verbessern. Dazu gehört eine moderne Ausstattung mit freundlichem Ambiente. Die Kindermedizin bleibt ein wichtiger Teil unseres Investitionsprogramms.“

Prof. Thomas Lücke, kommissarischer Direktor der Universitäts-Kinderklinik: „Die modernen Zimmer der neuen Station sind für uns ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Modernisierung.“ Bereits zuvor sind wesentliche Investitionen in die Kindermedizin des Katholischen Klinikums geflossen. So wurde ein neues Institut für Kinderradiologie errichtet, in dem die für Kinder oft unvermeidliche Narkose oder medikamentöse Sedierung vor der Kernspin-Aufnahme vermieden wird.

Darüber hinaus wurden neue Monitore in der Neonatologie installiert und das Schlaflabor in der Kinderklinik ausgebaut.

Im vergangenen Jahr hat die Bochumer Kinderklinik knapp 4200 Patienten stationär versorgt – so viele wie noch nie zuvor. Auch die Zahl der ambulant behandelten Patienten bewegt sich mit rund 30.000 (davon 20.000 Notfälle) auf anhaltend hohem Niveau. Das Katholische Klinikum bietet für Kinder in Bochum eine umfassende Versorgung – von der Geburtshilfe über die Neonatologie bis zur Universitäts-Kinderklinik, wo junge Patienten vom Säugling bis zum Erreichen des Erwachsenen-Alters versorgt werden.

Zum ersten Mal hören: Ein besonderes Geschenk

Die Cochlea-Implantatbehandlung in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des St. Elisabeth-Hospitals Bochum ist ein medizinisches Zentrum von überregionaler Bedeutung. Findet auch die BILD Zeitung: Sie brachte einen großen herzzerreißenden Bericht über den kleinen Zavia (1), der bisher taub ist, nun aber über das Implantat ans Hören herangeführt wird. Der Artikel erschien in der Heiligabend-Ausgabe, in der die BILD Zeitung traditionell versucht, ausschließlich positive Themen zu präsentieren. Kein Mord, keine Naturkatastrophe, keine Ehedramen: An diesem Tag zählt nur positive Emotionalität. Und ein kleines Kind, das kurz vor Weihnachten zum ersten Mal etwas hört und seine Umwelt auch auf diesem Weg wahrnimmt, passt in dieses Schema perfekt. Die BILD war punktgenau dabei, als Andreas Engel, Audiologe im St. Elisabeth-Hospital, den elektrischen Reiz ans Ohr von Zavia sendete und der Junge daraufhin zum ersten Mal etwas hörte. Klinik-Direktor Prof. Stefan Dazert und sein Teamhaben in diesem Jahr 100 Implantate eingesetzt, davon 45 bei Kindern.

Dagmar Berghoff und KKB-Ärzte informieren

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist für Dagmar Berghoff seit Jahren ein Thema von besonderer Bedeutung. Aufgrund persönlicher Betroffenheit betreibt die ehemalige Tagesschau-Sprecherin unermüdlich Aufklärungsarbeit und ist immer wieder in Kontakt mit Betroffenen. So auch bei einer von ihr moderierten Informationsveranstaltung in Bochum (6. Dezember) mit zahlreichen leitenden Vertretern des Katholischen Klinikums Bochum. Dazu zählten Prof. Waldemar Uhl (Viszeralchirurgie), Prof. Wolfgang Schmidt (Innere Medizin), Prof. Anke Reinacher-Schick (Onkologie), Prof. Irenäus Adamietz (Strahlentherapie), Dr. Astrid Marek (Psychotherapie) und Renate Holz-Larose (Ernährungsmedizinische Beraterin).

14.000 Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Tückisch ist die Krankheit aus mehreren Gründen. Zum einen ist die Sterblichkeit immer noch hoch, zum anderen wächst der Tumor sehr schnell. Darüber hinaus fehlen bisher wirksame Früherkennungsmethoden. Die Medizin hat auch in diesem Punkt erhebliche Fortschritte erzielt. Prof. Uhl sprach, bezogen auf die Operationstechniken, sogar von „Quantensprüngen“. Dennoch gibt es noch viel zu tun. Um dies plakativ ausdrücken zu können, fragte Dagmar Berghoff alle Ärzte, auf welcher Position eines fiktiven Meterbandes sie ihre eigene medizinische Fachrichtung zurzeit sehen. Alle Antworten lagen zwischen 45 und 60 Zentimetern.

Viel Wissensdurst zum Thema Ohr

„Sinnesorgane“ war das Thema der Profilklasse 6n der Bochumer Goethe-Schule beim Besuch im Hörsaalzentrum des Katholischen Klinikums Bochum. Das Ohr macht sich da gut. Dr. Volker Noack, Oberarzt der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten im St. Elisabeth-Hospital Bochum (Direktor: Prof. Stefan Dazert), informierte die Schüler anschaulich über dieses Sinnesorgan und setzte damit einen neuen Akzent im Rahmen der Schulkooperationen des Katholischen Klinikums. Unter anderem demonstrierte er am Computer, wie Menschen mit unterschiedlichen Hörproblemen einen speziellen Ton wahrnehmen und wie dies vom gesunden Hörvermögen abweicht. Anschließend zeigte er sich begeistert über das Engagement, aber auch über das Wissen der 13-jährigen Schüler. So viel Dynamik im Unterricht war für ihn ein Erlebnis. Allerdings waren die Voraussetzungen auch gut. In einer Profilklasse sind üblicherweise Schüler versammelt, die ein besonderes Interesse an dem jeweiligen Fach zeigen.

Bochumer Kinderklinik stellt Einlaufkinder für Bundesliga-Spiel

Leuchtende Kinderaugen im Stadion des VfL Bochum: Sieben Kinder aus der Diabetes-Ambulanz der Bochumer Universitäts-Kinderklinik gehörten am Freitagabend zu den Jugendlichen, die an der Hand der Profis des VfL und des VfR Aalen zum Spiel der 2. Fußball-Bundesliga auf den Rasen des rewirpower-Stadions einliefen. Für alle war es ein Riesenerlebnis.

Amira, Hilal, Theo, Tobias, Maik, Linus und Christos waren mächtig aufgeregt, als sie vor dem Spiel in der Kabine die vom VfL gestellten blau-weißen Trikots überzogen und die letzten Schritte besprochen wurden. Regel Nr 1: Wir sind mucksmäuschenstill und sagen kein Wort, denn die Spieler müssen sich konzentrieren. Regel Nr. 2: Eine Gruppe lehnt sich mit der Schulter eng an die linke Wand des Gangs, die andere ganz dicht an die rechte Wand. Grund: Es ist im Gang wenig Platz, er ist so schmal, dass es nur dicht gedrängt hinausgeht. Dann wurde gelost: Wer möchte mit dem VfL, wer mit Aalen? Und wer gar mit den Schiedsrichtern? Auch für sie gab es reichlich Interessenten. Am Ende war’s ziemlich egal: Es ging für alle raus auf den grünen Rasen, raus in den Beifall von 11.000 Zuschauern.

Landtagspräsidentin Gödecke besucht das Katholische Klinikum

Die Präsidentin des NRW-Landtags, Carina Gödecke, hat das Katholische Klinikum Bochum besucht. Am bundesweiten „Vorlesetag“ scharte sie in der Universitäts-Kinderklinik mehrere Stunden Kinder um sich und las ihnen Geschichten vor. Dabei bewies sie großes Einfühlungsvermögen, denn durch kindgerechte Sprache fand sie sofort Zugang zu ihrem Publikum. Alle Kinder hörten gespannt zu. Der Vorlesetag soll dazu dienen, die Bedeutung des Lesens durch eine bundesweite Aktion zusätzlich zu unterstreichen.

Chirurgie im Dialog mit Schülern

Wie lange dauert eine Operation? Machen Sie auch Transplantationen? Wie kommen Sie klar, wenn eine Operation mal nicht so klappt wie gewünscht? Hat man als Chirurg auch selbst manchmal Angst? Fragen über Fragen. Voller Wissensdurst und Emotionalität war die Informationsveranstaltung von Dr. Torsten Herzog, Oberarzt der Viszeralchirurgie im St. Josef-Hospital Bochum (Direktor: Prof. Waldemar Uhl) mit Schülern der Jahrgangsstufe 9 des Bochumer Lessing-Gymnasiums. Im Vordergrund stand das Berufsbild des Chirurgen.

Die Schilderung der Arbeitsabläufe und Schwerpunkte stieß bei den Schülern auf riesiges Interesse. „Ich kenne zwar einige Leute, die im Krankenhaus arbeiten, aber darunter ist kein Arzt“, sagte Vanessa (15). „Ich fand prima, dass man so viele persönliche Fragen stellen konnte, die auch sehr persönlich beantwortet wurden.“ Ähnlich äußerte sich Vincent (15): „Es hat viel Spaß gemacht. Praxis im Unterricht: Das war ein ganz neuer, ein ganz anderer Dreh. Ich verstehe nun viel besser, wie es in der Chirurgie eines Krankenhaus läuft.“ Biologie-Lehrer Wolfram Hirschhausen schwärmte von der tollen Stimmung in der Unterrichtsstunde: „Es gab viele emotionale Fragen. Die Chance, sich so intensiv mit einem Praktiker auszutauschen, haben die Schüler gut genutzt.“

Zum Schulunterricht ins Krankenhaus

Naturwissenschafts-Unterricht einmal ganz anders, dachten sich die Bochumer Goethe-Schule und das Katholische Klinikum Bochum (KKB). Vier Klassen der Jahrgangsstufe 7 kamen mit 120 Schülerinnen und Schülern ins Hörsaalzentrum des KKB und hörten einen Vortrag von Dr. Volker Noack, Oberarzt der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten im St. Elisabeth-Hospital Bochum (Direktor: Prof. Stefan Dazert). Thema: Sucht und ihre oft katastrophalen gesundheitlichen Folgen. In erster Linie ging es um Alkohol und das Rauchen.

Im Zigarettenrauch befinden sich rund 4800 gefährliche Inhaltsstoffe. 100 von ihnen können Krebs auslösen oder fördern, berichtete Volker Noack. 90% aller erwachsenen Raucher fingen mit den Zigaretten schon im jugendlichen Alter an. Eine weitere schockierende Zahl: Mehr als 25.000 Jugendliche müssen in Deutschland pro Jahr nach übermäßigem Alkoholkonsum in Krankenhäusern behandelt werden.

Bei Vivian (13) hinterließ der Vortrag nachhaltige Spuren. Ihr Urteil fällt drastisch aus: „Ich weiß nun, dass ich auf keinen Fall rauchen werde.“ Und trinken? „Wenn, dann nur sehr wenig.“ Sara (12) ist moslemischen Glaubens. „Streng genommen dürfen Moslems eigentlich ohnehin nicht rauchen oder Alkohol trinken“, sagt sie. „Unabhängig vom Glauben muss man dabei unbedingt sehr wachsam sein.“

Lobend äußerte sich Diana Bonnemeier, die an der Goethe-Schule verantwortlich für das Gesundheitskonzept ist: „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Dr. Noack hat in jeder Beziehung den richtigen Ton getroffen.“

St. Josef-Hospital investiert in moderne Technik
  • Neuer Kälteerzeuger versorgt Anlagen auf dem gesamten Gelände
  • Aufträge gehen vor allem an Firmen aus dem Ruhrgebiet
St. Josef-Hospital investiert in moderne Technik

Bochum, 20. Oktober 2014. Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) baut seine technischen Anlagen für das St. Josef-Hospital weiter aus. Installiert wurde jetzt ein neuer umwelt­freundlicher Kälte­erzeuger. Er ist Herz­stück eines Verbund­systems, das Kälte überall dort bereit­stellt, wo sie benötigt wird. Dazu zählen u.a. die Operations­räume, die Radiologie, die Lüftungs­anlagen und das Laser­zentrum. Das rund fünf Tonnen schwere Gerät wurde in einer spektakulären Aktion, an der gleich zwei Schwerkrane beteiligt waren, auf das Dach des St. JosefCarrees gehoben.

„Wir wollen weiter wachsen, und dazu brauchen wir moderne Technik. Auch auf diesem Gebiet nutzen wir jede Chance der Effizienz­steigerung“, betont Prof. Dr. Peter Altmeyer, Sprecher der KKB-Geschäfts­führung. Insgesamt hat die Investition ein­schließlich Mess-, Steuer- und Regel­technik, Rohr­installation und Dämmung ein Volumen von rd. 700.000 Euro. Das Programm läuft seit Sommer und wird bis Januar 2015 ab­gearbeitet. Von den Aufträgen profitieren vor allem mittel­ständische Firmen aus dem Ruhrgebiet, sodass heimische Arbeits­plätze gesichert werden.

Der neue Kälte­erzeuger ersetzt zwei ältere Anlagen, die mehr Lärm produziert hatten. Dadurch bringt das neue Gerät auch für die Patienten einen zusätzlichen Service. „In technischer Hinsicht bedeutet die neue Anlage einen weiteren Meilen­stein für das St. Josef-Hospital. Wir machen die Kälte­versorgung zukunfts­sicher für die nächsten 15 Jahre“, betont Bereichs­leiter Ralf Gottowik.

St. Josef-Hospital Bochum unter den besten Kliniken in Deutschland
  • Magazin FOCUS veröffentlicht seine neue Rangliste
  • Daten von mehr als 1000 Krankenhäusern bundesweit ausgewertet
 

Bochum, 22. September 2014. Das St. Josef-Hospital in Bochum gehört zu den besten Krankenhäusern in Deutschland. Dies ist das Ergebnis der neuen Klinik-Rangliste des Magazins FOCUS für das Jahr 2014. Ausgewertet wurden dafür die Daten von 1061 Krankenhäusern bundesweit. Das St. Josef-Hospital, das zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehört, erreichte Platz 27 und damit die beste Platzierung aller Krankenhäuser im Ruhrgebiet. Im NRW-Vergleich liegt das Bochumer Haus auf Platz 5.

Prof. Dr. Peter Altmeyer, Sprecher der KKB-Geschäftsführung: „Das Ergebnis der neuen FOCUS-Liste ist eine erfreuliche Bestätigung für die Strategie in allen fünf Häusern unseres Klinikums. Die ärztliche und pflegerische Leistung liegt auf hohem Niveau. Das ist Tag für Tag unser Anspruch. Diesen Service wollen wir auch künftig halten und noch weiter ausbauen.“

Basis der FOCUS-Befragung waren die Angaben von 15.000 Haus-, Fach- und Chefärzten. Sie gaben Auskunft darüber, welche Krankenhäuser sie empfehlen und welche Erfahrungen ihre Patienten mit der medizinischen und pflegerischen Versorgung in den Kliniken gemacht haben. Ausgewertet wurden darüber hinaus Daten aus den gesetzlich vorgeschrieben strukturierten Qualitätsberichten, in denen die Krankenhäuser Leistungsdaten veröffentlichen und über Versorgungsschwerpunkte, Personalstärke und technische Ausstattung berichten. In die Studie flossen auch Angaben zur Zufriedenheit der Patienten, zu Wartezeiten, zur interdisziplinären Zusammenarbeit und Teilnahme an wissenschaftlichen Studien ein.

St. Josef-Hospital baut Radiologie in Bochum aus
 
  • Neuer Kernspintomograph (MRT) verbessert Diagnostik in Kardiologie und Neurologie weiter
  • Untersuchung von Kindern und Jugendlichen wird Schwerpunktbereich
  • Privatdozent Dr. Christoph Heyer übernimmt Leitung der Radiologie im MVZ
 

Bochum, 18. September 2014. Die bildgebende Diagnostik ist aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Angesichts der großen Nachfrage reicht das Angebot jedoch insbesondere für ambulante Patienten nicht immer aus, so dass längere und oft unzumutbare Wartezeiten entstehen. Um den Engpass zu beseitigen, baut das St. Josef-Hospital in Bochum seine bildgebende radiologische Diagnostik im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) aus.

Zum Einsatz kommt künftig ein neuer hochmoderner Kernspintomograph. Leise, schnell, energieeffizient und mit exzellenter Bildqualität ermöglicht er die Untersuchung sämtlicher Körperregionen. Dies betrifft sowohl die Diagnostik von Gelenken, der Wirbelsäule und des Kopfes als auch Spezialanwendungen. Dazu zählen u.a. Ganzkörper-Aufnahmen, etwa zur Untersuchung von Entzündungen und Tumoren, Spezialuntersuchungen für die Herzfunktion und die sogenannte MR-Spektroskopie des Gehirns, mit der bestimmte Stoffwechselprozesse nachgewiesen werden können.

Eine besondere Stärke des neuen Geräts der Firma Siemens liegt in der Untersuchung von Kindern. Kernspin-Aufnahmen von Kindern stellen immer wieder eine Herausforderung dar. Damit die Bilder genau und verwertbar werden, muss der Patient längere Zeit ruhig liegen, was Kinder oft nicht schaffen. Meistens ist dann eine belastende Narkose oder medikamentöse Sedierung notwendig. Dies betrifft in Deutschland pro Jahr schätzungsweise 40.000 Kinder unter sechs Jahren.

Im neuen „Institut für Kinderradiologie“ des St. Josef-Hospitals werden diese Narkosen in hohem Umfang vermieden. So wird die Dauer der Untersuchung durch die ausgefeilte Software  des Kernspintomographen beträchtlich verkürzt. Die Leitung der Radiologie im MVZ übernimmt Privatdozent Dr. Christoph Heyer. Er besitzt die Facharztqualifikation sowohl für Kinderheilkunde als auch für Diagnostische Radiologie/Kinderradiologie. Die Kleinen werden kindgerecht auf die Untersuchung vorbereitet, wobei Mutter oder Vater während der gesamten Zeit auch in der Röhre an ihrer Seite bleiben dürfen. Das Lieblings-Kuscheltier ist ohnehin dabei.

Prof. Dr. Peter Altmeyer, Sprecher der Geschäftsführung des Katholischen Klinikums Bochum (KKB): „Mit dieser Investition bieten wir für unsere Patienten im Raum Bochum eine zusätzliche moderne Technologie an und erweitern unsere Diagnostik. In der Kinderradiologie ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen dem MVZ und unserer universitären Kinderklinik von besonderer Bedeutung.“ Auch Dr. Heyer freut sich auf seine neue Aufgabe: „Das Bekenntnis des Katholischen Klinikums zur Kinder- und Jugendmedizin ist ein großartiges Signal.“

Im Institut für Kinderradiologie werden  neben der Magnetresonanztomographie auch Röntgen-und CT-Untersuchungen angeboten. Kooperieren wird Dr. Heyer weiterhin intensiv mit niedergelassenen Kinderärzten. Der Bedarf ist groß, denn vielfach gibt es gerade für die kleinen Patienten lange Wartelisten.

Für Prof. Thomas Lücke, Direktor der hochspezialisierten Universitäts-Kinderklinik des Katholischen Klinikums Bochum, ist die neue Investition ein wesentlicher Schritt nach vorn: „Dies wird unserer Kindermedizin einen weiteren Schub geben. Die neue Radiologie erweitert unsere bisherige Diagnostik ideal.“

Auch für den Siemens-Konzern ist die Bildgebung bei Kindern seit langer Zeit ein wichtiges Thema der MRT-Entwicklungsarbeit. Mit Erfolg: „Durch unsere innovative Untersuchungssoftware kann sich die Dauer der strahlungsfreien Untersuchung im Vergleich zu Scans ohne diese Software um bis zu 20 Prozent verkürzen – bei gleichbleibend hoher Bildqualität“, sagt Bernd Rennebaum, Siemens-Vertriebsleiter in der Region West. Dies betrifft die rein technische Verkürzung der Sequenzen. Berücksichtigt man darüber hinaus, dass Wiederholungen von unbrauchbaren Aufnahmen vermieden werden, liegt die Verkürzung und damit der Vorteil des Patienten noch beträchtlich höher, so Christoph Heyer.

Ruhr-Universität zeichnet HNO-Klinik im St. Elisabeth-Hospital für E-Learning-Projekt aus

Bochum, 18. September 2014. In der Lehre an Universitäten hat längst die Elektronik Einzug gehalten. Viele Lehrinhalte werden nicht mehr im klassischen Frontalunterricht vermittelt, sondern über den Computer. Dieser Herausforderung stellt sich auch die HNO-Universitätsklinik im St. Elisabeth-Hospital. Mit Erfolg: Für ihr E-Learning Projekt wurde sie nun durch die Ruhr-Universität Bochum ausgezeichnet und mit 5000 Euro gefördert. Auf der E-Learning-Internetseite der RUB wird das Projekt sogar prominent als Praxisbeispiel präsentiert.

Grundidee ist, den Studierenden durch eine moderne, multimediale und praxisbezogene Vorbereitung besser als bisher in die Klinikabläufe zu integrieren und so den Lerneffekt zu maximieren. Beteiligt an dem Projekt sind Klinikdirektor Prof. Stefan Dazert, Privatdozent Dr. Amir Minovi als Lehrverantwortlicher, Tobias Dombrowski und Christian Wrobel.

Das Projekt trägt den Namen HNOnline. Kernelemente sind Videos, die mit Hilfe der RUB (RUBCast) in der Klinik selbst produziert wurden und den Studierenden die speziellen Instrumente und Untersuchungstechniken der HNO-Heilkunde demonstrieren. Daneben stehen weitere Lehrinhalte zur Verfügung (Blickdiagnosen, Erläuterungen zu weiterführender Diagnostik, etc.). Als Plattform dient die OpenSource Lernplattform "Moodle" auf den Servern der RUB (https://moodle.ruhr-uni-bochum.de). Dort ist mittlerweile die komplette organisatorische Vorbereitung auf alle HNO Lehrveranstaltungen (Praktikum, Famulatur, PJ) gebündelt. Der gesamte Inhalt geht zum Wintersemester für die Studierenden online. Es ist vorgesehen, das Angebot kontinuierlich auszubauen. 

Sascha Grammel zu Gast in der Kinderklinik
Erstes Bunter Kreis-Mobil Bochum

Bochum, 20. August 2014. Die Universitäts-kinderklinik Bochum hat erstmals ein kleines aber feines eigenes Auto für den Bunten Kreis angeschafft und es mit markanten Logos und Schriftzügen versehen lassen. Beschafft wurde das Auto für die weithin anerkannte sozial-medizinische Nachsorge-Einrichtung durch einen Sponsoringbetrag von 25.000 Euro der Stadtwerke Bochum im Rahmen der Sponsoringaktion „Wofür schlägt dein Herz?“. Dabei wurde der Bunte Kreis vom Aufsichtsrat des Unternehmens als Zukunftsprojekt ausgewählt.

Mit dem nun gut erkennbaren „Bunter Kreis-Mobil“ können die Nachsorge-Mitarbeiterinnen fortan noch  schneller, flexibler und umweltfreundlicher alle notwendige Hausbesuche bei betroffenen Familien aus Bochum und Umgebung  machen. Stadtwerke-Geschäftsführer Bernhard Wilmert übergab das Auto in einer kleinen Feierstunde an die Leiterin des Bunten Kreises Bochum Andrea Träger: „Wir freuen uns, die wertvolle Arbeit des Bunten Kreises auf diese Weise unterstützen zu können. Das Projekt ist ein Zukunftsprojekt im besten Sinne: Das Auto trägt dazu bei, Familien mit kranken Kindern noch schneller und sicherer erreichen zu können.“

Kinderklinik-Direktor Prof. Dr. Thomas Lücke nahm den Schlüssel und die Papiere dankend in Empfang: „Wir alle freuen uns sehr über diese tolle Unterstützung. Eine Hälfte des Geldes wurde in das Bunter Kreis-Mobil investiert, die andere Hälfte fließt in einen Sozialfonds für bedürftige Familien. Und wenn wir damit weitere Aufmerksamkeit und Spenden auslösen können, umso besser. Bedarf gibt es nach wie vor genug.“

Der Bunte Kreis Bochum unterstützt Familien mit schwer und chronisch kranken Kindern nach einem stationären Aufenthalt zu Hause bei der aufwendigen Organisation ihrer neuen Lebenssituation und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Das mehrköpfige Team rund um Case-Managerin Andrea Träger und Kinderklinik-Oberärztin Dr. Almut Weitkämper berät und unterstützt Eltern im praktischen Umgang und bei der Pflege ihres schwer kranken Kindes. So werden Termine bei Ärzten und Therapeuten organisiert und koordiniert, sozialrechtliche Ansprüche geprüft und beantragt. Damit werden die Eltern in ihrer Kompetenz und Eigenständigkeit gestärkt. Der Behandlungserfolg wird so deutlich verbessert. Aus dem nun geschaffenen Sozialfonds können Behandlungskosten für Familien übernommen werden, bei denen ein großer Bedarf an den Angeboten des Bunten Kreises aber kein Rechtsanspruch auf sozialmedizinische Nachsorgemaßnahmen besteht. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten deshalb in der Regel nicht.

FOCUS nennt Prof. Juris Meier in seiner Ärzteliste Diabetes

Bochum, 12. August 2014. Prof. Dr. Juris Meier wird erneut als Arzt und Forscher hochkarätig gewürdigt. Für die FOCUS-Gesundheitsredaktion zählt der Leiter der Diabetologie im St. Josef-Hospital zu den Spitzenvertretern seines Fachs. In der jüngst erschienenen neuen FOCUS-Ärzteliste für Diabetes erhält Prof. Meier hohe Bewertungen in den Rubriken Kollegen- und Patienten-Empfehlungen. Lob gibt es außerdem für sein breites Behandlungsspektrum sowie seine zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen und Studien. Bereits zuvor waren elf Mediziner des Katholischen Klinikums in der Gesamtausgabe der FOCUS-Ärzteliste genannt worden.

Bochumer Zahnärzte spenden 11.500 Euro für Kinder mit Behinderungen

Bochum, 8. August 2014. Mit einer Spende von 11.500 Euro unterstützen Bochumer Zahnärzte Kinder mit Behinderungen und schweren chronischen Erkrankungen und deren Familien. Möglich wurde dies durch Zahngoldspenden der Patienten. Bei bestimmten Behandlungen muss Zahngold, das sich im Mund des Patienten befindet, herausgelöst werden. Mit Zustimmung der Patienten sammeln die Mitglieder des Spendenkreises Bochumer Zahnärzte seit Jahren dieses alte Zahngold, lassen es einschmelzen und unterstützen mit dem Erlös soziale Projekte in der Stadt.

Die Spende dieses Sommers geht an die Elterninitiative Menschen(s)kinder, die mit der Universitäts-Kinderklinik Bochum auf dem Gelände des St. Josef-Hospitals eng kooperiert. Im Namen des Spenderkreises überreichten Dr. Ulrich Rau und Dr. Andreas Becker den Scheck am  Mittwoch, dem 6. August 2014, während der Ferien­betreuung in den Räumen der Kinder­klinik.

„Mit Hilfe der Spende können wir weiterhin ein bedarfsgerechtes und für die Eltern bezahl­bares Betreuungs­programm anbieten“, erklärt Diana Stricker von Menschen(s)kinder e.V. „Die Eltern brauchen mehr Entlastung und Betreuungsmöglich­keiten in den Schulferien. Die Kinder und Jugendlichen mit Handicaps wünschen sich wie alle Kinder eine abwechs­lungsreiche Freizeitgestaltung und Möglichkeiten zu mehr sozialen Kontakten.“ 

 

Neues Radiographiesystem hilft kleinen Patienten
  • Finanzierung durch Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet / Spendenaktion „Sternenweg“

Bochum, 25. Juni 2014. Gleich zwei Dinge sorgen derzeit in der Universitätskinderklinik Bochum für große Freude: Hier kann ab sofort mit einem neuen, digitalen und speziell auf die Belange der kleinen Patienten zugeschnittenen Radiographiesystem gearbeitet werden. Und die Anschaffung wurde durch die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet ermöglicht. Diese wird mit dem originellen Spendenkonzept „Sternenweg“ daran gehen, den Anschaffungspreis von 300.000 EUR aufzubringen.

Mit Blick auf die jungen Patienten der Universitätskinderklinik wartet die neue Röntgentechnik mit zahlreichen Eigenschaften auf, die sich auf Diagnostik, Therapie und Behandlung positiv auswirken: dazu gehören u.a. die sehr hohe Bildauflösung, die Vorteile eines digitalen Bildgebungsverfahrens sowie eine speziell auf kleine und junge Patienten zugeschnittene Handhabung. Das Radiographiesystem des Schweizer Unternehmens Swissray besteht aus einem stationären Röntgengerät im Erdgeschoss der Kinderklinik und einer mobilen Einheit für die Intensivstation.

Die ersten Untersuchungen mit dem neuen Radiographiesystem lösten Begeisterung aus. Klinikdirektor Prof. Dr. Eckard Hamelmann nennt die Anschaffung „eine absolut notwendige und sinnvolle Investition“ und dankt ausdrücklich der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet: „Wir verdanken das Projekt der sehr großzügigen Unterstützung durch die Stiftung, die die komplette Finanzierung übernommen hat.“ Die Stiftung geht mit dem einfallsreichen Spendenkonzept „Sternenweg“ daran, die beträchtliche Summe im vorgegebenen zeitlichen Rahmen aufzubringen.

Aufsichtsrat des Katholischen Klinikums Bochum neu konstituiert
  • Dr. Beermann im Amt des Vorsitzenden bestätigt

Bochum, 8. Juli 2014. Nach der notariell beurkundeten Fusion des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) mit dem Marien-Hospital Wattenscheid hat sich der Aufsichtsrat des KKB neu konstituiert. Im Amt des Vorsitzenden wurde Dr. Wilhelm Beermann bestätigt. „Das Katholische Klinikum Bochum hat sich außerordentlich erfolgreich entwickelt und steht auf gesunden Beinen. Die Fusion mit dem Marien-Hospital ist dafür ein neuer Meilenstein. Auch künftig wollen wir den dynamischen Wachstumskurs fortsetzen. Ich freue mich, diesen Weg weiterhin begleiten zu können“, betont Dr. Beermann.

Beteiligt an der Holding Katholisches Klinikum Bochum gGmbH sind die St. Elisabeth Stiftung (Bochum), die Katholische Kirchengemeinde Liebfrauen (Bochum), die Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul (Hattingen), die Katholische Kirchengemeinde St. Gertrud von Brabant zu Bochum-Wattenscheid und die Kosmas und Damian GmbH (K + D, Essen). Der Aufsichtsrat besteht nach der Fusion aus 13 Mitgliedern. Bestätigt wurden Gerhard Gördes, Volker Goldmann, Norbert Klees, Prof. Dr. Gunter Lauven, Propst Michael Ludwig, Dr. Markus Oles, Hans-Wilhelm Schleich und Josef Schneiders. Volker Goldmann übernimmt erneut die Position des stellvertretenden Vorsitzenden.

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Dr. Andreas Falk, Propst Werner Plantzen und Norbert H. Müller. Ein weiteres Mitglied wird von der Kirchengemeinde St. Gertrud von Brabant noch vorgeschlagen.

KKB-Team zeigt sich beim AOK-Firmenlauf von seiner besten Seite

Bochum, 4. Juli 2014. Jeder zehnte der mehr als 1.500 Läufer beim 6. AOK-Firmenlauf Bochum (3. Juli) am Kemnader Stausee trug eins der in jeder Hinsicht auffälligen KKB-Shirts. Bei mediterraner Witterung und  Musikumrahmung absolvierten die aus allen Betriebsstätten und Berufsgruppen angetretenen Klinikmitarbeiter lässig und ohne Probleme die 5 km-Distanz. Und reichlich Auszeichnungen gab’s außerdem noch: Das AOK-Organisationsteam würdigte das KKB als größte Gruppe.

Unsere schnellste Läuferin war Ismaili Xhemile in 20:41“ Minuten (9. Platz), schnellster Läufer war Niklas Poggenpohl in 17:33“ Minuten (18. Platz). Marien-Hospital-Oberarzt Alexander Cegelski war der Teilnehmer mit den ältesten Schuhen. Er bekam es schnell zu spüren . . .

Selbstredend versorgte ein kleines KKB-Pflegeteam noch während des Laufes bei einem nicht ganz so dramatischen Sturz ein verschrammtes Knie und ein Physiotherapeut gleich zwei Wadenkrämpfe gleichzeitig. Alle KKB-Läufer wurden rührig von einem MAV- und Technik-Team betreut – von der Anmeldung über die Wertsachen- und Getränkeaufbewahrung bis hin zur Infozentrale und Schattenspender.

Die Hälfte der „KKB-Roadrunner“ besuchte im Anschluss noch die After-Run-Party im Blue Beach. Dort herrschte entspannte Stimmung bis zum Schluss. Am längsten hielt es eine Gruppe konditionsstarker Kollegen des Marienhospitals aus – dies natürlich auch, weil es im Dienst einer guten Sache stand: Mit einem Teil der Erlöse wird die gemeinnützige Stiftung „Help and Hope“ unterstützt, die sich für Not leidende Kinder in NRW einsetzt.

Mehr Impressionen und Fotos unter www.aok-firmenlauf-bochum.de. Auf die Frage nach einer erneuten Beteiligung im kommenden Jahr gab’s vom KKB-Team sinngemäß immer die gleiche Antwort: „Logisch, is‘ cool hier!“

Elf Mediziner des KKB in der FOCUS-Ärzteliste 2014

26. Juni 2014

Von Krebserkrankungen über Neurodermitis bis zu Herzkrankheiten, von der Chirurgie über Hals-Nasen-Ohren bis zur Ästhetischen  Medizin: Elf Mediziner des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) sind in diesem Jahr in der Gesamtausgabe der FOCUS-Ärzteliste vertreten, die das Magazin traditionell einmal im Jahr veröffentlicht.

Die Liste entsteht auf der Basis von Empfehlungen durch Ärztekollegen und Patienten, berücksichtigt aber auch wissenschaftliche Aktivitäten, die Zahl der persönlich vorgenommenen Eingriffe und Serviceelemente wie z.B. die Wartezeit für Patienten. Herausgefiltert wurden auf dieser Basis bundesweit 2500 Ärzte. Genannt werden in diesem Jahr vom Katholischen Klinikum Bochum:

  • Dr. Norbert Teig (Kinderklinik), Neonatologie
  • Dr. Klaus Hoffmann (St. Josef-Hospital), Ästhetische und Plastische Medizin
  • Prof. Andreas Mügge (St. Josef-Hospital), Kardiologie und Bluthochdruck
  • Prof. Achim Mumme (St. Josef-Hospital, Venenzentrum Gerthe), Gefäßchirurgie
  • Prof. Eggert Stockfleth (ab 1.7. St. Josef-Hospital), Hautkrebs
  • Prof. Irenäus Adamietz (St. Josef-Hospital), Strahlentherapie
  • Prof. Waldemar Uhl (St. Josef-Hospital), Tumoren des Verdauungstraktes und Bauchchirurgie
  • Prof. Anke Reinacher-Schick (St. Josef-Hospital), Tumoren des Verdauungstraktes
  • Prof. Peter Altmeyer (St. Josef-Hospital), Neurodermitis
  • Prof. Uwe Schauer (Kinderklinik), Neurodermitis
  • Prof. Stefan Dazert (St. Elisabeth-Hospital), Hals-Nasen-Ohren (HNO)
 

In regelmäßigen Abständen erstellt FOCUS weitere Ärztelisten und besetzt Schwerpunktthemen. Es sind weitere umfangreiche Berichterstattungen zu einzelnen Krankheitsbildern geplant. Vor wenigen Wochen erschien ein Heft zum Thema „Haut“, das ein Interview mit Prof. Norbert Brockmeyer über sexuell übertragbare Krankheiten enthielt.

Gesundheitsforum in der Bochumer Innenstadt

25. Juni 2014

Am Samstag, 28. Juni, findet zum 6. Mal das Gesundheitsforum auf der Bongardstraße in der Bochumer City statt. „Bochum ein Stück gesünder machen“, lautet das Motto. Auch wir nehmen teil. Dr. Christoph Hanefeld, Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum und Direktor der Klinik für Innere Medizin am St. Elisabeth-Hospital, spricht um 11.15 Uhr zum Thema „Wenn das Herz schwächelt“. Vor der Alten Apotheke am Kuhhirten ist auch das Team der Geburtshilfe des St. Elisabeth-Hospitals vor Ort und präsentiert seine Angebote.

 

Dazu „Drei Fragen an“

Sabrina Thiemann, Abteilungsleiterin Gynäkologie und Geburtshilfe im St. Elisabeth-Hospital.

 

Warum nehmen Sie am Gesundheitsforum teil?

Wir wollen unsere umfangreichen Angebote rund um Schwangerschaft und Geburt präsentieren. Dazu zählt beileibe nicht nur der Aufenthalt im Krankenhaus selbst, sondern auch neue Kurse wie zum Beispiel die „Elternschule“. Dies betrifft das komplette Angebot an Vor- und Nachsorge sowie alle Fragen „Rund um das erste Jahr mit dem Kind“.

 

Was erwarten Sie beim Gesundheitsforum?

Rundum zufriedene Familien, die von uns beraten werden. Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern und Stillberaterinnen werden den ganzen Tag ab 10 Uhr vor Ort sein. Gute Laune ist bei den Besuchern des Forums natürlich wichtig, zum Beispiel durch eine Tombola. An ihr werden wir uns beteiligen – mit einem Gutschein für einen Baby-Massagekurs.

 

Wie kam es zu der Teilnahme?

Wir haben ein sehr gutes, partnerschaftliches Verhältnis zur Alten Apotheke in der Bochumer Innenstadt. Eine Kooperation mit ihr ermöglicht uns die Teilnahme an der Veranstaltung. Diese Kooperation wird auch künftig weitergehen, zum Beispiel in der Weltstillwoche im September. 

Mehr als 6 Millionen tragen in Deutschland Tattoos

5. Juni 2014

  • Studie der Gesellschaft für Konsumforschung in Bochum vorgestellt
  • Dr. Klaus Hoffmann (Universitätsklinikum St. Josef Hospital) setzt sich für hohe Hygiene-Standards ein

 

Tattoos sind in Deutschland längst gesellschaftsfähig geworden. 9% der Bevölkerung über 16 Jahre tragen inzwischen diesen Hautschmuck. Dies entspricht mehr als 6 Millionen Menschen. Sie kommen aus allen Bevölkerungs-, Alters- und Einkommensschichten. Frauen und Männer sind etwa gleich verteilt. Etwa zehn Prozent von ihnen bereuen ihr Tattoo und denken darüber nach, es wieder entfernen zu lassen. Dies sind die Basis-Erkenntnisse einer repräsentativen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die am Mittwoch (21. Mai) im St. Josef Hospital vorgestellt wurde. Befragt wurden 2000 Menschen ab 16 Jahren.

Beteiligt an der Studie ist Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Oberarzt der Dermatologischen Klinik am Universitätsklinikum St. Josef Hospital (Bochum) und Spezialist für Ästhetische Operative Medizin. Er sieht die häufig gehörte Aussage widerlegt, dass Tätowierte überwiegend aus bildungsfernen und einkommensschwachen Kreisen stammten.

Wichtig ist den seriösen Tattoo-Studios und Ästhetik-Medizinern, dass hohe Hygiene-Standards und Berufszulassungsregeln anerkannt und durchgesetzt werden. Dies gilt besonders für die Klassifizierung bzw. Zulassung der Farben und die komplexe Gerätetechnik beim Auftragen und Entfernen der Tattoos.

Hoffmann: „In der Medizin gibt es beim Thema Tattoo und Piercing eine Lücke.“ Mit seiner Praxis im Universitätsklinikum St. Josef Hospital in Bochum trägt er an vorderer Stelle dazu bei, diese Lücke zu schließen. Pro Tag werden mehr als zehn Patienten behandelt, die ihr Tattoo entfernen lassen. Die Warteliste ist mehrere Monate lang.

Interessant am Rande: Die nachträgliche Reue ist vermehrt bei jenen zu spüren, die nur ein Tattoo tragen und dies womöglich sehr dezent. Menschen mit größeren tätowierten Flächen stehen dagegen meist uneingeschränkt zu dieser Leidenschaft.